Midas – Midas – Album Review

Midas – Midas
Herkunft:
USA
Release:
29.04.2022
Label: No Remorse Records
Dauer:
33:16
Genre:
Hardrock / Heavy Metal


Detroit, 1976 – die Hardrocklegenden KISS veröffentlichen Destroyer und ihr endgültiger Durchbruch im Rest der Welt steht bevor. Genau in diese Zeit sehnen sich die Hardrocker Midas zurück, die mit harten Tönen auf den Spuren von Gene Simmons und Co den Spirit der späten 1970er Jahre einfangen und in ihren eigenen Stil umwandeln wollen. Ihr gleichnamiges Debüt Midas zeigt auch genau, wie sich die Amerikaner das vorstellen.

Denn schon mit den ersten Tönen des Openers Slaves To The Night ereilen den Hörer Erinnerungen an typische amerikanische Rockbands der frühen 1980er Jahre, in deren Schema auch die Stimme des Sängers Joe Kupiec perfekt hineinpasst. Der Song bleibt schnell im Kopf und leitet das Album so perfekt ein.

Intensiv und hart

Doch es bleibt nicht bei stumpf geradlinigem Rock: Eyes In The Cold wirkt deutlich dunkler und bietet sowohl stimmlich als auch musikalisch eine immense Stärke, die den Hörer abholt und mitnimmt. Nach dieser Erfahrung bekommt dieser allerdings keine Pause zum Beruhigen, sondern erlebt nach einer Überleitung Hell Has Frozen Over, einen Song, der eingerahmt durch Eisknacken und Höllengelächter mit NWOBHM-Riff und anspruchsvollen Soli unterhält.

Zum Ende des Albums wird es noch einmal schnell, denn mit Running Scared bieten Midas feinsten Speed Metal und Golden Chariots lässt großartige Erinnerungen an frühe Iron Maiden Jahre aufkommen. Diesen abrundenden Abschlusssong des Albums könnt ihr HIER antesten.

Die Geburt des Heavy Metals

Midas kommen, wie hätte es passender sein können, auch genau aus der bereits eben erwähnten wichtigen Stadt in der Entwicklung des Heavy Metals: Detroit. Wo einst KISS geboren wurden, entstanden eben auch Midas aus den Resten zweier bekannter Bands aus Michigan. Unter dem Motto, den Spirit der Musik des Jahrzehntewechsels um 1980 einzufangen, gingen die vier Musiker dann an den Start.

Jene Zeit, in der der Hardrock mehr und mehr den Heavy Metal entstehen ließ, sei auch die große Zeit ihrer Vorbildbands gewesen. Sie nennen dabei Bands wie Alien Force, Riot, Tank oder Heavy Load, aber auch Legenden wie Thin Lizzy und Judas Priest. Letztlich sei ihr Hauptziel also auch die Erinnerung an diese Legenden mit der zeitgleichen Entwicklung eines eigenen Sounds.


Fazit
Midas bringen auf ihrem gleichnamigen Debüt die Klänge der frühen 1980er in die Moderne und nehmen den Hörer mit auf eine musikalische Reise zur Entstehung des Heavy Metals. Dabei setzen sie nicht nur auf geradlinigen Rock, sondern vermischen verschiedene Genres, wodurch sehr unterhaltsame Songs entstehen. Von mir gibt es dafür 8 / 10

Line Up
Joe Kupiec – Gesang, Gitarre
Casey O’Ryan – Gitarre
Anthony Franchina – Bass
Breck Crandell – Schlagzeug

Tracklist
01. Slaves To The Night

02. Nobody Gets Out Alive
03. Hellfire
04. Break The Chains
05. Eyes In The Cold
06. Hell Has Frozen Over
07. Running Scared
08. Golden Chariots

Links
Facebook Midas
Bandcamp Midas


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