Dream Legacy – Once in a Lifetime – Album Review

Dream Legacy – Once in a Lifetime
Herkunft:
Deutschland
Release:
01.07.2022
Label:
Eigenproduktion
Dauer:
01:11:00
Genre:
Classic Rock / Hard Rock


Mit dem Album Once in a Lifetime legt die Band Dream Legacy aus dem Süden Deutschlands ihr Debüt vor. Man merkt jedoch schnell, dass es sich bei der Band nicht um Newcomer handelt, sondern um erfahrene Musiker. Ins Leben gerufen wurde die Formation von dem Lead Gitarristen Andy Paynes, welcher auch die Musik komponierte. Bei den Texten hat er mit Alan Medeiros zusammengearbeitet. Zur Vervollständigung des Line Up hat sich Paynes seine ehemaligen Weggefährten John und Ryan Zell sowie Ebo Hösch in die Band geholt.

Für die Aufnahmen des Gesangs hat die Band den erfahrenen und vielseitigen Band-, Solo- und Studiomusiker André Carswell verpflichtet, der 17 Jahre lang Sänger der Rock Band Anyones Daughter war. Da Carswell jedoch für Live Konzerte und die Aufnahme neuer Songs nicht zur Verfügung steht, wird die Band ab sofort durch Dustin Hönes verstärkt.

Auf gehts mit dem neuen Genre: Legay Rock!

Dream Legacy steht nach eigener Aussage für: „Unser Leben für Rockmusik zu leben und unseren Traum zu erfüllen, zeitlose Rockmusik zu erschaffen, live zu spielen und unserer Zuhörerschaft ein zeitloses Musikmonument zu geben und zu hinterlassen.“ Die Band hat sich also einiges vorgenommen und verfolgt ein klares Ziel.

Bei der Erschaffung des Albums greift die Band musikalisch auf klassischen, melodischen Hard Rock als Grundgerüst zurück, welchen sie mit weiteren Zutaten wie unter anderem aus progressivem Heavy Rock, Pop und Soul ergänzt.  Das selbst formulierte Ergebnis dieser Mischung ist der Legacy Rock.

what’s going on, in this scary times? Feeling helpless, lost control…

Das Album wird mit dem Riff-Rocker The End Of The World eindrucksvoll eröffnet. Der Song geht schön druckvoll nach vorne, verzichtet aber nicht auf eingängige Melodien und bietet klassischen Hard Rock amerikanischer Prägung. Beim Gesang setzt Carswell hier vorrangig seine Rockröhre ein, und transportiert damit den im Songtext enthaltenen Ärger und die Wut angesichts der Frage „… what’s going on, in this scary times? Feeling helpless, lost control…“.

Mit dem nächsten Song Let It Rock HIER präsentieren Dream Legacy eine stampfende Powerballade mit einem schönen, songdienlichen Gitarrensolo und Gesang der das Spektrum von rockig bis gefühlvoll abdeckt und dabei auch in höhere Tonlagen vorstoßt.

Really Loving You ist ein klassischer Love Rocksong mit viel Soul in den Vocals, bei der die Band sich von ihrer gefühlvollen Seite zeigt.

Der Band gelingt es scheinbar mühelos ihre unterschiedlichen Facetten auch innerhalb eines Songs harmonisch unterzubringen. Das beste Beispiel hierfür ist immer noch klar der Titelsong.

Nicht nur von Hardrock aus den 1980ern inspiriert

Mit Feel The Love HIER und Set Me Free zeigen Dream Legacy, dass geschmackvoller Melodic Hard Rock nicht nur aus den 1980er Jahren stammen muss. Beide Songs hätten sich auch im Soundtrack eines Stallone oder Van Damme Films prima gemacht.

Der Album Closer ist der Song mit dem höchsten Prog-Anteil. Hier kommen gar Erinnerungen an Operation: Mindcrime und Empire von Queensrÿche auf.

Insgesamt bieten Dream Legacy mit dem ganze 15 Songs umfassenden Debüt ein zeitloses Melodic Hard Rock Album mit 1980er Jahre Flair, ohne angestaubt zu wirken. Dazu tragen auch Mix und Mastering durch Hajo Well vom Jowa Studio bei, die transparent und zeitgemäß daherkommen.

Ob das Album nun das Zeug für ein Traumerbe hat, wird die Zeit zeigen müssen. Gute Voraussetzungen hat die Band jedenfalls geschaffen. Spannend wird sein, wie sich der Wechsel des Sängers bei Live-Auftritten und zukünftigen Aufnahmen auswirkt.


Fazit
Dream Legacy
schaffen mit diesem Debüt beste Voraussetzungen, mehr als nur ein Sternchen am Metalhimmel zu werden. Ich für meinen Teil würde mich jedenfalls freuen, wenn es nicht bei Once in a Lifetime bleibt und vergebe starke 8 / 10.

Line Up
John Zell – Gitarre
Ryan Zell – Bass
Dustin Hönes – Gesang
Ebo Hösch – Schlagzeug
Andy Paynes – Gitarre

Tracklist
01. The End Of The World
02. Let It Rock
03. Really Loving You
04. Is It That What You Really Want
05. Always Be Mine
06. Don`t Tell Me Stories
07. Waiting For A Miracle
08. Don`t Waste Your Time
09. Make Your World Better
10. Once In A Lifetime
11. Tiger Of PanDam
12. Ma
13. Feel The Love
14. Set Me Free
15. No Mans Land

Links
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