Rumours – Neither Innocent Nor Wavering – EP Review

Rumours – Neither Innocent Nor Wavering
Herkunft:
Deutschland
Release:
25.09.2020
Label:
Lupercalia Records
Dauer: 18:05
Genre:
Heavy Rock


Rumours-BandfotoRumours präsentieren uns mit Neither Innocent Nor Wavering ihre Debüt-EP. Viel geben sie uns dabei nicht bekannt, außer dass sie wenig von Prog-Spielereien und “okkultem Hokuspokus” halten.

Stattdessen strotzen ihre Texte vor Zynismus für diese Welt, ohne dabei allzu bemüht “Anti” sein zu wollen. Enttäuschung und stellenweise Apathie stehen im Vordergrund. Denn: “Optimismus und Pessimismus unterscheiden sich nur durch das Datum von Armageddon.

Rockiger Pessimismus

Die EP startet mit dem Song Grinder. Musikalisch frönt die Band dem klassischen Rock’n’Roll. Die Nummer erinnert an eine Oldschool-Version von End of Green mit radikalerem Text. Dabei wirkt das Lied tatsächlich frei von Ballast und konzentriert sich auf die Kernzutaten guter Rock-Musik. Den Beweis findest du HIER.

Weiter geht’s mit Meat. Die Nummer ist etwas energiegeladener. Textzeilen wie …And the night becomes my only friend… oder …I don’t care… klingen tatsächlich authentisch, im Gegensatz zum Gesang so mancher Bands der düsteren Spielart. Mit Doom Metal oder Gothic-Sound hat die Musik übrigens weiterhin nichts zu tun, trotz der Lyrics.

Black Milk ist mit knapp sechs Minuten der längste Song der EP. Auch wenn die Band nicht in die Okkult-Rock-Schiene eingeordnet werden will, so klingt das Lied streckenweise nach genau diesem Genre. Die Hookline wirkt leicht psychedelisch, in den letzten zwei Minuten werden Tempo und Rhythmus etwas angezogen.

Den Abschluss der EP bildet Sunny Days, Dark Souls. Der Song wirkt wie ein Mix aus rotzigem Punk Rock, 1980er Jahre Hard Rock und etwas doomigen Klängen. Dadurch bleibt er über die Gesamtlänge spannend und macht einerseits gute Laune, die andererseits vom Gesang konterkariert wird.


Fazit
Durch ihren Ansatz erinnert die Band ein wenig an Jack Frost oder die bereits genannten End of Green. Trotzdem hat die Combo auf Neither Innocent Nor Wavering einige Unterscheidungsmerkmale, beispielsweise den klischeebefreiten Heavy Rock der alten Schule. Rumours sind echte Schwarzseher. Vielleicht ist ihre EP ja deswegen ein Treffer ins Schwarze (Badum-Tss). Die deutsche Band kombiniert ihre negative Botschaft mit einem straighten Sound, ohne in Jammerei und Klischees abzudriften. Etwas mehr Abwechslung könnte aber nicht schaden, um den Hörer des öfteren zum Auflegen der Platte zu animieren.
Zusammengefasst macht die EP Lust auf mehr und führt zu wohlverdienten 8 / 10. Vielleicht verbessert das die negative Weltsicht von Rumours ja ein bisschen, vermutlich aber eher nicht.

Line Up
Unbekannt

Tracklist
01. Grinder
02. Meat
03. Black Milk
04. Sunny Days, Dark Souls

Links
Bandcamp Rumours


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