Thyrfing – Vanagandr – Album Review

Thyrfing – Vanagandr
Herkunft:
Schweden
Release:
27.08.2021
Label: Despotz Records
Dauer:
49:34
Genre:
Pagan Metal / Viking Metal


Acht Jahre nach Ihrem letzten Albumrelease tauchen die schwedischen Viking-/Paganmetaller aus der Versenkung auf und im Gepäck haben sie acht neue epochal-mystisch angehauchte Songs.
Die Band meint, ein Bindeglied zwischen alten und neuen Thyrfing-Werken geschaffen zu haben. Diesbezüglich haben auch die drei Vorabsingles super neugierig gemacht und bestätigten die Aussage der Band.

Der Titel Vanagandr, der Fenriswolf, deutet auf skandinavische Geschichten und Mythen hin. In der Vergangenheit hat es die Band geschafft, wie keine zweite, diese Erzählungen musikalisch ideal umzusetzen und mich damit zu begeistern. Sind wir gespannt, ob die Band ihr Level aus der angesprochenen Zeit halten kann.

Frontmann Jens Rydén ist einfach legendär

Die Schweden besitzen bei mir auch einen Sänger-Bonus. Jens Rydén ist für mich eine Frontmann-Legende. Dieser Sänger hat eine derartig energetisch-kraftvolle Stimme, die mich einfach umwirft und erst am Ende des Albums loslässt. Der Opener Döp dem i eld offenbart diese Stärke umgehend. Jens ist ein Tier am Mikrofon und verleiht der Powernummer noch mehr Stärke. Irgendwie bringt er dich zum Mitsingen auch wenn du gar kein schwedisch kannst. Ein klassischer Thyrfing-Song mit feinen Keyboard-Klängen, die bei der Band einfach dazugehören. Eine Hörprobe, könnt ihr euch HIER reinziehen. Undergångens länkar besticht mit durchdringenden Melodie, die sofort im Gedächtnis hängen bleibt. Ein epischer Track mit leichten Folk-Element und dem der typischen Energie. Starkes Ding!

Thyrfing machen klar, wer zur absoluten Genre Spitze gehört

Mitreißend und gespickt mit mächtigen orchestralen Klängen vollzieht Rötter seine Runden. Eingestreute Chöre und der Klargesang von Gastmusiker Toni Kocmut und groovige Gitarrenpassagen runden den Song perfekt ab. In Fredlös machen Thyrfing eindeutig klar, wer zur absoluten Spitze in diesem Genre gehört. Hier reichen sich Dynamik und epische Klangfolgen die Hand. Zur Dynamik tragen Gitarrensolis und leichte Blastbeats bei. In Zusammenspiel mit der Hauptmelodie, könnten es Bestandteile für einen Prototypen eines Song-Baukasten sein: Wie bastele ich mir den richtigen Song im Pagan-/Viking Metal Genre.

Als musikalische Unterlegung für einen schwedischen Märchenonkel, der einer Horde schwer erziehbarer Jugendliche mit Gewaltpotential Geschichten vorliest, ist bestens das vor Härte strotzende Järnhand, als auch der groovige Folkhammer Håg och minne, welches mit seinem Riff stark an Led Zeppelin erinnert, zu empfehlen.

Meine Lieblingsnummern vom Album sind aktuell Träldomsord und Jordafärd. Beide Nummern enthalten den skandinavischen Geist der ersten Alben und die Intensität der neueren Alben. Letzt genannter würde, mit seiner Erhabenheit, auch ideal als Soundtrack zu einer Vikinger-Mittelalter Serie passen. Soundtechnisch hat Jacob Hansen einen wunderbaren Job abgeliefert und dem Album viel Druck und Klarheit verliehen.


Fazit
In der Kürze liegt die Würze – Thyrfing haben mit Vanagandr das Album des Jahres in ihrem Genre erschaffen und können richtig stolz auf das Ergebnis sein. Die Pause hat der Band nicht geschadet. Mit einer Menge an Intensität, Ehrlichkeit und einem überragenden Jens Rydén schafft es die Band bei mir zu punkten. Aus der Versenkung zurück in mein Herz und einer tollen 9 / 10

Line Up
Jens Rydén – Gesang
Patrik Lindgren – Gitarre
Fredrik Hernborg – Gitarre
Joakim Kristensson – Bass & Keyboards
Dennis Ekdahl – Schlagzeug

Tracklist
01. Döp dem i eld
02. Undergångens länkar
03. Rötter
04. Fredlös
05. Järnhand
06. Håg och minne
07. Träldomsord
08. Jordafärd


Links

Facebook Thyrfing 
Instagram Thyrfing
Webseite Thyrfing


Außerdem auf Soundmagnet.eu
Album Review – Wardruna – Kvitravn
Interview – Blutengel, Nachgefragt bei Chris Pohl
Album Review – Sleepwalker – Monument from the Void

Cooler Artikel? Diskutiere mit auf Facebook!
[Total: 2 Average: 5]
Teile diesen Inhalt mit anderen
fb-share-icon