Corners Of Sanctuary – Heroes Never Die – Album Review

Corners Of Sanctuary – Heroes Never Die
Herkunft:
Pennsylvania / USA
Release:
30.10.2010
Label: RFL Records
Dauer:
39:24
Genre:
New Wave of Traditional American Heavy Metal


Im Bundesstaat Pennsylvania wird die Flagge des traditionellen Heavy Metal anscheinend besonders hoch gehalten. Neben Bands wie Pale Divine, Icarus Witch und Molasses Barge stehen auch die 2011 gegründeten Corners Of Sanctuary in vorderster Front dieser Vertreter der NWOTAHM Bewegung. Dabei bedienen sie sich bei ihren britischen Vorbildern Satan, Blitzkrieg und den frühen Judas Priest und verschmelzen diese Einflüsse mit dem Sound ihrer amerikanischen Vertreter. 

Das Debütalbum Breakout erschien 2012 und in zeitlich kurzen Abständen veröffentlichten Corners Of Sanctuary bis zum März 2020 mit ihrer letzen EP For COS And Country eine beachtliche Menge an full length Alben und EPs. Wie schon beim 2018 erschienenen Dreher The Galloping Hordes wurde auch das inzwischen siebente Album Heroes Never Die von dem legendären Produzenten Bill Metoyer, Slayer, W.A.S.P., Armored Saint, Fates Warning, gemastert. 

Some heads are gonna roll…

So lautet das Motto des Quartetts und entsprechend direkt steigt die Band mit We Never in das Album ein. Das Tempo ist ordentlich und wird in der kurzen, knackigen Nummer kaum variiert. Neusänger Stacey Lee verfügt über eine klare Stimme, die unaufgeregt und melodisch ist. Das Lyric Video zum Song findest du HIER.

Für den ebenfalls mit knapp zweieinhalb Minuten kurzen Rocker Someone Else’s War wird der treibende Beat beibehalten, ein Gitarrensolo bestenfalls angedeutet und schon befinden wir uns mit The Truth in Lies im nächsten Song, der ebenfalls weit unter der 3-Minuten-Marke liegt. Erst mit Combat Shock wird das Tempo etwas heruntergefahren, die dezent eingesetzten Keyboards sorgen für einen zusätzlichen Farbtupfer. Obwohl der Song mit gut fünf Minuten ein wahrer Longtrack ist, sind ausgiebige Gitarrensoli Fehlanzeige. 

Corners Of Sanctuary agieren weiterhin sehr rhythmusorientiert, was sich auch beim Titeltrack Heroes Never Die nicht ändert. Das Hauptriff zieht sich mit wenigen Variationen stoisch bis zu dem hymnischen Mitklatschbreak im Mittelteil durch den Song. Geradezu überdreht stürmt Into the Fight hinterher. Das dazugehörige Lyric Video ist übrigens sehr unterhaltsam und HIER zu finden. I Will entwickelt eine schöne Dynamik zwischen den straffen Riffs und den galloppierenden Drums. We Won’t Back Down (Do or Die) ist verschachtelter als die bisherigen Songs und dadurch deutlich schwerer zugänglich.

Energische Riffs im Kampf für die Gerechtigkeit

Best of the Best marschiert mit breiter Brust voran und kommt mit entsprechend kräftigen Riffs ausgestattet daher. Der Refrain eignet sich natürlich herrlich, um ihn lauthals mit zu grölen. Selbst der Gesang von Stacey Lee nimmt bei dem überdrehten Rocker We Are the Dead (Dead Man Walk-ing) geradezu hysterische Züge an, was sich  auch bei Remember the Dawn bisweilen fortsetzt. Neben dem Keyboard darf auch die Leadgitarre hier mal ein Stück ins Rampenlicht treten. Auf dem finalen Fight the Good Fight donnern Corners Of Sanctuary noch einmal mit energischen Riffs und unerschütterlichem Rhythmus im Kampf für die gerechte Sache aus den Lautsprechern.


Fazit
Bei der Menge an Veröffentlichungen seit Bestehen der Band scheint Corners Of Sanctuary das Songwriting ja sehr leicht von der Hand zu gehen. Insgesamt rauscht Heros Never Die aber zu gleichförmig an mir vorbei, so dass es schwer fällt, das Gehörte zu verinnerlichen. Vielleicht sollte sich die Band in Zukunft etwas mehr Zeit lassen und dafür mehr Abwechslung in die Songs bringen. So bleibt ein nettes Album ohne große Glanzpunkte für zwischendurch, was eine dann ganz knappe 7 / 10 auf dem Punktekonto ergibt.


Line Up
Stacey Lee -Gesang
Mick Michaels – Gitarre/Keyboards
Mad T – Schlagzeug
James Pera -Bass/Hintergrund Gesang

Tracklist
01. We Never
02. Someone Else’s War
03. The Truth in Lies
04. Combat Shock
05. Heroes Never Die
06. Into the Fight
07. I Will
08. We Won’t Back Down (Do or Die)
09. Best of the Best
10. We Are the Dead (Dead Man Walk-ing)
11. Remember the Dawn
12 Fight the Good Fight

Links
Facebook Corners Of Sanctuary
Webseite Corners Of Sanctuary


Außerdem auf Soundmagnet.eu
Album Review – Pale Divine – Consequence Of Time
Album Review – Molasses Barge – A Grayer Dawn
Kolumne – Alt und Neu aus meinem Plattenschrank – Kadavar

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