Meat Cheese – Fromage En Extase – Album Review

Meat Cheese – Fromage En Extase
Herkunft:
Österreich 
Release:
18.02.2022
Label: TwoEleven Records
Dauer:
36:57
Genre:
Flash Rock


Peace, Love and Meat Cheese!

Mit diesen Worten heißen mich die Jungs aus den Tiroler Bergen in ihrem Pressepaket willkommen und ich darf euch sagen, ich fühle mich nicht nur wegen der Wortspielkreation sehr wohl in diesem. 
Die beiden Vollblutmusiker Gregor und Michael legten den Grundstein für ihr Käseprojekt, pardon Debütalbum, vermutlich zwischen Leberkasweckerl und Kaffee auf irgendeiner Tiroler Hütte, auf die sie sich während eines heißen Sommers zwischen die Kluften Tirols zurückgezogen hatten. Heraus gekommen ist nicht nur ein Sound, der sogar Rinder zum Milch geben bringt, sondern auch gleich ein neues Genre.

Meat Cheese sind tatsächlich die ersten Vertreter des erfundenen Flash Rock. Wie das klingt, könnt ihr hier nachlesen. 
Schon der Opener Raptor Party bringt fetten Sound auf die Matte, der Bass dröhnt, die Riffs sitzen, der Text ist sattelfest. Einen Eindruck könnt ihr euch selbst HIER machen, live und in Farbe als Mitschnitt des Woodlight Festival 2021. 

Moanin brilliert mit etwas weniger Tempo, jedoch nicht weniger Intensität. Wie ihr HIER sehen könnt, haben die Jungs auch das Video drehen voll drauf. Dies wird definitiv einer meiner Lieblingssongs des Albums. Es hat diese ganz eigene Attitüde, die jedem internationalen Vergleich standhält, klingt hier doch so gar nichts nach ländlicher Idylle und Hinterhofproduktion und bringt ein wenig Grunge mit in die silber glänzenden Berge.

Flash Rock, der kleine Bruder des Stoner Rock

Genau so geht es mit Fist weiter. Der Track brescht ordentlich mit Tiefgang nach vorne und die Riffs könnten ebenso gut von Nick Oliveri himself stammen. Achtung, die Stoner Rocker unter euch dürfen sich freuen! Der grobe Gesang, die Interludes und Zwischenstrophen haben richtig Wumms und gefallen mir sogar besser als der Strophengesang. 

Bei Cheese Blues und dem Mundharmonika Intro ist man dann endgültig im Alpenglühen angekommen und wünscht sich selbst auf die Holzbank vor der sonnengewärmten Holzwand der Hütte um im Träumen zu versinken. Bluesig könnens also auch, die Tiroler Buam. 

Cheaper, Better, Harder wird es dann mit dem nächsten Track wieder, dessen Intro den Rock n Roller wieder zum Leben erweckt. Ja, für ein Debüt zeigen die Jungs schon richtig Zähne! Rotzig und selbstbewusst sind sie! 

Auch die folgenden Songs machen keine großen Ausreißer nach unten was die Qualität der Musik, der Komposition und der Lyrics angeht.  Besonders hervor zu heben ist meiner Meinung nach die solide Instrumentalarbeit und das Gespür fürs Komponieren.

Den absolut genialen Closer Opus Meat hat es mir am meisten angetan, überzeugt der Instrumentale Track doch mit viel Variantenreichtum, Melodie und catchy Thema. 


Fazit
Ein Debüt aus den Tiroler Bergen, das genau so in die Mojave Wüste passen würde und gute Laune macht. Meat Cheese dürfte den Stoner Jüngern unter euch zusagen. Von mir satte 7 / 10 hinter den Arlberg.

Line Up
Gregor Lindner – Gesang, Bass, Mundharmonika
Michael Posch – Schlagzeug, Hintergrundgesang, Perkussion

Tracklist
01. Raptor Party
02. Moanin
03. Fist
04. Cheese Blues
05. Cheaper Better Harder
06. Bone Marrow
07. Im glad you asked
08. Opus Meat

Links
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