We Butter The Bread With Butter – Das Album – Album Review

We Butter The Bread With Butter – Das Album
Herkunft:
Deutschland
Release:
24.09.21
Label: AFM Records
Dauer:
41:12
Genre:
Death- & Electrocore


Foto Credit: Martin Landsmann

Tobi is back! Mit diesen Worten meldet sich die kleinste und knusprigste Band Berlins zurück. Die Rede ist von niemand geringerem als We Butter The Bread With Butter, die sich nach einer gefühlt ewigwährenden Pause wieder auf das Wesentliche konzentrieren wollen.
Das fängt bereits beim Titel des neuen Silberlings an, der schlicht Das Album lautet. Insgesamt erwarten den Hörer hier 13 Songs, die zusammen immer noch eine bessere Liebesgeschichte als Twilight ergeben.

Nach dem einminütigen Intro, das mit Elektroklängen langsam Spannung aufbaut, gehts mit Dreh Auf!, das vorab HIER veröffentlicht wurde, in gewohnter und vermisster Manier los. Mehr als tanzbare Rhythmen, gepaart mit einer Anleitung für gute Nachbarschaft und Tobis sensationellem Stimmumfang liefern den ersten Kracher des Albums.

Einfach N!CE

Nach diesem großartigen Start folgt mit 20 km/h, der bereits von HIER aus viral ging, einer der Hits des laufenden Jahres. Eine Hommage an die allseits – mehr oder weniger – beliebten E-Roller, inklusive Crazy Frog Part und knusprig knackigem Ohrwurmrefrain.

N!CE nimmt im Anschluss etwas Tempo raus, brilliert aber mit fließendem Wechsel zwischen cleanen und gutturalen Vocals. Den gute Laune Song kann man sich HIER zu Gemüte führen. Über Schreibwarenfachverkäufer muss man aufgrund des Titels wohl nicht allzu viele Worte über die Thematik verlieren. Der Song klingt insgesamt wesentlich geradliniger und straighter als die bisherigen Titel und reduziert den Anteil an langsamen Grooveparts erheblich.

Läuft startet mit einem, vermutlich gesampleten, Intro des einzigartigen H. P. Baxxter und lässt in weiterer Folge erahnen, wie es klingen könnte, wenn der Herr sich damals entschieden hätte, Metal zu machen. Jump ’n‘ Run bedient sich dann zur Abwechslung einer etwas ernsthafteren Thematik, ohne dabei an Witz einzubüßen. Sprich Sie Einfach An fristet den größten Teil seines Daseins als gemütlicher Elektrosong, der sich gegen Ende hin immer mehr in den geliebten Happy-Metalcore wandelt.

Läuft bei denen

Bei Meine Finger Sind Zu Klein ist dann aber auch wieder Schluss mit den Experimenten und die Instrumente werden wieder in genretypischem Ausmaß beansprucht. Dies gelingt auch mit treibenden Grooves die sich mit Midtempopassagen abwechseln.

Auf Piks Mich darf dann auch wieder etwas mehr gesungen werden, ehe Metal nochmal massiv aufs Gaspedal steigt und alle erdenklichen Metalbands aufzählt. Angriff Der Dönerteller glänzt nicht nur mit einem interessanten Titel der die noch viel wichtigere Thematik beschreibt, sondern auch mit brachialem Riffing das sich mit hymnenartigen Refrains abwechselt. Letzter Song ist dann wider Erwarten tatsächlich der letzte Song des Albums und lässt dieses Meisterwerk ausklingen – keine Hinweise auf etwaige Hidden Tracks und dergleichen. Somit ein unerwartet erwartbares Ende für Das Album.


Fazit
We Butter The Bread With Butter liefern hier ganz großes Kino ab. Musikalisch durchgehend auf allerhöchstem Niveau und mit konstant dargebrachtem Witz, der aber nicht in Gefilde anderer Spaßmetal Bands abdriftet, hat man hier ein wahres Meisterstück geschaffen. Das Album kriegt dafür hochverdiente 9,5 / 10

9,5
Line Up
Tobias Schultka – Gesang
Marcel Neumann – Alle Instrumente

Tracklist
01. Intro
02. Dreh Auf!
03. 20 km/h
04. N!CE
05. Schreibwarenfachverkäufer
06. Läuft
07. Jump ‘n’ Run
08. Sprich Sie Einfach an
09. Meine Finger Sind Zu Klein
10. Piks Mich
11. Metal
12. Angriff Der Dönerteller
13. Letzter Song

Links
Webseite We Butter The Bread With Butter
Facebook We Butter The Bread With Butter


Außerdem auf Soundmagnet.eu
Album Review – Rage – Resurrection Day
EP Review – Crisix – The Pizza E.P.
Album Review – Metalsteel – Forsaken By The Gods

Cooler Artikel? Diskutiere mit auf Facebook!
[Total: 3 Average: 5]
Teile diesen Inhalt mit anderen
fb-share-icon