Sorceress of Sin – Constantine – Album Review

Sorcress of Sin – Constantine
Herkunft:
UK
Release:
06.08.2021
Label:
Independent
Dauer:
01:01:40
Genre:
Melodic Metal


Sorceress of Sin ist eine female fronted Metal Band, welche sich 2020 in UK gegründet hat. Sie sind bekannt für ihren melodischen Sound in Kombination mit einem sehr besonderen weiblichen Gesang. Dabei behandelt die Band auch mystische Themen.

Nach ihrem Debütalbum Mirrored Revenge meldet sich die Band nun ein Jahr später mit einem weiteren Kapitel auf ihrer musikalischen Reise zurück. Dabei  wollen sie an den Erfolg ihres ersten Albums anknüpfen und mit dem Werk Constantine noch einen draufsetzen.

Vollgas und super Atmosphäre

Mit dem Einstieg in das Album beweist die Band sofort, dass hier nicht lange gefackelt wird und legt sofort mit viel Power los. Necropolis heißt das gute Stück, welches Intro und gleichzeitig ein bombastisches Meisterwerk ist. Ich würde sagen Einstand nach Maß. Nach kurzer Intro-Phase packt einen der unvergessliche Gesang von Lisa Skinner. Untermauert wird dieser mit einer genial abgestimmten Instrumentierung, die in über sieben Minuten einen unfassbaren Abwechslungsreichtum  aufweist.

Der folgende Song ist nicht minder kraftvoll und nimmt die Atmosphäre mit, welche den Hörer einfach mitreißt. Bei Massacre of Meridian bleibt einem gar nichts anderes übrig als sich mit zu bewegen. Rhythmisch und auch gesanglich sehr gut produziert. Das Stück ist sehr fließend und gut durchdacht was einem beim Hören sehr viel Spaß bereitet. Und auch das Gitarrensolo von Constantine Kanakis rundet das Gesamtbild sehr gut ab.

Mit Realms of Elysium nehmen Sorceress of Sin nochmal ordentlich Fahrt auf. Ein deutlich schnelleres Tempo reißen auch den letzten Zweifel fort, dass die Band ihr Handwerk nicht beherrscht. Auch dieses Stück zeugt von einer enormen Vielseitigkeit in Gesang und Instrumentierung. So ragt hier an einer Stelle ein Opern ähnlicher Gesang besonders hervor.

Wahres Gesangstalent mit vielen Gesichtern

Was mich immer wieder bei dem Album packt ist dieser unfassbare weibliche Gesang. Besonders bei weiblichem Gesang bin ich ganz besonders wählerlisch und nur schwer zu überzeugen. Doch wie schon in den anderen Stücken des Albums hat mich Lisa Skinner auch bei Pathogenic Parasite mit ihrem vielseitigen und besonderen Gesang überzeugt.

Until the Dawn macht seinem Namen alle Ehre und könnte nicht besser betitelt werden. In fast neun Minuten spinnt die Band hier eine düstere Geschichte bis zum Morgengrauen. Den Hörer erwarten hier abwechselnd kraftvolle, aber auch sehr treibende Passagen.

Das nächste Stück ist eine kleine Überraschung. Während die Band viel auf Power und Tempo setzte findet sich in Dimension IV ein ruhiger nahezu nachdenklicher Song. Musikalisch sehr atmosphärisch und treibend, gesanglich mit ganz anderem Gesicht. Lisa Skinner kann also nicht nur Metal singen sondern überzeugt auch mit ihrer gefühlvollen klaren Stimme.

Melodic Metal pur

Ein Highlight jagt das nächste. Auch Erratica strotz vor Genialität und Vielschichtigkeit. Die Band arbeitet hier abwechselnd auch mit Sprechgesangsparts, was dem Song einen weiteren interessanten Aspekt verleiht. Das Hören macht einfach unfassbar Spaß, weshalb ich den Song wirklich jedem empfehlen kann.

Adira fügt sich perfekt in das Gesamtkonzept des Albums Constantine ein. Treibend und unfassbar gut abgestimmt kommt der Song daher. Mir gefallen hier besonders die Tempowechsel innerhalb des Stücks, welche die nötige Abwechslung bringt. Man kann sich hier wie bei den anderen Songs schnell verlieren was einfach von sehr guter muskalischer Arbeit zeugt.

Grandioser Abschluss

Wer so ein gut durchdachtes und gut gearbeitetes Album produziert muss es natürlich auch bombastisch abschließen. Und genau das tun Sorceress of Sin mit ihrem gigantischen Titelsong Constantine. Alleine die bloße Länge von knapp 12 Minuten ist ein Statement, welches seines Gleichen sucht. Man hat das Gefühl die Band vereint hier noch einmal zusammenfassend alle Aspekte des Gesamtswerks in einem Stück, was wie ich finde mehr als gelungen ist.


Fazit
Von einem unfassbar genialen Gesang bis hin zu einer sensationellen Instrumentierung bietet dieses Werk einem wahren Musikfan alles was das Herz höher schlagen lässt. Weil das Album bei mir voll eingeschlagen ist und ich es jedem empfehlen kann gebe ich hier 10 / 10

9,5

Line Up
Lisa Skinner – Gesang
Constantine Kanakis – Gitarre
Tom Maclean – Bass, Orchester-Einflüsse
Paul Skinner – Schlagzeug

Tracklist
01. Necropolis
02. Massacre Of Meridian
03. Realms Of Elysium
04. Pathogenic Parasite
05. Until The Dawn
06. Dimension IV
07. Erratica
08. Adira
09. Constantine

Links
Webseite Sorceress of Sin
Facebook Sorceress of Sin


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