Hardline – Heart, Mind And Soul – Album Review

Hardline – Heart, Mind And Soul
Herkunft:
Los Angeles / USA
Release:
09.07.2021

Label: Frontiers Music
Dauer:
49:35
Genre:
Hard Rock / AOR


Die Vergangenheit wirft immer noch seine Schatten auf Hardline. So hat die Band gleich mit ihrem ersten Album Double Eclipse 1992 den Jackpot geknackt und einen Bestseller des melodischen Hardrocks hervorgebracht.

Sieben Alben später sind wir im Hier und Jetzt angekommen und von der originalen Bandbesetzung ist nur noch Johnny Gioeli am Gesang übrig geblieben. Allerdings ist es gerade seine fantastische Stimme, die ein hohes Maß an Wiedererkennung beim Hörer erzeugt und somit die entscheidende Trademark bei Hardline ist.
Andere Mitmusiker bedeuten aber in diesem Zusammenhang keinen Qualitätsverlust, denn das Album versprüht Energie und Professionalität ab dem ersten Ton.

Professionell vom ersten Ton an

So geht die Eröffnung Fuel To The Fire schon ordentlich kraftvoll nach vorne los. Johnny Gioeli dominiert hörbar ab der ersten Minute das Gesamtgefüge. Alle Instrumente ordnen sich ihm unter, wobei Mario Percudani an der Gitarre in jedem Lied seinen Solopart unterbringen darf.

Nach dem schnellen Opener kommt mit Surrender ein für das Album typischeres Stück, dass ich euch deshalb HIER zum Hören empfehlen möchte. Das Tempo wird etwas gedrosselt und nach ein paar powervollen Takten entfaltet sich die melodiöse Gesangslinie. Der Refrain ist simpel, geht ins Ohr und trotz dem eigentlich alles stimmt, beschleicht mich schon hier das Gefühl, dass Heart, Mind And Soul ein weiteres gutes Werk, aber kein neuer Überflieger wird.

Ein hohes Level mit bewährtem Rezept

Dieses Motto ist bewusst zweischneidig gewählt. Es kann sowohl für Qualität, als auch Stillstand stehen und so empfinde ich auch das Album. Vollprofis haben unter Zuhilfenahme von bewährten Zutaten ein super produziertes Album abgeliefert. Was fehlt ist dieser kleine Moment der Überraschung, die Melodie, die man nicht erwartet hat oder ein musikalisches Wagnis.

Die elf Kompositionen sind durchweg hochklassig. Es wurden mit Heavently und We Belong zwei balladeske Stücke für die Seele und die Emotionen eingebaut. Das am Ende des Albums platzierte We Belong erscheint mir persönlich durch seine akustische Instrumentierung als die feinere und auch ehrlichere Komposition. Dagegen schielt Heavently mit seinem emotionalen Keyboard- und Pianoteppichen und einem fast zu dick aufgetragenem Refrain zu sehr nach Airplay.

Auf der Suche nach dem besonderen

Doch auch kleine, sich dann doch abhebende Perlen sind zu finden. So bleibt von den rockigeren Stücken The Curse am besten im Ohr haften und das sanft startende und mit viel Gefühl vorgetragene Searching For Grace überzeugt ohne von Emotionen in Kitsch abzugleiten und es bietet gegen Ende für die Freunde der E-Gitarre ein bezauberndes Solo. Dass trotz großer Melodien noch genügend Platz für die Rockmusik bleibt, möchte ich euch HIER abschließend noch mit Waiting For Your Fall zeigen.


Fazit
Heart, Mind And Soul bewegt sich durchweg auf einem hohen Level. Die Melodien, Emotionen und eine tolle Stimme machen es nicht nur für eingefleischte Fans von Hardline interessant. Trotzdem fehlt das letzte Quäntchen, dass aus einem guten Album einen Überflieger macht.
Deshalb von mir 7,5 / 10.

Line Up
Johnny Gioeli – Gesang
Mario Percudani – Gitarre
Anna Portalupi – Bass
Alessandro Del Vecchio – Keyboard, Hintergrundgesang
Marco Di Salvia – Schlagzeug

Tracklist
01. Fuel To The Fire
02. Surrender
03. If I Could I Would
04. Like That
05. Heavenly
06. Waiting For Your Fall
07. The Curse
08. Heartless
09. Searching For Grace
10. ‘80s Moment
11. We Belong

Links
Webseite Hardline 
Facebook Hardline
Instagram Hardline


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