Aschenvater – Landungsfeldmassaker – EP Review

Aschenvater – Landungsfeldmassaker
Herkunft:
Deutschland
Release:
30.04.2021
Label:
Dead Center Productions
Dauer:
27:20
Genre:
Death Metal


Mit Aschenvater veröffentlicht ein deutsches dreiköpfiges Death Metal Gespann ihre Debüt EP. Das Interesse für Warhammer 40K sorgte alsbald dafür, dass man ein thematisches Korsett zur Hand hatte, welches man mit Old School Death Metal befüllen konnte. So bezieht sich einerseits der Bandname selbst auf das Warhammer Universum als auch der Albumtitel Landungsfeldmassaker, unter dem eine blutige Schlacht bekannt wurde.

Keine Gefangenen

Wie es der Albumtitel bereits vermuten lässt, wird nicht allzu lange herumgeplänkelt, sondern mit Der Beginn // Tag der Abrechnung ein zweiminütiges Instrumental Intro abgefeuert, das bereits ordentlich Schub gibt. Treibende Kick Elemente gepaart mit düster anmutenden Gitarren dienen als Aufwärmübung für das was da noch auf einen zukommen mag. Sturmreif // Der Verräterkönig geht dann gleich direkt in die Vollen. Ohne viele Verschnörkelungen wird gnadenlos durchgeknüppelt was das Zeug hält. Die Shouts von Markus sind für heutige Verhältnisse beinahe schon ungewohnt unverzerrt, aber dem Konzept Old School absolut dienlich und passen perfekt zum restlichen Song.

Im Feuersturm // Entfesselte Götter lässt es die ersten drei Minuten vergleichsweise ruhig angehen und mutet beinahe schon doomig an. Die zweite Hälfte des Songs ist dann dafür wieder Aggression pur und lädt dazu ein, mal eben sein Wohnzimmer zu demolieren.

Ein wahrhaftes Massaker

Mit Blut auf schwarzem Sand // Im Todesrausch beginnt man ebenfalls etwas gesitteter, wobei hier treibende Midtempo Passagen den Takt vorgeben. Diese sind allerdings nicht von allzu langer Dauer, ehe wieder in den Knüppelmodus geschaltet wird. Zwischendurch kommt dann aber doch ein weiterer Midtempo Part, der zeigt, dass brutal nicht unbedingt übermenschlich schnell sein muss. Massaker // Echos ist dann ein dreieinhalbminütiges Instrumental Stück, das mit Maschinengewehrintro startet und dann durchgängig auf mittlerem Tempo bleibt. Auch hier gilt, wie bereits auf dem bisherigen Album, dass die Riffs sich aufs wesentliche konzentrieren. Das heißt sie beinhalten keine unnötigen Soli oder Melodien sondern sollen ausschließlich Hass und Aggression ausstrahlen was wirklich hervorragend gelingt.

In Durch das Kadavermeer // Geschenke des Krieges , das im Vorfeld HIER veröffentlicht wurde, läuft die Band dagegen wieder zur sportlichen Höchstform auf. Blastbeats wechseln sich mit kurzen Breaks ab und jedem alteingesessenen Death Metal Fan sollte hier das Herz aufgehen. Verräter // Visionen der Hölle schlägt zum Abschluss nochmal genau in dieselbe Kerbe und macht so wie die bisherigen Songs einfach Spaß und man kann nur hoffen, dass sich diese als reine Studioprojekt geplante Band vielleicht doch noch auf die Bühnen dieser Welt traut, sodass man hier den einen oder anderen Moshpit mitnehmen kann.


Fazit
Aschenvater liefern mit Landungsfeldmassaker genau das ab, was man von einer klassischen Death Metal Band erwartet. Ohne viel Hokuspokus gibts über die volle Distanz gnadenlos auf die Zwölf und die Wohnungseinrichtung ist bei jedem Durchlauf ein bisschen mehr in Gefahr. Für Fans des Genres auf jeden Fall den ein oder anderen Blick wert. Dafür gibts hier 8 / 10

Line Up
Oliver – Gesang
Marko – Gitarren
Marcus – Bass

Tracklist
01. Der Beginn // Tag der Abrechnung
02. Sturmreif // Der Verräterkönig
03. Im Feuersturm // Entfesselte Götter
04. Blut auf schwarzem Sand // Im Todesrausch
05. Massaker // Echos
06. Durch das Kadavermeer // Geschenke des Krieges
07. Verräter // Visionen der Hölle

Links
Facebook Aschenvater
Bandcamp Aschenvater


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