Spiral Skies – Death Is But A Door – Album Review

Spiral Skies – Death Is But A Door
Herkunft:
Stockholm / Schweden
Release:
25.03.2022
Label: AOP Records
Dauer:
43:44
Genre:
Psychedelic Doom Metal / Rock


Spiral Skies-Band
Foto Credit: Anne C. Swallow

Spiral Skies haben 2018 mit ihrem Debütalbum für Aufsehen gesorgt, was vor allem an ihrer Kombination von Elementen aus verschiedenen Musikrichtungen liegt. Heavy Metal, 1970er Jahre Rock, Doom Metal und psychedelische Einflüsse gehen im Sound der Band nämlich nahtlos ineinander über.

Dieser Mix hat der Band bereits Touren mit Genre-Größen wie den Truckfighters oder Orange Goblin beschert. Das zweite Album Death Is But A Door wird daher mit einiger Spannung erwartet. Aufgenommen wurde die Platte übrigens im Studio Ryssviken, wo bereits Tribulation und Dead Lord zu Gast waren.

Zwischen Strandparty und Teufelskult

Endless Sea eröffnet das Album mit dem zarten Gesang von Frontfrau Frida und verführerisch-süßlichen Melodien, die im Laufe des Songs von trockenen Drums und rockig-psychedelischen Gitarrenriffs abgelöst werden. Die Marschrichtung von Spiral Skies wird schnell klar und ändert sich im weiteren Verlauf des Albums nur geringfügig: Hier trifft Oldschool Rock auf die Wucht doomiger Song-Strukturen und eine düstere, aber dennoch leichtfüßige Atmosphäre.

Das Ganze ist bewusst okkult angehaucht und weckt Erinnerungen an Coven sowie Jess and the Ancient Ones, aber auch an Acts wie beispielsweise Avatarium. Vor dem inneren Auge entstehen dabei Bilder von Strandparties und okkulten Ritualen, die eine seltsam harmonische Symbiose eingehen. Im Video zur Single Somewhere in the Dark kannst du hören und auch sehen, wie das gemeint ist. Du findest das Video HIER.

Entspannende Melancholie

Weil die neun Songs auf Death Is But A Door ein durchdachtes Gesamtkonstrukt bilden und sich gegenseitig ergänzen, sind Highlights nur sehr schwer heraus zu picken. Am ehesten können aber die Lieder Into The Night und Time genannt werden. Ersteres wegen seines treibenden Beats sowie der eingängigen Retro-Gitarrenlinien und seinem Ohrwurm-Refrain. Zweiteres wegen seines Blues-lastigen Beginns, welcher der ruhigen Nummer einen gechillten Touch verleiht, der im weiteren Verlauf aber langsam einer schwermütigen Doom-Atmosphäre weichen muss.

Nach dem abschließenden Mirror of Illusion, welches sich tief vor den Vorreitern der düsteren und progressiven Gitarrenmusik verneigt, ist man als Hörer immer noch nicht schlauer. Welche Art von Musik hat man sich da gerade angehört? Die Beach Boys, die auf Black Sabbath machen? Oder doch einfach eine weitere Reinkarnation nicht totzukriegender Retro-Rockmusik, wobei Spiral Skies es einfach sehr viel besser machen als viele andere Vertreter dieser Szene?

Wie auch immer, jedenfalls verzaubert Sängerin Frida ihre Hörer mit ihrer feinfühligen, aber dennoch ausdrucksstarken Stimme. Und die Instrumentalfraktion macht ebenfalls alles richtig. Die Schweden haben sich mit diesem Album auf jeden Fall mehr Beachtung in der internationalen Rock- und Metalszene verdient, denn im Jahr 2022 noch eine eigene Nische zu finden und diese perfekt zu besetzen, das schaffen nur die wenigsten Combos.


Fazit
Wer gut gemachte Rockmusik mag, der kommt 2022 an Death Is But A Door nicht vorbei. Spiral Skies liefern uns hier ein Gesamtkunstwerk, das sich nicht in ein bestimmtes Genre einordnen lässt, aber dafür in jeder Situation gehört werden kann und einen hohen Suchtfaktor aufweist. 9 / 10

Line Up
Frida – Gesang
Dan – Gitarre
Sonny – Gitarre
Eric – Bass
Daniel – Schlagzeug

Tracklist
01. The Endless Sea
02. While the Devil Is Asleep
03. Into the Night
04. Somewhere in the Dark
05. Heart of Darkness
06. Nattmaran
07. Time
08. Mirage
09. Mirror of Illusion

Links
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