Mayhem – Atavistic Black Disorder / Kommando – EP Review

Mayhem – Atavistic Black Disorder / Kommando
Herkunft:
Norwegen
Release:
09.07.2021

Label: Century Media
Dauer:
23:32
Genre:
Black Metal


Die Black Metal Veteranen Mayhem erfreuen uns bereits zwei Jahre nach ihrem letzten Silberling mit einer kurzen und knackigen EP, die auf den Namen Atavistic Black Disorder / Kommando hört. Die EP besteht aus sieben Songs, von denen es drei aus Platzgründen nicht auf das letzte Album geschafft haben, während die anderen vier Coverversionen darstellen, die aufgenommen wurden, weil beim letzten Album noch Studiozeit übrig war.

Zur Abwechslung mal eine gute Fortsetzung

Den Beginn macht mit Voces Ab Alta, das vorab HIER veröffentlicht wurde ein typischer Mayhem Opener. Nach dem obligatorischen düsteren Gitarrenintro setzen Blastbeats und Screams ein, wie man es seit jeher erwartet. Dass der Titel ursprünglich mal für das letzte Album geplant war, dürfte nicht gelogen sein, denn sowohl stilistisch als auch qualitativ spräche nichts dagegen diesen einzubauen.

Black Glass Communion geht etwas stärker in Richtung Black’n’Roll aber vernachlässigt dabei zu keiner Zeit die True Norwegian Black Metal Tugenden. Auch hier wird über die volle Länge auf sportliche Art straight durchgespielt. Everlasting Dying Flame schließt den ersten Teil der EP ab und steht seinen beiden Vorgängern in nichts nach. Alle drei Tracks hätten wohl problemlos zu Daemon gepasst. Auch hier gibt es durchgängig treibende Drums und drückende Riffs. Bis hierhin machen Mayhem eigentlich alles richtig und liefern schlicht, was man sich von der Band wünscht.

Was wäre wenn…

Mayhem sich damals entschieden hätten Punk Rock zu machen? Die Antwort auf diese Frage, die nie gestellt wurde, liefert der zweite Teil der EP. Die Songs sind ein Produkt von überschüssiger Studiozeit und setzen sich zusammen aus Coverversionen von Discharge, den Dead Kennedys, Rudimentary Peni und den Ramones.
Bei Only Death kann man immerhin erahnen, dass es sich hier um eine Black Metal Band handelt, wenngleich niemand auf die Idee kommen würde, dass die einzig wahren Mayhem hier spielen. Der Rest ist ohne große Modifikationen eins zu eins nachgespielt worden und klingt wirklich nach Punk Rock. Ist ein nettes Gimmick aber wohl nicht unbedingt der Hauptgrund sich die EP anzuhören.


Fazit
Atavistic Black Disorder / Kommando kann durchaus als brauchbares Bonusmaterial zum 2019 erschienenen Daemon gesehen werden. Der erste und weitaus größere Teil der EP ist im klassischen Mayhem Style gehalten und lässt dahingehend kaum Wünsche offen. Den Punk Rock Cover Teil kann man mögen, muss man aber nicht. Aber wenns schon dabei ist, nimmt man das natürlich gleich mit. Dafür gibts hier eine
7 / 10.

Line Up
Necrobutcher – Bass
Hellhammer – Schlagzeug
Attila – Gesang
Teloch – Gitarre
Ghul – Gitarre

Tracklist
01. Voces Ab Alta
02. Black Glass Communion
03. Everlasting Dying Flame
04. In Defense Of Our Future (Cover Version)
05. Hellnation (Cover Version)
06. Only Death (Cover Version)
07. Commando (Cover Version)

Links
Webseite Mayhem
Facebook Mayhem


Außerdem auf Soundmagnet.eu
Album Review – At The Gates – The Nightmare Of Being
Interview – Mork, Nachgefragt bei Thomas Eriksen
Album Review – Vulture Lord – Desecration Rite

Cooler Artikel? Diskutiere mit auf Facebook!
[Total: 5 Average: 5]
Teile diesen Inhalt mit anderen