Serpico – The Chosen Four – Album Review

Serpico – The Chosen Four
Herkunft:
Finnland
Release:
01.07.2022
Label:
Rockshots Records
Dauer:
38:45
Genre:
Hard Rock


Foto Credit: Skull Shutter Images

Ob man an Serpico in Sachen Hard Rock vorbeikommt, ist Ansichtssache. Zumindest wissen die Finnen gut zu unterhalten. Das konnten sie schon auf ihren bisherigen beiden Alben unter Beweis stellen und um ein neues auch auf The Chosen Four, das physisch auf CD und Vinyl releast wurde.

Gerade die Version auf Schallplatte kommt dem Anspruch der Band, möglichst unverfälscht die überall zugegende Power zu vermitteln noch am nächsten. Jedoch ist das nicht nur in der analogen Produktion so. Hier wird klassischer und schnörkelloser Hard Rock geboten, der sein volles Potential erst live so richtig entfaltet und in Studioform etwas zahm daherkommt. Die Produktion ist erstklassig, druckvoll und transparent. Was auch nicht anders zu erwarten war, schließlich hat der Star Produzent Anssi Kippo seine Hand an The Chosen Four gelegt, der auch schon unter anderem Children of Bodom und Hanna Pakarinen produziert hat.

Die Songs verzichten auf unnötige Vielschichtigkeiten und sprechen direkt die vorgesehenden Körperregionen an. I am a rocker beschreibt sich selbst schon ganz gut, wie ihr HIER in einem Video sehen könnt.

Dark Energy weiß mit einer epischen Melodieführung und schönen düsteren Gitarren zu überzeugen. Der Gesang gibt sein bestes energisch zu klingen, was ihm mit wechselndem Erfolg gelingt, wie ihr HIER sehen und hören könnt.

Grundsolides Hard Rock Monument mit viel Potential

Das soll allerdings nicht allzu negativ klingen. Die Hauptstimme klingt oft recht dünn, passt jedoch immer zur Musik und ergänzt sich hervorragend mit dieser. Stilistisch mäandern Serpico zwischen Hard Rock und Blues Rock; oder auch Rock’n’Roll wie in Smokin’ hot mama, das wirklich gelungen ist und direkt ins Tanzbein geht. Auch Holy rocks outta body rockt gut los und wirkt mitreißend.

Fans ehrlicher Musik, die ihre Intention in keinen Subkontext versteckt und dem Hörer direkt ins Gesicht schreit, was sie zu sagen hat, werden in The Chosen Four bestimmt die ein oder andere glückliche Stunde investieren können. Die neun Songs wirken nicht unbedingt originell, das ist aber auch nicht ihre Absicht. Sie wollen unterhalten und das tun sie.


Fazit
Das dritte Album in siebzehn Jahren zeigt Serpico in großer Spielfreude und offenbart The Chosen Four als reinrassige Hard Rock Album mit einem pfeffrigen Blues Rock / Rock’n’Roll Einschlag. Live sicherlich ein Partyrocker. 7,5 / 10

Line  Up
Vee Dour – Gesang
Snake – Gitarren, Hintergrundgesang
Jani Serpico – Schlagzeug, Hintergrundgesang

Tracklist
01. Riverbanks
02. Midnight Cowboy
03. Rock Your Brain
04. I Am A Rocker
05. Dark Energy
06. Silent Love
07. Smokin’ Hot Mama
08. Holy Rocks Outta Body
09. The Last Days Of Monopoly

Links
Facebook Serpico
Webseite Serpico


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