Withering Soul – Last Contact – Album Review

Withering Soul – Last Contact
Herkunft:
USA
Release:
24.09.2021
Label: Mortal Music
Dauer:
39:44
Genre:
Blackened Melodic Death Metal


Mit ihrem neuen Album Last Contact veröffentlichen die drei Musiker von Withering Soul aus Chicago bereits ihr viertes Album, das für Fans von 1990er-Dissection, Thulcandra oder neueren Bands wie zum Beispiel The Spirit direkt zu empfehlen ist, weil gerade das Dissection-Worshipping nicht von der Hand zu weisen ist.

Nach dem kurzen aber prägnanten Intro Visitation knüppeln Withering Soul im Opener Allegory of the Void direkt ordentlich black-thrashig drauflos. Die Produktion ist recht roh und direkt gehalten, die grimmigen Growls mit viel Hall unterlegt. Der Song ist zudem mit leicht an Dissection erinnernden Tempowechseln und Riffs ausgestattet, es wird aber auch gut geholzt und geblastet. Die zweistimmigen Gitarrensoli sind ebenfalls sehr gelungen!

Zeitreise in die 1990er

Carrion Reflection macht ebenfalls keine Gefangenen, was das Tempo zu Beginn angeht, bevor wieder in einen “Dissection-Part” gewechselt wird. Auffällig ist, dass das Album schon etwas so klingt, als wäre es zur Zeit von Storm of the Light’s Bane veröffentlicht worden, was den Gitarrensound, die Drums und die Vocals angeht.

Entrückte Gitarren und donnernde Drums eröffnen Of Blackened Pillars, das mit über sieben Minuten längste Stück der Platte. Der Song ist im Verse im Midtempo gelagert und die eingängigen und griffigen Riffs der Gitarren gehen direkt in die Nackenmuskeln, wobei im Chorus dann wieder die Black-Metal-Keule ausgepackt wird und speedig geknüppelt wird.

Im Mittelteil gibt es dann zur Abwechslung mal einen Akustik-Part mit bedrohlich klingenden Bassläufen. Auch das kurze Solo fügt sich gut ins Gesamtbild, insgesamt ein sehr gelungener, abwechslungsreicher Song.

Morastige Schwere und metallische Gewitterstürme

Das doomig-schleppende Ascent to Madness mit seinen eindringlichen Growls sorgt erneut für Variation: eine wabernde, morastige Schwere erdrückt den Hörer, im Mittelteil erklingen dann rituelle Klargesänge, bevor der Song mit düster-wahnsinnigen Twin-Guitar-Parts ausklingt.

Sehr melodisch beginnt Into the Harrowing Expanse, lässt dann aber einen von sphärischen Keyboards untermalten Gewittersturm über den Hörer einbrechen, der über die ganze Länge des Songs nicht nachlässt, aber von immer wieder vorzüglichen melodischen Gitarrenparts begleitet wird. Großartig! Nicht unähnlich hagelt The Transcendence of Night ins Gehör, hier gibt es jedoch auch den ein oder anderen Tempowechsel.

Zum Schluss gibt es mit Uncharted Course noch einmal ein rhythmisch sehr komplexes Stück, das mit einigen Breaks und Tempowechseln aufwartet, mich im Gegensatz zum Rest des Albums aber nicht komplett packen konnte.


Fazit
Withering Soul erfinden das Rad des melodischen Black/Death Metal zwar nicht neu, haben aber dennoch ein abwechslungsreiches, düster-melodisches Werk voller Energie, Dramatik und Aggression geschaffen, bei dem Genre-Fans blind zugreifen können.
Von mir dafür 8 / 10

Line Up
Christopher – Gesang, Gitarre und Synth
Wilder – Gitarre
Rick – Schlagzeug

Tracklist
01. Visitation
02. Allegory of the Void
03. Carrion Reflection
04. Of Blackened Pillars
05. Ascent to Madness
06. Into the Harrowing Expanse
07. The Transcendence of Night
08. Uncharted Course

Links
Facebook Withering Soul
Bandcamp Withering Soul


Außerdem auf Soundmagnet.eu
Album Review – Vaelmyst – Secrypts of the Egochasm
EP Review – Rotting Christ – Der Perfekte Traum
Album Review – Sun of the Suns – TIIT

Cooler Artikel? Diskutiere mit auf Facebook!
[Total: 2 Average: 5]
Teile diesen Inhalt mit anderen
fb-share-icon