Rage – Resurrection Day – Album Review

Rage – Resurrection Day
Herkunft:
Deutschland
Release:
17.09.2021

Label: SPV
Dauer:
51:35
Genre:
Speed Metal


Die deutsche Speed Metal Institution Rage meldet sich bereits anderthalb Jahre nach ihrem letzten Wurf mit neuem Line Up und dem neuen Album Resurrection Day zurück. Die Fangemeinde staunte nicht schlecht, als bekannt wurde, dass die Band zukünftig wieder auf zwei Gitarristen zurückgreifen wird. Umso höher sind die Erwartungen, an das inzwischen 26.Album der Band.

Mit Memento Vitae (Overture) wird das Album buchstäblich mit Pauken und Trompeten eingeläutet. Ein knapp anderthalbminütiges orchestrales Arrangement geht fließend in den Titeltrack Resurrection Day über. Dieser baut noch weiter Spannung auf, ehe die gewohnt fies klingenden Vocals einsetzen. Wie von der Band inzwischen beinahe gewohnt, taugt der Refrain zum Ohrwurm, während in den Strophen treibende Midtempo Passagen dominieren. Auf Virginity, das HIER vorab veröffentlicht wurde, wird dagegen anfangs die Brechstange ausgepackt bevor der Song in groovigere Gefilde abdriftet.

Ein starker Start…

A New Land geht in eine ähnliche Richtung. Midtempo und schnelle Songteile wechseln sich ab, während permanent darauf geachtet wird sowohl knackige Grooves, als auch eingängige Melodien am Fließband abzuliefern. Bei Arrogance And Ignorance wird anschließend ein wahnsinnig treibendes Intro geliefert, das einen förmlich zum Mitbangen zwingt. Garniert wird das Ganze durch für die Band eher untypische Screams.

…und trotzdem nicht nachgelassen

Man In Chains mutet anfangs wie die obligatorische Power Ballade an, die immer irgendwie dabei sein muss. Nach kurzer Anlaufzeit mausert sich der Titel aber zu einem weiteren eingängigen Speed Metal Song. The Age Of Reason setzt gleich nochmal auf das selbe Rezept und wechselt nach ruhigem Beginn in sportliche Doublekick Passagen und ausufernde Gitarrensolos. Wenngleich man den Refrain wohl als wesentlich balladiger bezeichnen kann.

Monetary Gods wurde vorab HIER hochgeladen und verzichtet auf Akustik- und Schunkelelemente. Stattdessen wird wieder die altbekannte und seit Jahrzehnten erfolgreiche Mischung aus treibendem und hymnenartigen Refrain geliefert. Mind Control wirkt im Vergleich zum restlichen Album wesentlich rockiger, was Abwechslung reinbringt und ebenfalls erstaunlich gut gelingt. Mit Traveling Through Time ist der Band wohl ein zukünftiger Party Hit gelungen. Die Melodien, der Gesang und schlicht das Gesamtpaket eignet sich wie selten ein Song zur Hymne, die auch bei nahender Sperrstunde noch mitgesungen werden kann.

Bis zum Ende höchstes Niveau

Lange herbeigesehnt findet sich mit Black Room endlich die längst überfällige Ballade. Und wie bereits in der Vergangenheit schon öfter unter Beweis gestellt, hat die Band ein erstaunliches Gespür für diese Art von Songs. Der Titel ist einfach schön, ohne dabei zu kitschig zu werden. Zum Abschluss tritt man bei Extinction Overkill – das mit sechs Minuten der längste Song des Albums ist – nochmal richtig in die Pedale. Macht Spaß, und genau das will man am Ende nochmal genau so haben.


Fazit
Rage beweisen mit Resurrection Day, dass die Rückkehr zur zweiten Gitarre definitiv kein Fehler war. Durchdachte Songs, die nicht allzu viel Platz für Kritik lassen. Für Fans auf jeden Fall ein Pflichtkauf. Für Interessierte zumindest den einen oder anderen Durchlauf wert.
Dafür gibts hier 9 / 10

Line Up
Peavy Wagner – Gesang, Bass
Vassilios Maniatopoulos – Schlagzeug
Stefan Weber – Gitarre
Jean Borman – Gitarre

Tracklist
01. Memento Vitae (Overture)
02. Resurrection Day
03. Virginity
04. A New Land
05. Arrogance And Ignorance
06. Man In Chains
07. The Age Of Reason
08. Monetary Gods
09. Mind Control
10. Traveling Through Time
11. Black Room
12. Extinction Overkill

Links
Webseite Rage
Rage Facebook


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