Suzi Quatro – The Devil In Me – Album Review

Suzi Quatro – The Devil In Me
Herkunft:
USA
Release:
26.03.2021
Label: Steamhammer / SPV
Dauer:
44:56
Genre:
Hard Rock


Suzi QuatroDie US-Amerikanerin Suzi Quatro zählt zweifelsohne zu den Urgesteinen der Rock-Szene. Ihr erstes Album kam bereits 1973 heraus, aber auch 2021 denkt die Powerfrau nicht an den Rückzug.

Für ihr neuestes Werk The Devil In Me hat die Musikerin wiederum mit ihrem Sohn Richard Tuckey zusammengearbeitet. Weil wegen der Corona-Pandemie rund 100 ihrer Shows abgesagt wurden, haben die beiden kurzerhand entschlossen, die freie Zeit zum Schreiben neuer Musik zu nutzen. Das Resultat sind 12 Songs, die laut Suzi Quatro zu den besten ihrer Karriere zählen. Das sagen Musiker zwar oft, wenn allerdings eine Ikone sowas behauptet, bekommt diese Aussage trotzdem ein gewisses Gewicht.

Alles auf den Punkt gebracht

Der Opener und Titeltrack The Devil In Me ist ein geradliniger Hard Rock-Song mit einer starken Hookline. Das Lied ist, so wie auch alle anderen Nummern am Album, glasklar und drückend produziert, ohne auf Hochglanz poliert worden zu sein. Du kannst das Video zum Song HIER finden.

Hey Queenie kommt mit einem Mitsing-Refrain daher, genau wie Betty Who? mit seinen knackigen Gitarrenriffs. You Can’t Dream It wirkt etwas poppiger, aber im positiven Sinne – der Gesang steht im Vordergrund und gelegentliche Klavierklänge untermauern diesen Ohrwurm.

Mit My Heart And Soul folgt die obligatorische Ballade, die trotz ihres weihnachtlichen Textes nicht deplatziert wirkt. Die Nummer ist mit gut fünf Minuten das längste Lied am Album, was zu einem weiteren Pluspunkt führt: Viele ältere Acts verlieren sich auf ihren Spätwerken in ihren Song-Strukturen und erschaffen eher langatmige Lieder. Nicht so Suzi Quatro: Die Songs sind allesamt knackig und auf den Punkt gebracht.

Kein Spätwerk, sondern eine Steigerung

Im weiteren Verlauf des Albums wechseln sich weiterhin Rock-Songs mit ruhigeren Nummern ab. Ob beim Blues-lastigen Isolation Blues oder beim treibenden I Sold My Soul – man erkennt stets, das hier Profis am Werk sind. Außerdem hört man die Freude an der Musik heraus, hier wird offensichtlich noch immer mit viel Leidenschaft gearbeitet.

Nach der letzten Nummer Motor City Riders ist man dadurch versucht, die Platte gleich noch einmal von vorne zu starten. Akzentuierter Hard Rock, der auch in seinen ruhigeren Momenten überzeugen kann, gepaart mit purer Spielfreude – Hier ist für jeden etwas dabei.


Fazit
The Devil In Me ist von Anfang bis Ende eine starke Rock-Scheibe. Suzi Quatro hat’s einfach immer noch drauf und zeigt der Szene auch 2021 noch, wo der Hammer hängt. Wer mit hochwertigem Rock was anfangen kann, sollte hier unbedingt reinhören. Starke 9 / 10.


Line Up
Suzi Quatro
Richard Tuckey

Tracklist
01. The Devil In Me
02. Hey Queenie
03. Betty Who?
04. You Can‘t Dream It
05. My Heart And Soul
06. Get Outta Jail
07. Do Ya Dance
08. Isolation Blues
09. I Sold My Soul Today
10. Love‘s Gone Bad
11. In The Dark
12. Motor City Riders
13. Can I Be Your Girl (nur auf LP)
14. Desperado (nur auf LP)

Links
Facebook Suzi Quatro
Instagram Suzi Quatro


Außerdem auf Soundmagnet.eu
Interview – Nachgefragt bei The Hawkins
Kolumne –  Alt und Neu aus meinem Plattenschrank, Blues Pills
Album Review – Alice Cooper – Detroit Stories

Cooler Artikel? Diskutiere mit auf Facebook!
[Total: 5 Average: 5]
Teile diesen Inhalt mit anderen