Mega Colossus – Riptime – Album Review

Mega Colossus – Riptime
Herkunft:
Raleigh / USA
Release:
17.12.2021
Label:
Rafchild Records
Dauer: 40:48
Genre:
Heavy / Power Metal


Die Amerikaner aus North Carolina haben sich 2005 als Colossus gegründet und es bis 2015 auf vier Veröffentlichungen gebracht. Dann erfolgte eine Umbennenung in Mega Colossus, da als Colossus die Anzahl gleichnamiger Band unterschiedlicher musikalischer Schattierungen wohl zu groß war.

Riptime wurde nun als drittes Release unter dem geänderten Namen eingespielt und mit Hilfe eines Crowdfunding im Vorfeld realisiert. Es gibt also genügend willige Hörer, die diese Band nach vorne bringen.

Schnell, positiv und gitarrenlastig

Das musikalische Konzept auf Riptime ist schnell umrissen. Es ist bester gitarrenlastiger Heavy oder auch Power Metal, je nach Sichtweise und Song, welcher melodiös und immer positiv rüber kommt. Der mehr als gelungene Opener Razor City wurde vorab als erstes ausgekoppelt. Er überzeugt mit mitreißender Geschwindigkeit, seiner Gitarrenarbeit und der Gesangsleistung. Die spitzen Schreie im Refrain erinnern an Rob Halford. Wie das Ganze jetzt genau klingt, könnt ihr HIER anhören.

Midnight Zone schaltet dann etwas in den Midtempobereich runter. Das gibt Sean Buchanan am Mikro die Chance sich voll zu entfalten, wobei seine stimmgewaltigen Kollegen durchweg auf dem Album im Hintergrund unterstützen. Das bringt viel Abwechslung in Vigilo Confido und findet beim mehrstimmigen Gesang im Song Tinker Tanner seine Vollendung. Dazu ist gerade dieser Song noch mit wunderbaren Gitarrenduellen und Gitarrensoli opulent gefüllt.

Ohne Durchhänger, mit vielen Höhepunkten

Oft ist die Rede davon, dass Mega Colossus bei der Gitarrenarbeit etwas von Iron Maiden haben. Dem kann man nicht bei jeder Komposition zustimmen, aber im Falle von Run To The Fight trifft es zweifellos zu. Was für eine schöne Melodien- und Gitarrenorgie die Band komponiert hat, möchte ich euch HIER noch zu hören geben.

Noch einmal richtig aufgedreht wir bei Boiling Seas. Das Schlagzeug galoppiert und die Solos fliegen einem um die Ohren. Es wird eine Melodielinie nach der anderen aneinander gereiht. Im Kontrast zum kurzen Boiling Seas steht der abschließende längste Track des Albums Iron Rain. Hier wird uns vor Augen und Ohren geführt, was Mega Colossus können. Großangelegte, schon fast epische Gesangsbögen, traumhafte Gitarrenarbeit und ein stampfender Midtempopart im Mittelteil machen Iron Rain neben dem Opener Razor City zum absoluten Leckerbissen auf Riptime.

Für mich ist der einzige nicht stimmige Punkt das Albumcover, mit dem ich mich auch beim zehnten Mal Anschauen nicht anfreunden kann. Aber da gehen die Geschmäcker ja auseinander.


Fazit
Mega Colossus
reihen auf Riptime positive Melodien, vielstimmige Gesangslinien und unbegrenzte Ideen kinderleicht und stimmig aneinander. Die Gitarrenarbeit setzt dem Ganzen dazu würdig die Krone auf. Heavy Metal vom Feinsten und deshalb dafür 9 / 10

Line Up
Sean Buchanan – Gesang
Bill Fisher – Gitarre, Gesang
Stephen Cline – Gitarre, Gesang
Anthony Micale – Bass, Gesang
Doza Mendoza – Schlagzeug

Tracklist
01. Razor City
02. Midnight Zone
03. Vigilo Confido
04. Tinker Tanner
05. Run To The Fight
06. Boiling Seas
07. Iron Rain

Links
Facebook Mega Colossus
Instagram Mega Colossus
Bandcamp Mega Colossus


Außerdem auf Soundmagnet.eu
Album Review – Metalsteel – Forsaken By The Gods
EP Review –
Rebel Priest – Lost In Tokyo
Interview – Kryptos, Nachgefragt bei Nolan Lewis

Cooler Artikel? Diskutiere mit auf Facebook!
[Total: 3 Average: 5]
Teile diesen Inhalt mit anderen
fb-share-icon