The Far Cry – If Only – Album Review

The Far Cry – If Only
Herkunft:
USA
Release:
09.07.2021
Label:
Eigenverlag
Dauer:
66:50
Genre:
Progressive Rock


Auch wenn If Only ein Debütalbum ist, so sind The Far Cry keineswegs neu im Musikgeschäft. Die Köpfe der US-amerikanischen Progressive Rock Performer Robert Hutchinson und Jeff Brewer machen schon seit den 1970ern zusammen Musik.

Nach einer längeren Unterbrechung begann die Band Mitte der 2010er Jahre musikalisch wieder etwas auf die Beine zu stellen. Resultat dieses Strebens ist das nun hier vorliegende Vollzeitalbum. Dieses wird neben digitalem Release auch physisch auf CD erhältlich sein.

Um es auf den Punkt zu bringen: Musiker, die sich dem progressiven Rock der 1970er verschrieben haben, und dazu noch zeitgenössisch mit dem gemeinsamen Musizieren begannen, erwecken beim interessierten Hörer eine gewisse Erwartungshaltung. Und in der Tat bieten uns die Musiker progressive Rockmusik, die ganz in der Tradition von Genesis, Yes oder Gentle Giant steht.

Gleich mit dem Opener The Mask of Deception fühlt sich der Hörer durch die komplexen Arrangements und das differenzierte Klanggefühle an aktuelle progressive Akteure wie The Flower Kings oder The Tangent erinnert. Gerade letztere kommen mir in den bei den narrativen Parts im folgenden Programophone in den Sinn.

Komplexer Progressive Rock in guter Tradition, der sich Zeit nimmt

Das 13 minütige Simple Pleasures, das HIER zu hören ist, zeugt von der kompositorischen Qualität der gesamten Scheibe. Hier gibt es reichlich memorable Melodien, der Gesang liegt stilistisch und vom Timbre her irgendwo zwischen Hasse Fröberg und Nad Sylvan, ohne jedoch deren Ausdrucksstärke zu erreichen. Gerade die Longtracks sind abwechslungsreich arrangiert mit feinen Pianoklängen, rasanten Keyboardfahrten sowie tollen Gitarrenläufen, die sich ebenfalls an den großen Vorbildern orientieren.

Manche Synthesizer Fanfaren sind etwas aus der Zeit gefallen und wirken zeitweise deplatziert. Auch bietet die Produktion mit ihren Ungenauigkeiten noch sehr viel Platz für Verbesserungen. Der Hörer bekommt den Eindruck, eine Aufnahme in besserer Demoqualität vorliegen zu haben.


Fazit
Mit ihrem Debütalbum If Only servieren uns The Far Cry ein noch etwas unausgegorenes und dennoch in seiner Komplexität überzeugendes Werk. Fans des symphonischen Progressive Rock sollten unbedingt man reinhören. 7.5 / 10

Line Up
Robert Hutchinson – Schlagzeug, Perkussion, Glocken, Sprechgesang
Jeff Brewer – Gesang, Bass, Synth-Bass, Basspedale, Gitarre
Bryan Collin – Gitarren
Chris Dabbo – Piano, Keyboards, Gesang

Tracklist
01. The Mask of Deception
02. Programophone
03. Winterlude
04. Simple Pleasures
05. The Missing Floor
06. Winterlude Waning
07. If Only
08. Dream Dancer

Links
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