Red Machete – High Tension – Album Review

Red Machete – High Tension
Herkunft:
Österreich
Release:
02.07.2021

Label: Bleeding Star
Dauer:
43:34
Genre:
Classic Rock


Mit High Tension bringen die Linzer Classic Rock Urgesteine Red Machete ihr zweites Album unter die Menge. Die Band, die einigen bereits aufgrund ihrer großartigen Liveperformances ein Begriff sein dürfte, hat in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass sie diesen Spirit auch im Studio bringen können.

Dementsprechend darf man hier ein weiteres Highlight im Stil der 1970er Jahre erwarten.

Rock’s not dead

Der Opener Runaway, der im Vorfeld bereits HIER und auf 12“ Maxi Single veröffentlicht wurde, lässt in einem auch sofort den Wunsch keimen, mit dem nächsten Gefährt in Richtung Sonnenuntergang zu düsen. Mit mäßigem Tempo, äußerst catchy Riffs und eingängigem Refrain bringt der Titel alles mit, was es zum Hit braucht.

Auch Outlaw geht stilistisch in dieselbe Ecke. Hier wird nicht versucht, eine großartig komplexe Komposition und technisches Gefrikkel einzubauen, sondern ganz geradlinig ein Song durchgespielt, der zum Mitsingen animiert. Rising High dagegen macht gleich am Anfang klar, dass man das durchaus könnte, wenn man wollte. Nach einem kurzen, aber großartigen Gitarrensolo geht es mit groovigen Riffs und cheesy Lyrics weiter.

Bei Blood Red Summer hat man zwar das Gefühl, dass man das Refrain Riff schon mal irgendwo gehört hat, aber das soll vorkommen. Solang das Gesamtkonzept musikalisch auf diesem Level umgesetzt wird, darf man auch unabsichtlich kopieren.

Nicht viel Luft nach oben

Unlimited Love fühlt sich an, als ob man hier die Handbremse gelöst hätte und scheint etwas schneller zu sein als die bisherigen Songs. Auch hier gilt erneut: Ein Song mit Hitpotenzial garniert mit einem sportlich anmutenden Gitarrensolo und untermalt mit Basslines, die nicht großartig auffallen, aber wenn sie fehlen würden, hätte man nur noch einen halben Song. Auch die gesangliche Performance von Marco Hadzic soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Ganz großes Kino.

Take Me Back lässt es dagegen wieder ruhiger angehen und schafft den Spagat zwischen Ballade und Rockhymne mehr als passabel. Man merkt auch hier, dass das Album durchwegs live aufgenommen wurde, was dem Sound eine gewisse Dynamik verleiht, die es heutzutage auf viel zu wenigen Alben gibt. So ist auch bei Gimme More der Name Programm. Mehr Rock, mehr Ohrwürmer, einfach mehr von allem und davon am besten viel. Highway to Nowhere gibt sich diesbezüglich ebenfalls keine Blöße und kommt noch dazu mit ordentlich Schub daher, ehe mit Weekend der wohl ultimative Gute Laune Track des Albums angerauscht kommt, der durchaus auch an Dienstagen die Stimmung heben dürfte. Mit Motor Lover wirds nochmal extra cheesy. Und so neigt sich ein großartiges Album ohne Aussetzer, aber mit einer unglaublichen Hitdichte dem Ende zu.


Fazit
Red Machete machen mit High Tension alles richtig. Von den zehn Songs ist kein einziger dabei, den man nicht gerne mal live erleben würde. Da das genau das ist was die Band ausmacht, kann man hier nur lobende Worte aussprechen. Es ist groovy, es ist cheesy und es macht schlicht und ergreifend einfach Spaß. Dafür gibt es hochverdiente 9 / 10.


Line Up
Marco Hadzic – Gesang, Gitarre
Klaus Fischer – Schlagzeug
Christoph Hanna – Bass

Tracklist
01. Runaway
02. Outlaw
03. Rising High
04. Blood Red Summer
05. Unlimited Love
06. Take Me Back
07. Gimme More
08. Highway to Nowhere
09. Weekend
10. Motor Lover

Links
Webseite Red Machete
Facebook Red Machete


Außerdem auf Soundmagnet.eu
Album Review – Wildstreet – III
EP Review – Börtmens Thunderjunkies – Two Tracks
Album Review – Reinforcer – Prince Of The Tribes

Cooler Artikel? Diskutiere mit auf Facebook!
[Total: 2 Average: 5]
Teile diesen Inhalt mit anderen