Molybaron – The Mutiny – Album Review

Molybaron – The Mutiny
Herkunft:
Irland / Frankreich
Release:
21.05.2021
Label:
Editions Hurlantes
Dauer:
44:39
Genre:
Alternative Metal / Progressive Metal


Mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum konnte der irisch-französische Progressive Metal/Rock Vierer 2017 die Fachpresse ziemlich beeindrucken. Nun ist die vielversprechende Band um den charismatischen Frontkopf/Sänger Gary Kelly mit einem Album zurück, das sie schon letztes Jahr fertig geschrieben haben und schon mit drei Vorabsingles mehr als glänzen konnten.

Gary meinte im Vorfeld, er sei extrem Stolz auf dieses Album ist und um eins vorweg zu greifen, dieses Gefühl ist durchaus berechtigt. Die Weiterentwicklung schreitet voran und 2021 könnte ihr Jahr werden.

Die Stimme im Rampenlicht

Schon jetzt ist Garys Gesang aus meinem Kopf nicht mehr wegzudenken. Ähnlich wie Gesangskünstler vom Schlage eines Serj Tankian oder Sully Erna hält er locker die technischen Fertigkeiten seiner instrumentalen Bandkollegen und trägt die Stücke mit seiner ausdrucksstarken Stimme. Darüber hinaus spielt er auch noch die zweite Gitarre. Als besonderes Beispiel für sein außergewöhnliches Können, möchte ich euch den groovigen Gassenhauer The Lighthouse und den symphonischen Riffkiller The Hand That Feeds You ans Herz legen.

Perfekte Hooklines am laufendem Band

Das Album hat eingängige anspruchsvolle Songs, die durch druckvolle Riffs und der progressiven Spielart, auch dem Scheuklappen Hörer gefallen könnte. Jeder einzelne in der Band zeigt welch spielerisches Vermögen in ihm steckt. Die Bassläufe von Sebastien im genialen Prosperity Gospel und dem hypnotischen Kraftmeier Something For the Pain lassen das Herz von Tieftöner Sound-Fans höher schlagen. Opener Animals überzeugt mit kraftvoll-rhythmischen Riffs und einer Wahnsinns Hookline, die Songs von System of the Down ähnelt. Molybaron macht aber Ihr Ding und das ist auch gut so. HIER könnt ihr euch das Video einverleiben.

Den irischen Wurzeln treu bleiben

Amongst the Boys and The Dead Flowers klingt durch die Gesangsharmonien wie ein härterer irischer Folksong und hat schon Hymnencharakter. Dieser Song macht wirklich Laune und zeigt die Vielseitigkeit der zwei Länder Truppe. Bei Slave to the Algorithm steuern die Jungs in das Fahrwasser von astreinen Thrashriffs und fühlen sich dort pudelwohl. Irre, wieviel Spaß ich beim Hören der Songs habe und jetzt sofort Molybaron live sehen möchte. Mit Whitfield Crane, Sänger von Ugly Kid Joe haben sie einen idealen Duettpartner für Twenty four Hours. Zwei markante Sänger in einem stoner-lastigen Song, was will man mehr. Die Produktion ist in meinen Augen wirklich perfekt abgestimmt und gibt jedem Bandmitglied seine Momente.


Fazit
The Mutiny
fesselt mich mit seinen zehn Ohrgasmussongs. Moderner Alternative Metal mit progressivem Einschlag muss für mich so klingen. Jenseits von Klischees, verstehen Molybaron es richtig gute Songs zu schreiben. Eine explosive Kombination aus Genialität und Einfachheit, die das Zeug hat zum Zugpferd des Genres zu reifen. Vor diesem fabulösem Meisterwerk verbeuge ich mich jedenfalls und halte ehrfürchtig eine 9,5 / 10 in die Luft.

9,5

Line Up
Gary Kelly – Gesang und Gitarre
Steven Andre – Gitarre
Sebastien De Saint-Angel – Bass
Camille Greneron – Schlagzeug

Tracklist
01. Animals
02. Lucifer
03. Amongst The Boys And The Dead Flowers
04. Prosperity Gospel
05. The Lighthouse
06. Slave To The Algorithm
07. Something For The Pain
08. The Hand That Feeds You
09. Twenty Four Hours
10. Ordinary Madness

Links
Facebook Molybaron
Instagram Molybaron


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