Träumen von Aurora – Luna // Aurora – Album Review

Träumen von Aurora – Luna // Aurora
Herkunft:
Deutschland
Release:
19.08.2022
Label: Trollzorn Records
Dauer:
45:42 / 45:52
Genre:
Progressive Black Metal


Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen die Progressive Black Metaler Träumen von Aurora gleich mit zwei neuen Alben um die Ecke die auf die Namen Luna und Aurora hören.

Abgesehen von Sänger und Gründer Patrick Wunsch wurde in der Zwischenzeit die komplette Besetzung ausgetauscht mit deren Hilfe eine Mischung aus alten und neuen Elementen gelingen soll. So wurden Black Metal typische Teile mit jenen aus dem Post Rock kombiniert um eine Balance aus Melodik und Härte zu finden.

Luna

Das erste Album Luna besteht aus sechs Titeln mit einer Spielzeit von 45 Minuten und startet mit dem achteinhalbminütigen Instrumental Nicht alle Dunkelheit der Welt, in welchem bereits von Anfang weg die beschriebenen Elemente zu einer eher unüblichen aber durchaus ansehnlichen Komposition zusammengetragen werden. Melodische und schneidende Black Metal Gitarren wechseln sich ab, ebenso wie Blast Beats mit groovigen Drum Patterns.

Stille, mehr Stille beginnt etwas melancholischer mit atmosphärischen Synthklängen im Hintergrund. Hier kommt dann auch der Gesang zum Einsatz, der eine breite Palette von Flüstern über cleanen Gesang bis hin zu klassischen Black Screams bietet. Luna I überzeugt in weiterer Folge durch eine viel stärkere Intensität ohne dabei hölzern oder zu brachial daherzukommen. Den Abschluss von Luna bildet mit Sturmgeweiht, das vorab HIER veröffentlicht wurde, ein Song der die melancholische Atmosphäre perfekt einfängt und dennoch nicht in eintönige Muster verfällt.

Aurora

Das zweite Album startet ebenfalls mit einem Instrumentalstück. Aurora I erweckt dabei den Eindruck als stünde ein ganzes Orchester hinter dem Track und zündet den Bombast ohne dabei kitschig rüberzukommen. Gram und Verve beginnt dagegen vergleichsweise ruhig und wesentlich rockiger. Die großflächigen Synths werden hier eher vernachlässigt und dafür stellt man die Gitarren viel stärker in den Vordergrund.

Aurora II dagegen trumpft mit diversen Akustikpassagen auf die sich in eine Verbindung aus der gesamten Vocalpalette und atmosphärischen Elektrikgitarren einfügen. Mit … kann eines Lichtes Flackern trüben schließt ein 15 minütiger Instrumentalepos das Album ab, der nochmal alle Stärken der Band hervorhebt. Seien es die melancholischen Gitarren, vereinzelten Groove Passagen oder die unterstützenden Synts, die die Stimmung in ganz neue Sphären heben.


Fazit
Träumen von Aurora liefern ein Comeback im Doppelpack ab, das sich sehen lassen kann. Sowohl Luna als auch Aurora sind Alben, die man sich auf keinen Fall so nebenbei anhören sollte. Wer aber auf ausgefeilten Black Metal steht und sich Zeit nimmt wirklich aktiv reinzuhören wird seine helle Freude haben. Beide Alben nehmen sich hier gar nichts und verdienen sich eine entsprechende Wertung. 9 / 10

Line Up
Patrick Wunsch – Gesang
Marek Peperkorn – Gitarren
Matthias Schäfers – Keyboard
Alexander Häger – Bass, Schlagzeug, Gesang

Tracklist
Luna
01. Nicht alle Dunkelheit der Welt…
02. Stille, mehr Stille
03. Luna I
04. Etwas
05. Luna II
06. Sturmgeweiht

Aurora
01. Aurora I
02. Gram und Verve
03. Aurora II
04. Epiphanie
05. Essenz der Wildnis
06. … kann eines Lichtes Flackern trüben

Links
Facebook Träumen von Aurora
Instagram Träumen von Aurora
Youtube Träumen von Aurora


Außerdem auf Soundmagnet.eu
Album Review – Liminal Shroud – All Virtues Ablaze
Interview – Mystic Circle, Nachgefragt bei Beelzebub
Album Review – Panzerfaust  – The Suns of Perdition – Chapter III: The Astral Drain

Cooler Artikel? Diskutiere mit auf Facebook!
[Total: 1 Average: 5]
Teile diesen Inhalt mit anderen
fb-share-icon