Spellbook – Magick & Mischief – Album Review

Spellbook – Magick & Mischief
Herkunft:
York, Pennsylvania / USA
Release:
25.09.2020
Label: 
Cruz Del Sur Music
Dauer:
45:27
Genre:
Retro Rock / Heavy Metal


Die Amerikaner Spellbook haben unter dem Namen Witch Hazel bereits drei Veröffentlichungen hinter sich. Größtenteils wurden diese nur digital und in Eigenregie veröffentlicht.

Letztes Jahr nahm man dann ein Angebot von Cruz Del Sur Music an und benannte sich in diesem Zuge in Spellbook um. Das sicher wohl auch, weil es weitere weitere Band dieses Namens bereits gab.

Mit viel Aufbruchstimmung zog man 2019 ins Studio um Magick & Mischief als neues Highlight einzuspielen.

Gespeist aus der Vergangenheit

Das Album startet schnell und eingängig mit Wands to the Sky. Das Schlagzeugintro erinnert an Rainbow und die Gitarrenharmonien an Iron Maiden. Beim prägenden Gesang wird klar, das dieser beim Hörer der Knackpunkt über Gefallen oder Missfallen sein wird. Einerseits sind die Vocals von Nate Tyson gewöhnungsbedürftig, aber andererseits auch ein Alleinstellungsmerkmal mit hohem Wiedererkennungswert. Einen ersten Eindruck zum Warmwerden könnt ihr euch HIER abholen.

Musikalisch zielt alles auf 1970er Jahre Retro Rock in Verbindung mit 1980er Jahre Heavy Metal ab. Die Mischung ist stimmig, klingt frisch und ist frei vom Staub vergangener Tage. So finden sich beim Opener Deep Purple Zitate mit 1970er Jahre Orgel und beim sich anschließenden Black Shadow werden Harmonikastücke eingestreut. Spellbook setzen spürbar abwechslungsreiche, musikalische Tupfer in ihre Kompositionen.

Ominous Skies lebt vom dominanten Bass und bietet gegen Ende auch der Gitarre genügend Platz sich auszutoben. Dann folgt mit Not Long for This World ein dunkles Stück in bester Doom-Manier. Das Stück könnt ihr HIER wirken lassen. Die Parallelen zu Black Sabbath sind unüberhörbar, aber auch Erinnerungen an Orchid werden durch Songaufbau und Gesang wach.

Motorcade nimmt schnell Fahrt auf und ist geprägt von einem unglaublich geilen Bass, den harten Riffs und einer, das Drumspiel ergänzenden, Kuhglocke. Was folgt ist mit Amulet ein potentieller Hit. Vom ersten Ton an werden bei mir Erinnerungen an The Devils Blood wach.  Die Melodie prägt sich sofort ins Gehirn ein und verbleibt dort auf Stunden. Was für ein Ohrwurm! Ihr könnt euch HIER damit infizieren.

Eine Überraschung zum Schluss

Nach Amulet endet das herkömmliche Album, denn das abschließende Dead Detectives weist eine komplett andere Struktur als der Rest vom Magick & Mischief auf. Dead Detectives ist ein über elfminütige musikalisches Hörspiel als logische Konsequenz des künstlerischen Gesamtkonzept. Hier verschmelzen Story, Musik, Erzähler, Telefonate und Hintergrundgeräusche mit dem großartigen Coverartwork zu einer opulenten Geschichte. Die vielen entstehenden Bilder im Kopf sind das was dieses Stück so großartig macht.


Fazit
Magick & Mischief ist eine gelungene, musikalische Reise, angereichert mit Zitaten der 1970er und 1980er Jahre.
Das Album wird gekrönt vom Hit Amulet und das Gesamtkonzept vervollständigt durch Dead Detectives.
Große Klasse und deshalb 9 / 10.

Line Up
Nate Tyson – Gesang
Andy Craven – Gitarre
Selbert Lowe Jr – Bass
Nicholas Zinn – Schlagzeug

Tracklist LP-Version
01. Wands to the Sky
02. Black Shadow
03. Ominous Skies
04. Not Long for This World
05. Motorcade
06. Amulet (Single Version Vinyl, Fare Thee Well CD)
07. Dead Detectives

Links
Bandcamp Spellbook
Facebook Spellbook


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