Sinsid – In Victory – Album Review

Sinsid – In Victory
Herkunft:
Norwegen
Release:
20.05.2022
Label: Pitch Black Records
Dauer:
42:57
Genre:
Heavy Metal


Mit In Victory legt die aus Norwegen stammende Old-School-Heavy Metal-Formation Sinsid ihr mittlerweile drittes Album vor.

Ursprünglich im Jahr 2012 durch den ehemaligen Profi-Wrestler Terje Singh Sidhu  gegründet, umfassen die Einflüsse von Sinsid alles von Blues und Rock bis hin zu Viking,- sogar Thrash Metal, aber der eigentliche Kern der Band ist unverkennbar traditioneller Heavy Metal im Geiste von Manilla Road und Cirith Ungol.

Was zunächst als Cover Band begann, wandelte sich bis 2015 in eine eigenständige Band mit eigenen Songs. Das Debüt der Band Mission from Hell führte Sinsid erfolgreich in die Metal-Welt ein und brachte der Band schnell eine große Anhängerschaft, mit Kritiken, die es als guten alten, ehrlichen Metal der Arbeiterklasse bezeichneten und ihm bescheinigten es könnte nicht mehr Metal sein, wenn es auf einem  Amboss geschmiedet worden wäre!

Zwei Jahre später legte die Band bereits das zweite Album Enter the Gates vor und übertraf damit noch den Erfolg des Debüts. Bis auf einen Wechsel am Schlagzeug ist das Line-Up stabil geblieben, was für eine gute Bandchemie spricht und sich in einer eingespielten Truppe niederschlägt.

Soundtrack zu einer epischen Reise

Das Intro The Northern March leitet das Album cineastisch ein, zunächst nur mit Piano bevor in der Folge Schlagzeug und Gitarren einsetzen und den Weg in epische Schlachten ebnen. Sinsid nehmen den Hörer mit auf eine epische Reise, untermalt von hymnischen Refrains inklusive Gangshouts und melodischen Soli sowie knallharten Riffs sowie begleitet vom Glauben an den  Heavy Metal als Symbol der Brüderlichkeit im Kampf gegen das Böse wie in Cult of Doom (Into the Fire) 

Die Songs sind überwiegend im mittleren Tempobereich angesiedelt. Auf In Victory kommt aber auffallend öfter die Double Bass Drum zum Einsatz, als im Vergleich zu den Vorgängeralben. Nachzuhören bei Metalheads. Hier macht sich der Wechsel am Schlagzeug positiv bemerkbar.

Für das Songwriting zeichnet sich hauptsächlich Terje Singh Sidhu verantwortlich, der seine raue Stimme als Sänger sehr variabel einsetzt. Von beinahe zart bis hart ist alles dabei und man spürt die Leidenschaft in seinem Vortrag. Im Song Secret of the Beast ruft sein Gesang sogar Erinnerungen an Tim Baker von Cirith Ungol hervor und sorgt dafür, dass sich die Band immer wieder vom Gros des Old-School-Heavy Metal absetzen können.

Als Anspieltipp möchte ich euch unbedingt Headless Grinder HIER ans Herz legen.

Aber auch das Trio aus Lead- Rhythmus- und Bass Gitarre trägt einen gewichtigen und geschmackvollen Teil zum stimmungsvollen Gesamtsound bei, eindrucksvoll nachzuhören im Closer Wrath of Destruction, der sogar mit einem songdienlichen Bass Solo aufwarten kann.


Fazit
Sinsid nehmen den Hörer auf In Victory auf eine abwechslungsreiche Reise mit, auf die ich mich gerne eingelassen habe. Von mir satte 7,5 / 10 für dieses epische Werk.

Line Up
Terje Singh Sidhu – Gesang
Sten Roger Knutsen – Lead Gitarre
Even Haavold – Rhythmus Gitarre
Grzegorz Urbanski – Bass
Trygve A. Tvedt – Schlagzeug

Tracklist
01. The Northern March (Intro)
02. Iron Heart
03. Metalheads
04. Secret of the Beast
05. In Victory
06. No Fear
07. Wrath of Destruction
08. Headless Grinder
09. Cult of Doom (Into the Fire)

Links
Facebook Sinsid
Webseite Sinsid

 


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