Mosh-Pit Justice – The Fifth of Doom – Album Review

Mosh-Pit-Justice – The Fifth of Doom
Herkunft:
Bulgarien
Release:
14.08.2020
Label: Iron Shield RecordsDoc Gator Records
Dauer:
42:28
Genre:
Bay Area Thrash Metal / Heavy Metal


Bis jetzt war Bulgarien durch seine vielfältigen ethnischen Kulturen und dem angrenzenden Schwarzen Meer bekannt. Nun versuchen drei bulgarische Thrasher alter Schule ebenso diesen Bekanntheitsgrad zu erlangen. Nach vier, im Underground gelobhudelten Alben, erfolgt nun der fünfte Streich mit The Fifth of Doom. Laut Band erwartet uns ein Mix aus traditionellen Heavy Metal und Thrash Metal.

Das Bandmaskottchen und wiederkehrendes Covermotiv von Mosh-Pit Justice ist ein ausgewachsener Silberrücken Gorilla. Dieser verspricht Energie und Dominanz. Also wollen wir schauen, ob das Versprechen auch erfüllt wird.

Thrash vom Schwarzen Meer

Zuerst fallen mir die stimmlichen Ähnlichkeiten von Sänger Georgy Peichev zu Russ Anderson von Forbidden auf. Schon beim Opener Designed To Suffer schießt mir dieser Gedanke sofort in den Kopf. Ebenfalls sehr prägnant sind die typischen Bay-Area Thrash Riffs. Allerdings fehlt diesem Song und auch den folgenden Song das gewisse Etwas, was sich sofort in den Gehörgang festsetzt. Die Riffs sind zum Teil wirklich hervorragend arrangiert und pfeilschnell.

In diesem Punkt stechen speziell die Tracks, Voices Below, mit überragendem Mittelteil, der Nackenbrecher Down We Bleed und das  Albumhighlight My Transgression, hervor.

Im angesprochenen Albumhighlight, finden sich genau diese Wiedererkennungswerte wieder, welche das ganze Album noch besser machen würde. Ein harmonisches Zusammenspiel aus der hohen Stimmlage von Georgy und den Thrash-Attacken, der Instrumenten-Fraktion.

Irgendwie ist The Fifth of Doom wie eine Marienkäfer-Achterbahnfahrt, jeder Song beginnt mit einem Höhepunkt und während der Fahrt wird dieses Niveau nicht aufrecht gehalten. Ins gleiche Horn bläst ebenso die selbstbetitelte Halbballade. Produktionstechnisch ist man auf einem guten Level und kann durchaus mit den Genregrößen mithalten.


Fazit
The Fifth of Doom hat mit seiner Mischung aus Bay-Area Thrash und dem klassischen Heavy Metal Gesang von Georgy wirklich gute Momente. Nur kommt, der acht Song starke Mosh-Pit Gorilla, bei mir nicht so richtig in Fahrt. Erst nach etlichen Durchläufen hat sich das Album bei mir durchgekämpft. Entweder man liebt den Thrash von Mosh-Pit Justice oder man hasst ihn. Meinerseits spricht eher von einer Hassliebe, die zu einer platonischen Beziehung tendiert und daher vergebe ich zögerliche 7,5 / 10.

Line Up
Georgy “ Peich “ Peichev – Gesang
Staffa Vasilev – Gitarre, Schlagzeug, Background Gesang
Mariyan G. – Bass

Tracklist
01. Designed to Suffer
02. Destined to Row
03. Voices Below
04. Into the Light
05. Down we Bleed
06. The Fifth of Doom
07. To Find Peace

Links
Facebook Mosh-Pit Justice
Bandcamp Mosh-Pit Justice


Außerdem auf Soundmagnet.eu
Album Review –
Dead Tree Seeds – Push the Button
Kolumne – Soundmagnet.eu bekommt eigenes Merch
Interview – Stygian Crown – Nachgefragt bei Melissa, Andy und Rhett

Cooler Artikel? Diskutiere mit auf Facebook!
[Total: 3 Average: 5]
Teile diesen Inhalt mit anderen
fb-share-icon