The Vice – White Teeth Rebellion – Album Review

The Vice – White Teeth Rebellion
Herkunft:
Stockholm / Schweden
Release:
07.08.2020
Label: Noble Demon Records
Dauer:
35:36
Genre:
Black n Roll 


Der Promotext, der mit den insgesamt neun Songs des Albums White Teeth Rebellion kommt, verspricht mir ein dunkles, räudiges Rock / Metal Album mit Bandmitgliedern, die das Herz am rechten Fleck haben.  
Dass The Vice sehr starken Dark Rock kreieren können, zeigten sie bereits. Seit ihrer Gründung 2012 veröffentlichten sie die fünf Song starke EP Let Me Go und das selbst betitelte Album The Vice, das via Rambo Records das Licht der Welt erblickte. 

Der neueste Output erscheint via Noble Demon und obwohl das von Walch gegründete Label noch relativ jung ist, mauserte es sich doch sehr schnell zum Garant von hochwertigen Produktionen mit Hitpotential. 

Das Label als Garant für Hitpotential

Dass dieses Hitpotential auch beim mir vorliegenden White Teeth Rebellion gegeben ist, höre ich schon zu Beginn mit dem ersten Track Tremors. Es sind nur knapp eineinhalb Minuten, die dieser Opener andauert und doch schwingt vom ersten Riff an, etwas besonderes mit. 

Als A Barren State schön dreckig verrucht und trotzdem super rockig aus den Lautsprechern dröhnt und ich unvermittelt zum Beat mit wippe, ist klar, dass die Band bei Noble Demon richtig ist. Das Hitpotential ist unverkennbar und Rickards Growls zwischendurch signalisieren, dass hier wohl noch viel mehr kommen wird im Laufe des Albums.

Mit White Teeth Rebellion, dem dritten und dem Album Titel gebenden Track, wird eine kleine Hymne geschrieben. Dieser Song muss, obwohl mit knapp drei Minuten eher im unteren Durchschnitt die Länge eines Rocksongs angehend, sowas von abegehen live. Den Visualizer von Super Lino Puro präsentiert, könnt ihr HIER sehen. 

Dass die Band auch etwas ruhiger und unaufgeregter kann, zeigen sie in Empty Halls, das jedoch nicht weniger Hitpotential zeigt als die Vorgänger. Viereinhalb Minuten werde ich durch ein meine Gehörgange weitendes Intro inmitten guten, soliden Dark Rocks geführt. Der Song ist der perfekte Soundtrack für einen Spaziergang durch die Vergangenheit. Die Gitarrensoli sind perfekt platziert um den Song im Spannungslevel nicht abfallen zu lassen. 

Run To Seed ist wieder einer der kürzeren Tracks. Es sind lediglich zweieinhalb Minuten, doch die Band ist energetisch voll da und Rickards Gesang geht eine gewollte Symbiose mit dem Bass und den Drums ein. Könnte mein Lieblingssong werden! Zumal das zum Schluss hin wirklich gute Riff eindeutig Lust auf mehr macht.

Cradle and To Ease nimmt erneut Fahrt auf und ich sehe eine propper volle Front Row mit hochgereckten Fäusten, die bei dem Sound mitgehen. To Each His Own ist neben dem Closer Deluge zusammen die längste Nummer des Album. Der Bogen, den die Ballade spannt ist enorm und es scheint, die Worte schlichen behäbig aus den Boxen, ohne jedoch an Tragweite zu verlieren, ohne jedoch auch zu träge zu werden. 

In Antizeit zeigt Rickard noch einmal mehr, wozu er mit seiner tiefen, sonoren Stimme fähig ist.  Bemerkenswert, wie er auch hier den Spagat von rollendem Rock n Roll mit melodiösen Gitarrenriffs und dem mystisch dunklem Dark Sound a la Nick Cave spannt. 


Fazit
Mit ihrem zweiten full length Album holen mich The Vice da ab, wo ich als Hörer abgeholt werden möchte. Die Jungs verstehen es, mit hypnotischem Sound und betörenden Gesangspassagen, gepaart mit rollenden Riffs den Zeitgeist des modernen Dark n Roll zu treffen. Ich hoffe, die Jungs, deren Songs hier absolutes Hitpotential zeigen, bald live spielen zu sehen und vergebe 8 / 10. 

Line Up
Rickard – Gesang, Gitarren
Charlie – Bass
Petter – Schlagzeug

Tracklist
01. Tremors
02. A Barren State
03. White Teeth Rebellion
04. Empty Halls
05. Run To Seed
06. Cradle And To Ease
07. To Each His Own
08. Antizeit
09. Deluge

Links
Facebook The Vice
Webseite The Vice


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