Syning – Syning – Album Review

Syning – Syning
Herkunft:
Norwegen
Release:
09.04.2021

Label: Ván Records
Dauer:
34:05
Genre:
Hauntin Black Metal


Syning ist einerseits das dänische Wort für Begutachtung, bezeichnet aber auch eine neue Black Metal Supergroup die mit ihrem Self Titled Debüt für Furore sorgen soll. Bestehend aus Cernunnus, bekannt von Manii, Manes) an der Gitarre, Levninger, von Knokkelklang am Mikrofon und V. Einride, von Whoredom Rife und auch als Live Drummer bei Gorgoroth am Schlagzeug lässt die Besetzung schon Großes erwarten. Auf drei Tracks mit 34 Minuten Spielzeit soll dabei Haunting Black Metal zelebriert werden, wobei die Bezeichnung schon erahnen lässt was auf einen zukommt.

Die Geister, die man rief

Der erste Track Atter Igjen Kommer Mørket Krypende startet auch in etwa so wie erwarten würde. Nach einem zweieinhalbminütigen Ambient Intro kommt gemächlich die Gitarre dazu. Bis Minute sechs verliert sich der Song durch das immergleiche Riff, das auch nicht etwa durch spielerische Akzente des Schlagzeugs aufgepeppt wird, beinahe schon in Monotonie. Dann allerdings wird endlich der Knüppel ausgepackt und der Track wird zu einem wirklich ordentlichen Black Metal Song. Der insgesamt 14-minütige Opener macht den etwas schwachen Beginn wieder wett. Angereichert mit ambienten Synths ergibt das nun genau das, was man sich wohl unter Haunting Black Metal vorstellt. Lediglich bei den letzten zwei Minuten will man wieder etwas zu viel und lässt den Song mit halbwegs monotonen Ambient Klängen auslaufen.

Ausgiebiges aufwärmen

Et Siste Skrik lässt mit einer Dauer von über 13 Minuten ebenfalls aufhorchen. Das Intro ist hier zwar erneut mit etwa drei Minuten relativ lange gezogen, klingt insgesamt aber wesentlich aufregender, als dies beim vorigen Track der Fall war. So startet man hier mit etwas orchestraler klingenden Synths und lässt auch die Gitarre zügig einsteigen. Hier steigert sich die Band in jedem Fall zum ersten Track und baut bis Minute drei auch langsam an Geschwindigkeit auf, sodass hier nicht „von jetzt auf gleich“ voll losgeblastet wird, sondern eher ein stufenweiser Aufbau vorherrscht. Ebenso sind die Synthesizer wesentlich dominanter und verleihen dem Ganzen eine noch düsterere Atmosphäre als dies mit den schneidenden Black Metal Gitarren schon ohnehin der Fall wäre. Erneut allerdings das Manko, dass man den Song etwa eine Minute ausklingen lässt.

Fortapt stellt mit sechseinhalb Minuten fast schon so etwas wie einen Ausreißer dar. Hier wird allerdings vollständig auf E-Gitarren verzichtet und es handelt sich um einen reinen Ambient Song. Dieser ist auch tatsächlich gut gelungen und lädt zum Träumen ein. Diese Art von Kreativität hätte man sich eigentlich auch bei den Intros und Outros der ersten beiden Titel gewünscht. Auch hier wieder abgesehen von der letzten knappen Minute, die wieder nicht viel mehr ist als ausklingen.


Fazit
Syning liefern mit ihrem Debüt ein fast großartiges Werk hin. Die Teile, die nach Black Metal klingen sind über alles erhaben. Fortapt zeigt, dass die Band auch an den Synthesizern Meisterstücke fabrizieren können. Großer Schwachpunkt des Albums sind leider die übermäßig langen Intros und Outros. Wenn man hier beim nächsten Mal etwas mehr Würze reinbringt, oder stattdessen weiteres Songmaterial veröffentlicht, dürfen wir uns in Zukunft auf Großes freuen. So gibt es gut gemeinte 8 / 10.

Line Up
Cernunnus – Gitarren und Ambience
Levninger – Gesang und Ambience
V. Einride – Schlagzeug

Tracklist
01. Atter Igjen Kommer Mørket Krypende
02. Et Siste Skrik
03. Fortapt

Links
Webseite Terratur Possessions
Facebook Terratur Possessions


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