Damnation Angels – Fiber Of Our Being – Album Review

Damnation Angels – Fiber Of Our Being
Herkunft:
Doncaster / UK
Release:
31.07.2020
Label:
Eigenveröffentlichung
Dauer:
55:53
Genre:
Symphonic Metal


Eigentlich bin ich für Symphonic Metal schwer zu begeistern, denn oft wirkt der Sound mit Pathos überfrachtet oder gut aussehende Frontfrauen überstrapazieren meine Gehörgänge mit Soprangesängen. All das genannte trifft bei Damnation Angels zum Glück nicht zu und deshalb konnte ich mich sehr schnell mit ihrem neuen, rund einstündigen Werk anfreunden.

Doch was erwartet uns nach fünf langen Jahren! Der Vorgänger The Valiant Fire wurde bereits 2015 veröffentlicht.
Ein Blick auf das Line-Up nennt uns mit Iggy Rodriguez einen neuen Mann am Mikrofon, der in meinen Ohren einen kleinen Ticken rauer, doch nicht weniger gefühlvoll als sein Vorgänger rüber kommt. Von der musikalischen Ausrichtung her hat sich wenig geändert: dominierender Gesang, getragen von orchestralen Teppichen, kräftige Gitarren und zerbrechliches Pianospiel.

Überhaupt lebt Fiber Of Our Being von der gelungenen Mischung aus Durchstartern, wie dem Opener More Than Human HIER, oder dem kräftigen Stampfer Railrunner, der gegen Ende mächtig beschleunigt.

Der folgende Titeltrack zeigt Iggy Rodriguez in Bestform und präsentiert einen Refrain mit 100% Ohrwurmcharakter, wovon ihr euch HIER gerne überzeugen könnt.
Wo viel Gefühl ist, da sind auch Balladen nicht weit. Mit dem sanft beginnenden und sich an Intensität steigernden Our Last Light wird dicke Gänsehaut gezaubert.
Im Mittelteil des Albums sind drei Hochkaräter platziert. Alle Tracks sind symphonische Rocker, von denen mir besonders das wandelbare Greed And Extinction gefällt.

Doch der Höhepunkt folgt noch. Mit Remnants Of A Dying Star hält die Band noch ein kompositorisches Werk mit Überlänge parat. Stampfendes Midtempo wechselt mit instrumentalen Passagen, Gitarren sorgen für dezente Schwere, während das Piano emotionale Tupfer einstreut. Ein Meisterwerk, das so geschickt aufgebaut ist, dass die knapp dreizehn Minuten wie im Fluge vergehen.

Es erscheint danach schwer noch einen hochwertigen Schlusspunkt zu setzen. Doch mit der abschließenden Ballade A Sum Of Our Parts wird der Hörer geradezu in Emotionen eingehüllt und würdig aus dem Album geführt. Das dazugehörige Video möchte ich euch nicht vorenthalten. Ihr könnt es HIER ansehen.


Fazit
Ein exzellentes Album, bei dem es keinen einzigen Aussetzer gibt. Wer auf Melodie, Gitarren und eine Klasse Produktion steht, der kommt an Fiber Of Our Being nicht vorbei. Pflichthören ist angesagt und deshalb eine vortreffliche Wertung: 9 / 10!

Line Up
Iggy Rodriguez – Gesang, Gitarre, Piano
Nic Southwood – Bass
William Graney – Gitarre, Synthesizer
John Graney – Schlagzeug

Tracklist
01. More Than Human
02. Railrunner
03. Fiber Of Our Being
04. Our Last Light
05. Rewrite The Future
06. Fractured Amygdala
07. Greed And Extinction
08. Remnants Of A Dying Star
09. A Sum Of Our Parts

Links
Facebook Damnation Angels
Webseite Damnation Angels


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