Vokonis – Odyssey – Album Review

Vokonis – Odyssey
Herkunft:
Schweden
Release:
07.05.2021 
Label:
The Sign Records
Dauer:
40:52
Genre:
Progressive Metal


Welcher Fan horcht bei progressivem Metalgewerk aus Schweden nicht auf? Vokonis geben auf ihrem mittlerweile viertem Album Odyssey auch allen Grund dazu. Als Gastmusiker darf auf der neue Scheibe Per Wilberg begrüßt werden, der aus Opeth, Spiritual Beggars und Kamchatka bekannt sein dürfte.

Für Vinylisten wird der neue Longplayer auf diversen schicken Scheiben zu haben sein. Aber natürlich in digitaler Form in Form von Stream / Download sowie als CD.

Was hat sich also seit dem Vorgänger Grasping Time getan? Nun, zumindest werden die Fans wieder mit einer feinen Progressive Metal Platte mit sattem Sludge Einschlag verwöhnt. Feurig scharfe Growls und Screams paaren sich mit fuzzigen Gitarren und knalligem Schlagzeug.

Blackened Wings, das HIER mit Video zu sehen ist, überzeugt mit einer guten Melodieführung, dem abwechselnd cleanen und gutturalen Gesangseinlagen der beiden Vokalisten und einem absolut einnehmenden und dynamischen Breitwandsound.

Psychedelisch und getragen

Das kurze Azure gefällt mir persönlich am besten. Ein kompakter Vierminüter mit Ohrwurmcharakter und gnadenlos rockender Soundkulisse. Klasse gemacht und bildet zusammen mit dem längsten Stück Through the Depths den Höhepunkt, HIER in einem gekürzten Single-Edit zu bestaunen. Getragene Momente wechseln sich mit rockig-scharfen Momenten und rotzigen Growls ab. Lupenreinen Prog Metal Hörern wird sicherlich ein wenig die Abwechslung in Sachen Metrik fehlen. Dafür trotzdem die Songs vor gediegener Härte und psychedelischen Momenten, die den Hörer ein wenig zwischen den Welten verweilen lässt.

Charakterisch auch die röhrenden Mellotron und Organ Klänge, vermutlich als digitaler Nachbau auf den Keyboards. Per Wilbergs Spiel erinnert hier in der Tat stark an Spiritual Beggars oder Opeth in ihrer vorletzten Phase ab Ghost Reveries. Er leistet wirklich gute Arbeit darin, dem schon so sehr fetten Sound noch eine Schippe majestätischer zu gestalten. Deswegen gestaltet der Schluss des Longtracks und des Albums insgesamt buchstäblich als Grand Finale.


Fazit
Mit ihrem vierten Album Odyssey liefern Vokonis eine majestätisch rockende Sludge Prog Metal Platte mit teilweise getragenen Momenten ab. Hier und da könnte sie abwechslungsreicher sein, überzeugt dennoch mit ihrem satten Breitwandsound und abwechslungsreich konturierten Gesangsstimmen. Hiermit spreche ich also eine eindeutige Empfehlung aus. 8 / 10.  

Line Up
Simon Ohlsson – Gitarren und Gesang
Jonte Johansson – Bass und Gesang
Peter Ottosson – Schlagzeug und Perkussion
Gastmusiker:
Per Wilberg – Keyboard

Tracklist
01. Rebellion
02. Odyssey
03. Blackened Wings
04. Azure
05. Hollow Waters
06. Through the Depths

Links
Facebook Vokonis
Bandcamp Vokonis


Außerdem auf Soundmagnet.eu
Album Review – Three Eyes Left – Legione
Interview – The Dogs – Nachgefragt bei Kristopher Schau
Album Review – Black Crown Initiate – Violent Portraits of Doomed Escape

Cooler Artikel? Diskutiere mit auf Facebook!
[Total: 2 Average: 5]
Teile diesen Inhalt mit anderen