Chaos Over Cosmos – The Silver Lining Between the Stars – Album Review

Chaos Over Cosmos – The Silver Lining Between the Stars
Herkunft:
Polen / USA
Release:
01.08.2021
Label:
Eigenverlag
Dauer:
35:11
Genre:
Technical Progressive Metal


Normalerweise kennt man als geneigter Hörer ja gerne die Bands und die Musiker, die einem den Stoff liefern, den man so begehrt, zumindest von Bildern oder Videos. Schließlich transportiert eben diese visuelle Präsenz eine gewisse Nähe und eine zusätzliche Verbindung zum eigentlichen Kern der Sache, nämlich der Musik. Das Projekt Chaos Over Cosmos verzichtet weitestgehend auf dieses Mittel und stellt sein Schaffen komplett in den Vordergrund.

Musik, ohne jegliche Ablenkung

Was auch sicher daran liegt, dass man es mittlerweile einem transatlantischen Projekt zu tun. Der Kopf des Projektes, Songschreiber und Multiinstrumentalist Rafal Bowman sitzt im polnischen Warschau, während der Vokalist und Texteschreiber KC Lyon in den fernen USA residiert. Zusammen veröffentlichen die beiden in Eigenregie das dritte Album The Silver Lining Between the Stars, welches physisch auf CD verlegt werden wird.

Das Album kann HIER in voller Länge kostenfrei angehört werden. Da die Vorgänger ebenfalls ohne Kosten gestreamt werden können, merkt man im direkten Vergleich, dass Chaos Over Cosmos auf ihrem neuen Werk hart und sperrig wie eh und je zur Sache gehen. Ecken und Kanten sind genügend vorhanden. Der Sängerwechsel fällt vielleicht im direkten Vergleich auf, bei den Growls und Screams sind die Unterschiede erst bei genauerem Hinhören bemerkbar. Die Gitarrenarbeit ist messerscharf, die Vocals sind rauh und extrem. Gepaart mit dem futuresken Coverartwork bekommt der Hörer den Eindruck von einer kalten, rauen Welt im SciFi Design. Die sich natürlich in der Kälte des Sounds wiederspiegelt.

Kalte, schwer zu durchdringende Songstrukturen

Der zugänglichste Song ist sicherlich The Last Man in Orbit mit nachvollziehbaren Wendungen und Songstrukturen. Am abwechslungsreichsten sind die beiden Zehnminüter Violent Equilibrium und The Sins Between The Stars. Die programmierte Rhythmusfraktion ist teilweise hart und schnell, sodass der Genuss dieses anspruchsvollen Tech Progressive Metal zeitweise eine Herausforderung darstellt.

Zeitweise mutet das Geschehen wie eine Technikdemonstration an, bei der viel los ist und oft weniger mehr wäre. Das ist allerdings Meckern auf einem sehr hohen Niveau, Rafal Bowman versteht sein Handwerk.


Fazit
Das dritte Album The Silver Lining Between the Stars zeigt Chaos Over Cosmos in gewohnter technischer Hochleistung. Hier ist viel los, und der Hörer hat mit den harten Songstrukturen wahrlich einen dicken Brocken vor sich. Fans des Genres werden ihre helle Freude haben.
Für mich sind das 8 / 10.

 

Line Up
KC Lyon – Gesang, Lyrik, Songwriting
Rafal Bowman – Gitarren, Synthesizer, Schlagzeug Programmierung, Songwriting
Nekkomix Studio – Mix / Mastering

Tracklist
01. Violent Equilibrium
02. The Last Man in Obrit
03. Eternal Return (instrumental)
04. Control ZED
05. The Sins Between the Stars

Links
Facebook Chaos Over Cosmos
Bandcamp Chaos Over Cosmos


Außerdem auf Soundmagnet.eu
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