Black Rose Maze – Black Rose Maze – Album Review

Black Rose Maze – Black Rose Maze
Herkunft:
Quebec/Kanada
Release:
07.08.2020
Label:
Frontiers Music srl
Dauer:
44:24
Genre:
Melodic Hard Rock


Mit Black Rose Maze startet die 1974 geborene Sängerin Rosa Laricchiutas ihr eigenes Hard Rock-Projekt. Die aus Montreal/Quebec stammende Powerfrau tingelte jahrelang durch die Welt und sang in großen Bars und Casinos auf dem asiatischen Kontinent. Zurück in Kanada performte sie 2015 in der französisch-kanadischen Version von The Voice und sang sich dort bis in die Finalshow.

In der Folge entstand das schlicht Rosa betitelte Album in französischer Sprache, das mit Manquer de toi einen Hit im französisch-kanadischen Radio enthielt. 2016 erschien ihr erstes englischsprachiges Album Free und am Ende selbigen Jahres wurde sie für die spektakulären Wintershows des Trans Siberian Orchestra verpflichtet.

So fand sich dort mit Dino Jelusick von Animal Drive und Jeff Scott Soto das nächste Puzzelteil für Rosas Karriere. Ihre Trans Seberian Orchestra Kollegen stellten den Kontakt zu Frontiers Music her, bei denen die beiden Musiker mit ihren Projekten in Lohn und Brot stehen. Auf Black Rose Maze stehen neben Rosas eigenen Songs auch einige Kompositionen von Größen wie Clif Magness, Nasson und Alessandro Del Vecchio, der dem Album zudem einen amtlichen Sound verpasst hat.

Vorhang auf für Rosa Laricchiutas

Der spannende Werdegang von Rosa Laricchiutas hat mich wirklich auf das Album neugierig gemacht. Schon die ersten Töne von In The Dark gehen gut ins Ohr, die Angst, dass das Album doch zu poppig für meinen Geschmack ausfallen könnte, hat sich spätestens mit dem saftigen Gitarrensolo am Ende der ansonsten sehr geschmeidigen Nummer erledigt. Nicht ohne Grund wurde der Song als Single ausgewählt, zu dem ihr HIER das Video anschauen könnt. Zudem ist die Frontdame mit einer erstklassigen Powerröhre ausgestattet, die sofort zu überzeugen weiß.

Der erste Höhepunkt des Albums folgt gleich beim nächsten Song Laws Of Attraction. Bei dem Duett mit Jeff Scott Soto brennen die beiden ein spannendes Melodic Rock Feuerwerk ab und spielen sich die Bälle gekonnt zu.

Noch ein paar Kohlen mehr werden bei dem fetzigen Let Me Be Me in den Kessel geschaufelt. Die Nummer hat scharfe Kanten, die Gitarren quietschen und Rosa hat die Krallen ausgefahren. Free schmeichelt sich gleich danach in meinen Gehörgang und erinnert mich an die Glanzzeit der amerikanischen Megaseller Heart. Rosas Stimmlage ist hier weicher und ähnelt frappierend den Wilson Schwestern. Es bleibt emotional, auch auf Look At Me Now wird großes Gefühlskino geboten, vom ergreifenden Beginn bis zum eruptiven Finale.

So müssen moderne, radiotaugliche Songs klingen

Maze ist eine dynamische Midtemponummer, die zunächst ziemlich unspektakulär wirkt, aber doch mit originellen Hooks und einem starken Gitarrensolo aufwartet. Eines meiner Lieblingssstücke ist der moderne, treibende Hardrocksong Let Me Go, bei dem wieder die ganze Klasse der Ausnahmesängerin zur Geltung kommt. Ihr großes Vorbild ist ja die amerikanische Sängerin Melissa Etheridge, was vielleicht bei den folgenden Tracks Only You und Earth Calling am deutlichsten wird. Die Songs sind Paradebeispiele für  radiotaugliche Rocksongs, auf denen wirklich alles passt. Die Melodien setzen sich schnell in den Gehörgängen fest und machen süchtig.

Auf der Zielgeraden wird das Tempo mit You Can’t Stop Me wieder etwas erhöht. Der Titel ist auch musikalisch Programm und bietet Melodic Rock aus der Feinschmeckerabteilung. Das große Albumfinale läutet das dramatische Call Me Now ein. Mit Streicher- und Pianobegleitung setzt Rosa Laricchiuta einen weiteren Höhepunkt auf ihrem gelungenen Einstand beim italienischen Label, die sich mit der erfahrenen Sängerin ein echtes Juwel an Land gezogen haben.


Fazit
Dass Rosa Laricchiuta im Laufe ihrer bisherigen Laufbahn schon Einiges an Erfahrung gesammelt hat, hört man ihrer unglaublich starken Stimme auf jedem Song an. Auf ihrem ersten internationalen Projekt Black Rose Maze hat sie mit den richtigen Partnern an ihrer Seite ein Debüt abgeliefert, das jeden Melodic Rock Fan mit der Zunge schnalzen lässt. Bis auf wenige, nicht zwingende Momente hat mich das Album voll überzeugt, bei dem neben der tonsicheren Sängerin auch die gr0ßartige Gitarrenarbeit die Kirsche auf der Torte ist. Damit sind leckere 8,5/10 voll verdient.

Line Up
Rosa Laricchiuta – Gesang
Jeff Scott Soto – Gastgesang bei  Laws Of Attraction
Alessandro Del Vecchio – Bass, Keyboards
Andrea Seveso – Gitarre
Michele Sanna – Schlagzeug
Erika Ceruti – Backing Vocals

Tracklist
01. In The Dark
02. Laws Of Attraction -Feat. Jeff Scott Soto
03. Let Me Be Me 
04. Free 
05. Look At Me Now 
06. Maze 
07. Let Me Go 
08. Only You 
09. Earth Calling
10. You Can’t Stop Me 
11. Call Me Now
Ohne Leerzeile

Links
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