Old Corpse Road – On Ghastly Shores Lays the Wreckage of Our Lore – Album Review

Old Corpse Road – On Ghastly Shores Lays the Wreckage of Our Lore
Herkunft:
Darlington / UK
Release:
15.05.20
Label:
Trollzorn Records
Dauer:
01:06:40
Genre:
Atmospheric-Black Metal


Als die Welt noch in Ordnung war, habe ich die Zeit noch voller Vorfreude genutzt mich mit den Festival Line Ups des Jahres zu befassen. So war für das Mahlstrom Open Air eine interessante Band aus dem Vereinigten Königreich angekündigt, die auch in diesem Mai ein neues Album veröffentlichen sollte. Old Corpse Road sind seit 2008 aktiv und präsentieren uns dieses Jahr das dritte Album.

Das Album eröffnet mit dem Titel On Ghastly Shores Lays the Wrackage of Our Love. Dabei bekommen wir einen fast vierminütig langen Instrumental, der direkt einen Großteil des musikalischen Spektrums präsentiert: Der Song baut sich vom atmosphärischem Opening mit unverzerrter Gitarre bis hin zum Black Metal Riff immer weiter auf.

Beim folgenden Harbringers of Death (Voices in the Tempest) werden beim Einsetzen des ersten Growls direkt Erinnerungen an frühe Cradle Of Filth wach. Ich finde dieses hohe Gekeife wahnsinnig anstrengend beim Hören und teilweise geht die Stimme im weiteren Verlauf unter. Im weiteren Verlauf gibt es auch noch einen tieferen Growl, der deutlich angenehmer ist. Nichts desto trotz kann das Lied mit starkem Riffing und einem langen instrumentalen Teil glänzen.

Das Black Ship startet ruhig mit unverzerrter Gitarre und baut sich mit Unterstützung der Snare weiter auf. Weiter wird mit Scream und Growl der Spannungsbogen weiter gezogen. Nach über vier Minuten begegnet uns das erste Mal eine tiefe cleane Stimme. An dem Lied hat mich aber nach fast acht Minuten das Zusammenspiel aus Ambient und E-Gitarre am besten gefallen. Sea Fire hat ebenfalls ein ruhiges, dennoch düstereres, Opening. Im mid-Tempo Teil mit tiefem Growl, kommt auch eine gewisse düstere, satanische Stimmung auf.

Bei As Waves Devour Their Carcasses kam zu Beginn auch das zu erwartende Meeresrauschen auf dem Album. Zusätzlich hat das Lied eine starke Horroreröffnung, wobei die Aura sowohl mit tiefen Growl, als auch durch die Erzählstimme gut getragen wird. Die Erzählstimme erinnert an einen typischen Piraten/Seemann, was zur Thematik des Albums passt. Demons of the Farne beginnt sehr Black Metal lastig. Im weiteren Verlauf geht der Song immer mehr ins Atmosphärische und kann mich besonders in den tiefen, klavierlastigen Passagen begeistern. Auch das einminütige Outro des Songs ist sehr gut.

Mit The Ghost of the Ruinious Dunstanburgh Castle folgt mit über 17 Minuten das längste Stücks des Albums.  Dabei bringen Old Corpse Road ihre komplette musikalische Palette von schnellen Blastbeats zu ruhigen Passagen, vom atmosphärischen über Folk Elemente hin zum klassischen Black Metal. Die Orgel fügt sich dabei ebenso gut ein wie die verhältnismäßig lange Passage mit Chor. Beendet wird das Album mit dem sechs minütigen Outro WaterLore. Der Song bleibt ruhig und verträumt und setzt teilweise auf eine weibliche Stimme.


Fazit
Old Corpse Road haben ein echt gutes Werk abgeliefert. Die Stärken der Band liegen dabei für mich im instrumentalen. Die Briten haben starke Riffs und Melodien. Ebenso schafft es die Band diverse Stimmungen gut rüberzubringen. Einzig: Gesanglich fühle ich mich nicht so ganz abgeholt; dies wird jedoch von jedem anders wahrgenommen.Für das Album gebe ich gerne 8,5/10.

Line Up
The Dreamer –  Schlagzeug, Gesang
The Bearer – Gitarre, Gesang
The Wanderer – Gitarre, Erzählstimme
The Revenant – Gitarre, Gesang
The Watcher – Keyboard, Gesang

Tracklist
On Ghastly Shores Lays the Wreckage of Our Lore
Harbringers of Death (Voices in the Tempest)
Black Ship
Sea Fire
As Waves Devour Their Carcesses
Demons of the Farne
The Ghost of the Ruinious Dunstanburgh Castle
WaterLore

Links:
Bandcamp Old Corpse Road
Webseite Old Corpse Road
Facebook Old Corpse Road

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