Movements – No Good Left To Give – Album Review

Movements – No Good Left To Give
Herkunft:
Kalifornien / USA
Release:
18.09.2020
Label:
Fearless Records / Spinefarm Records
Dauer:
48:25
Genre:
Alternative Rock / Post-Punk


Bands und Künstler beim Reifen zu beobachten kann interessant und anregend sein. In einem solchen Prozess befinden sich die vier Kalifornier von Movements.

Seit ihrer Debüt-EP Outgrown Things in 2016 und dem im Jahr darauffolgenden Erstalbum Feel Something ist nun einige Zeit vergangen.

Auf ihrem neuen Album No Good Left To Give zeigen sie nun ein erstes Produkt ihrer fortschreitenden Entwicklung.

Schwermütige Thematik

Die Thematik dreht sich um psychische Probleme, sowohl bei sich selbst als auch bei nahe stehenden Personen. Und damit verbunden ist ein Aufruf zu Verständnis und Perspektivenwechsel. Musikalisch bewegen wir uns hier im eingängigen Alternative Rock mit Pop Einschlag, wie ihn The Calling auch schon gemacht hatten, mit sehr zugänglichen Songstrukturen, der ohne Probleme als Hintergrundbeschallung in einer amerikanischen Teenager-Highschool Serie durchgehen würde.

Jugendlicher Alternative Rock

Obwohl die Gitarren rockig und saftig daherkommen, ist der Härtegrad nicht besonders hoch. Der Schwermütigkeit der Texte steht musikalisch recht leichte Kost gegenüber. Gesanglich ist Patrick Miranda emotional den gebotenen verschiedenen Stimmungslagen gewachsen, so manches Mal kommt dieser sehr engagiert daher.

Melancholische Songs

Zu Tunnel Vision gibt es ein Lyricvideo, HIER zu bestaunen. Der Song überzeugt durch sein differenziertes Soundbild und Emotionalität. Jene weiß auch auf Don’t Give Up Your Ghost, HIER ebenfalls mit Video, zu überzeugen. Besonders die flirrende Gitarre gefällt mir besonders. Man merkt der Band die fortschreitende Reife an, ihre juvenile Art und Gedankenwelt wird gerade im Soundbild und bei der Thematik der Songs sehr deutlich. Auch in Santiago Peak werden eben jene Erinnerungen thematisiert.

Homogen gehalten

Vom Aufbau und Konzept ähneln sich die Songs auf No Good Left To GiveSie sind überwiegend in melancholischer Stimmung gehalten, ohne auf die Tränendrüse zu drücken oder ohne all zu sehr in die bedrückende Thematik einzutauchen.

Insgesamt ist das Geschehen von Melodik, Rhythmus und auch lyrischer Gestaltung einfach und über die gesamte Platte hinweg homogen gehalten. Der beschworene Reifeprozess im Schaffen der Band ist allerdings deutlich wahrzunehmen.


Fazit
Movements schaffen mit ihrem zweiten Album eine melancholische Alternative Rock Platte, die bedrückende Thematiken behandelt und ein Zeugnis musikalischer Reife bietet, aber dennoch einen jugendlichen Einblick in Behandlung der Themen Tod und Erinnerungen bietet. Musikalisch bietet No Good Left To Give passendes für den kommenden Herbst. 7 / 10.


Line Up
Patrick Miranda – Gesang
Ira George – Gitarre
Spencer York – Schlagzeug
Austin Cressey – Bass

Tracklist
01. In My Blood
02. Skin To Skin
03. Don’t Give Up Your Ghost
04. Tunnel Vision
05. Garden Eyes
06. 12 Weeks
07. Living Apology
08. Santiago Peak
09. Seneca
10. Moonlight Lines
11. No Good Left To Give
12. Love Took The Last Of It

Links
Facebook Movements


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