Thevon – Symphonic Progressive Metal aus Belgien – Empfehlung der Redaktion

Thevon
Herkunft:
Belgien 
Genre:
Symphonic Progressive Metal
Side Fact: Zu den größten musikalischen Helden seiner Jugend zählt Thomas van Beeck Bands wie Dimmu Borgir, Wintersun, The Kovenant, Norther und Children Of Bodom


In musikalischer Hinsicht ist Thomas Van Beeck, der sich seit letztem Jahr Thevon nennt, schon sehr lange unterwegs. Bislang hat ihn sein Perfektionismus davon abgehalten, für die Öffentlichkeit etwas zu veröffentlichen. Meist arbeitete er im Hintergrund, so hat er die letzten beiden Alben der belgischen Metal Band The Guardian aufgenommen, gemischt und gemastered.

Er als Multiinstrumentalist beherrschte die für einen symphonisch ansprechenden Metalsound notwendigen Instrumente selbst, ebenso die Produktion als auch Komposition und Orchestrierung. Aufgrund der aktuellen allgemein bekannten Pandemieumstände hatte er zudem sehr viel Zeit.

Ein musikalischer Schritt in die Öffentlichkeit

Das führte schließlich zum sprichwörtlichen Schritt in das Licht, nämlich die zunächst rein digitale Veröffentlichung seiner Debüt EP The Monster’s House, die HIER vollständig angehört werden kann. An dieser Stelle sei es empfohlen, sich das Album auf Bandcamp zu kaufen und dem Autor in monetärer Hinsicht eine gewisse Wertschätzung zukommen zu lassen.

Mit eben einer vergleichbaren Wertschätzung huldigt er seinen genannten musikalischen Vorbildern in vier nicht all zu langen Songs, und präsentiert sich hier als geschickter Arrangeur einer akustischen Geisterbahn. Metallisch messerscharfe Gitarren paaren sich mit geschickten Orchesterarrangements und zeugen von einer Horrorhaus Kulisse, die sich den Hörer fragen lassen, wo nun die Schöne und wo das Biest bleiben. Die Orchestrierung ist sehr detailverliebt und sehr fein und präsent in die Songs verwoben.

Technisch am Puls

Thevon ist jemand, der sich gerne mit Technik hinter der Musik beschäftigt, unter anderem in Präsentationsvideos für etwaige musikalische Nützlichkeiten. Entsprechende Videos könnt ihr euch HIER auf seinem Youtube Kanal anschauen.

In welchem Format weiterhin von ihm zu hören sein wird, ist noch nicht ganz klar. The Monster’s House ist ein Schritt in einem Lernprozess. Nicht nur, wie Thevon seinen musikalischen Ideen Format verleiht, sondern auch wie er diese am besten vermarktet und den Songs, die er geschaffen hat, eben jene Zuhörerschaft beschert, die sie verdienen.

The Monster’s House ist ein sehr erfreuliches erstes Lebenszeichen. Mit seinen knapp 18 Minuten ist es relativ kurz, aber sehr unterhaltsam. Zudem ist es sehr gut gespielt und produziert. Da hat der Autodidakt erstaunlich gute Arbeit geleistet, und das Ergebnis sollte ihm als Perfektionisten in eigener Sache sicherlich zusagen.


Line Up
Thomas Van Beeck

Links
Facebook Thevon
Bandcamp Thevon


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