Enemy Inside – Seven – Album Review

Enemy Inside – Seven
Herkunft:
Deutschland
Release:
27.08.2021
Label:
Rock of Angels Records
Dauer:
44:55
Genre:
Gothic Rock / Symphonic Metal


Enemy Inside ist eine deutsche Symphonic Metal Band, welche im Jahr 2017 von der italienisch-deutschen Sängerin Nastassja Guilia und dem Gitarristen Evan K gegründet wurde. 2018 veröffentlichte die Band dann ihr allererstes gemeinsames Studioalbum mit dem Titel Phoenix.

Nachdem eben dieses Debütalbum ein voller Erfolg war, melden sich Enemy Inside nun mit ihrer zweiten Platte Seven zurück. Ein Werk, welches an seinen starken Vorgänger nahtlos anknüpft und jegliche Erwartungen noch übertrifft.

Voller Power und Emotionen

Das Album lässt dem Hörer keine Zeit zum Atmen und startet mit der ersten Singleauskopplung Crystallize. Ein sehr starker Einstieg, welches schnell Lust auf mehr macht. Die perfekte Instrumentierung und der atemberaubende weibliche Gesang haben mich sofort gepackt. Wenn ihr euch auch mitziehen lassen wollt, findet ihr HIER das offizielle Musikvideo zum Song.

Emotional und kraftvoll geht es auch mit der zweiten Singleauskopplung Alien weiter. Spätestens jetzt ist jeder in einem sensationellen musikalischen Werk gefangen. Mit treibenden, schon mit tanzbaren Sounds in Strophe und Refrain kann man sich sehr gut in diesem Stück verlieren. Der Titel bietet zudem einen sehr interessanten Break kurz vor Ende, welcher für die perfekte Abwechslung zwischendurch sorgt.

Der Song Release Me, welches als dritte Single erschienen ist, zieht zu Beginn das Tempo noch einmal an. Im Refrain haut es einen gnadenlos vom Hocker, wenn Nastassja Guila ihren bombastischen Gesang voller Emotionen und Power präsentiert. An dieser Stelle rate ich dazu einmal die Augen zu schließen und einfach zu genießen.

Ein Album mir vielen Gesichtern

Das nächste Stück mit dem Namen Break Trough sorgt für eine regelrechte Überraschung, wenn man es neben den Vorgängern betrachtet. Sowohl die Instrumentierung als auch der Gesang unterscheiden sich hier sehr stark, was den Song zusätzlich besonders macht. Mit langsamen Pianoparts, den Einsatz von Synthies und dem emotionsgeladenen Gesang auf jeden Fall eine Hörempfehlung wert.

Auch der nächste Song ist etwas ganz Besonderes. Mit In My Blood beweist Enemy Inside eindrucksvoll, wie sie sich zwischen den Genres bewegen. Auf der einen Seite klassische Goth-Rock Elemente und auf der anderen Seite typische Metal-Sounds. Mit interessant gestalteten Zwischenparts rundet die Band das Werk dann ab. Aber überzeugt euch selbst HIER geht es zum offiziellen Musikvideo.

Mit Bulletproof liefert die Band einen weiteren sensationellen Song, welcher den Hörer in seinen Bann zieht. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass man hier einige sehr gute Vergleiche mit der Band Evanescene ziehen kann. Ein großes Werk, welches sich aber durch den ganz eigenen Sound der Band abhebt.

Perfektion und stimmige Sounds

Weiter geht es auf dem Album mit dem Titelsong Seven. Das gesamte Werk beschäftigt sich mit sehr gesellschaftskritischen Themen und allen Voran wird hier mit den sieben Todsünden gearbeitet. Besser kann der Hauptsong auch im thematischen Bezug nicht inszeniert sein. Mit vielen perfekt abgestimmten Abwechslungen fasst der Song das Album auf den Punkt zusammen.

Black Butterfly ist ebenfalls ein Aushängeschild für das einzigartige, immer bis zur Perfektion, ausgearbeitete Klangbild der Band. Zwar experimentiert die Band immer wieder mit neuen Soundelementen, aber sie versteht es diese passend und stimmig in ihre Songs einzubauen.

In Black And Gold steckt so viel treibende musikalische Magie. Er fällt einem sehr leicht hier Zugang zum Album zu finden und sich auf das Stück einzulassen. Ein sehr mitreißender Refrain und verschiedene Elemente sorgen für ein sehr gutes Klangerlebnis. Auch das Gitarrensolo zum Ende hin rundet das Gesamtwerk des Songs noch ab.

Eindrucksvoller Abschluss

Dynamite flasht mit harten Gitarrenriffs und den Einsatz von Synthies. Rhythmisch und gesanglich wieder ein absolutes Meisterwerk der Band. Besonders der chorähnliche Zwischenpart und ein sensationelles Gitarrensolo stechen hier heraus. Ich kann den Song sehr empfehlen, welcher sich perfekt in das Album einfügt.

Auf diesem Album gelingt der Band einfach alles und das beweist auch der Song Crush. Einen besseren Albumabschluss hätte man kaum wählen können. Enemy Inside steckt hier noch einmal alle Emotionen in den letzten Song des Albums und schafft ein sehr würdiges Ende. Ein sehr sehr schöner Song der wieder mit kraftvollem Gesang und Sounds überzeugt.


Fazit
Ich muss mich fast schon schämen, dass die Band völlig an mir vorbeigerauscht ist. Aber spätestens mit Seven haben sie mich auf ganzer Linie erreicht. Ein sensationelles Album von Anfang bis Ende, zu dem mir die Worte fehlen darum hört es einfach selbst. Für diese grandios Leistung gebe ich dem Album 10 / 10

9,5
Line Up
Nastassja Guilia – Gesang
Evan K – Gitarre
Dave Hadarik – Gitarre
Dominik Stotzem – Bass
Feli Keith – Schlagzeug

Tracklist
01. Crystallize
02. Alien
03. Release Me
04. Break Trough
05. In My Blood
06. Bulletproof
07. Seven
08. Black Butterfly
09. Black And Gold
10. Dynamite
11. Crush

Links
Webseite Enemy Inside
Facebook Enemy Inside


Außerdem auf Soundmagnet.eu
Album Review – Sorceress of Sin – Constantine
Album Review – Gost – Rites of Love and Reverence
Interview – Images of Eden, Nachgefragt bei Gordon Tittsworth

Cooler Artikel? Diskutiere mit auf Facebook!
[Total: 4 Average: 5]
Teile diesen Inhalt mit anderen