Black Crown Initiate – Nachgefragt bei Andy Thomas – Interview

Black Crown Initiate haben sich mit Ihrem aktuellen Album Violent Portraits of doomed escape die progressive Death Metal Krone aufgesetzt. Gitarrist und Sänger Andy hat sich für einen kleinen Plausch mit Frank Zeit genommen und gibt essenzielle Tipps, wie man seinen Bart pflegt.

The original interview in English can be found HIER.


Frank (Soundmagnet): Die obligatorische Frage in Zeiten der Covid-Pandemie: Wie geht es euch allen in der Band?
Andy: Danke für die Frage. Wir sind alle über das ganze Land verteilt, aber wir sind auch alle bei guter Gesundheit und halten durch!

Frank: Violent Portraits of Doomed Escape ist ein hervorragendes Album geworden. Ich sage sogar Euer bisher Bestes. Natürlich will jede Band immer ihr bestes Album veröffentlichen. Ist Euch beim Schreiben der Songs aufgefallen, wie hervorragend eure Ideen sind?
Andy: Das Schreiben der Songs war eine interessante Erfahrung. Wir hatten kein Label, kein Management und kein Team, also haben wir wirklich nur zum Spaß Musik geschrieben. Ich glaube, das hat zu einem sehr guten Ergebnis geführt.

Frank: Mit Ethan ist ein alter Freund wieder in der Band. Welche Auswirkungen hatte der Besetzungswechsel auf das Songwriting?
Andy: Ethan in der Band zu haben ist großartig, denn er ist ein wahnsinnig talentierter Gitarrist und Songwriter. Man könnte ihm eine Schachtel und einen Schnürsenkel geben und er würde damit wunderschöne Musik machen. Wir freuen uns darauf, in Zukunft gemeinsam neue Songs und Kompositionen zu kreieren.

Frank: Die Strophen besitzen wunderschöne Melodien, und die progressiven Teile erinnern mich an ältere Into-Eternity-Platten. Woher bezieht Ihre Eure Inspiration?
Andy: So klischeehaft es auch klingt, das Leben ist die beste Erfahrung, um interessante Musik zu kanalisieren. Es ist jedoch wichtig, sein Instrument so viel wie möglich zu üben, während man diese Fahrt des unendlichen Bewusstseins, das sich selbst erlebt, mit anderen teilt.

Frank: Wie kam die Zusammenarbeit mit dem Session-Drummer Samuel Santiago zustande? Ist es absehbar, in der Zukunft wieder einen Schlagzeuger in der Besetzung zu haben?
Andy: Wir würden absolut gerne einen Vollzeit-Schlagzeuger haben. Es geht nur darum, die richtige Person mit der richtigen Kombination aus Talent, Verfügbarkeit und Persönlichkeit zu finden.

Frank: Ihr habt auf Instagram erwähnt, dass Ihr das Album in einer für Euch schwierigen Zeit geschrieben habt. Eure Texte klingen, nach einer Menge Schmerz und Leid, die jemand erlebt hat und nun versucht, damit umzugehen. Was ist der Hintergrund der Texte?
Andy: Ich versuche, nicht zu sehr in die Texte einzutauchen, da ich es vorziehe, dass der Hörer zu seinen eigenen Schlussfolgerungen kommt. Ich möchte sagen, dass dieses Album in einer der überwältigendsten Perioden meines Lebens geschrieben wurde, und ich bin sehr dankbar, dass ich überlebt habe und weitermachen konnte.

Frank: Wahrscheinlich seid ihr in den letzten Wochen mehrmals wegen der James-Geschichte angesprochen worden. Ich denke, die detaillierte Aussage von James klingt glaubwürdig und zeugen von Charakter. Wie seid Ihr als Band mit diesem Thema umgegangen?
Andy: Als Band, musikalisch und persönlich, unterstützen wir keine Form des Hasses und haben ihn auch nie unterstützt, und die Aussage von James fasst unsere Gefühle angemessen zusammen.

Frank: Ich konnte Euch in Wien live erleben und war begeistert von Eurer Intensität. Liebt Ihr es live zu spielen, und an welchen Gig von der letzten Europatournee erinnert ihr euch am besten?
Andy: Live zu spielen ist die unterhaltsamste Erfahrung, die ein Mensch machen kann. Die letzte Europatournee, die wir gemacht haben, war eine der unterhaltsamsten Erfahrungen meines Lebens, und ich hoffe wirklich, dass ich sie eines Tages wieder machen kann.

Frank: Lasst uns in eine rosige, virusfreie Zukunft blicken. Mit welchen Bands würdet Ihr gerne die Bühne teilen oder gemeinsam auf Tournee gehen?
Andy: Leprous, VOLA, Rivers of Nihil, The Ocean, Meshuggah, Opeth, Devin Townsend, Tool, Metallica, The Beatles

Frank: Eine persönliche, haarige Frage. Dein Bart ist wirklich imposant und immer gut gepflegt. Hast du einen Barbier deines Vertrauens oder übernimmst du die Bartpflege selbst?
Andy: Ich habe meinen Bart immer selbst gepflegt, aber ich verwende ausschließlich Crazy Cactus Beard Balm. Ich habe meine eigene maßgeschneiderte Mischung, die Sie direkt bei meinem lieben, bärtigen Kumpel Nick Okvath kaufen können. Schaut euch mal Crazy Cactus Beard Balm in allen sozialen Medien an, um weitere Informationen zu erhalten!

Frank: Kannst du unsere Leser in zwei Sätzen davon überzeugen, warum Sie euer Album kaufen sollten?
Andy: Ich hasse es, für meinen Lebensunterhalt Pizza auszuliefern. Also helft mir bitte aus dieser düsteren, albtraumhaften Realität zu entkommen. Zum Teufel, kauft Eurer Mutter auch ein Exemplar.


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