Manuel Barbará – Moonrise – Album Review

Manuel Barbará – Moonrise
Herkunft:
New Jersey / USA
Release: 
19.03.2021
Label:
Eigenverlag
Dauer:
28:26
Genre:
Djent / Progressive Metal


Der aus dem amerikanischen New Jersey stammende Gitarrenvirtuose Manuel Barbará ist in seiner musikalischen Ausbildung ein Self-Made-Man. Weder wurde er abgesehen von Klavierstunden besonders musikalisch aufgezogen noch spielte eine musikalische Berufslaufbahn von frühester Kindheit an eine Rolle für ihn. In seiner Teenagerzeit startete er dann voll durch, und von den ersten Gitarrenstunden bis zum Einschreiben am renommierten Berklee College of Music in Boston vergingen nur drei Jahre.

Das spricht wohl für ein Ausnahmetalent. Diese Laufbahn eines musikalischen Durchstarters führte letztendlich zu seinem ersten Vollzeitalbum Moonrise, das erst einmal rein digital erhältlich sein wird. Diese unglaubliche Präzision ist es dann auch, die das Album wie das Werk eines jahreslangen Passionisten klingen lässt.

Unglaublich reife musikalische Leistung

Obwohl Moonrise rein instrumental gehalten ist, fehlt es hier an keiner Stelle an Ausdrucksstärke. Schon der über TheProgSpace als Singleauskopplung vorveröffentlichte Titeltrack Moonrise, HIER das Video dazu, ist ein detailverliebter, knackiger Djent Track. Dieser haut dem Hörer die krummen Metren nur so um die Ohren und ist stark von Periphery inspiriert. Etwaige Gottkomplexe bleiben Barbarà in seiner kommenden Laufbahn hoffentlich erspart, das folgende The God Complex beeindruckt mit einer brettharten Gitarren und ebensolchen Schlagzeug. Childen of Prometheus ist rhythmisch klasse und bildet die perfekte Überleitung zum dreigeteilten Mirror, dessen Leitmotiv sich durch alle Teile durchzieht.

Nicht nur Gemuskel, sondern auch Atmosphäre

Der erste Teil Image erinnert durch die ambientartigen Gitarrenspuren und die Rhythmusarbeit beabsichtigt sehr an Tesseract. Den Unterschied macht der fehlende Gesang aus, ein Daniel Tompkins würde hier sehr gut passen. Aber auch so steht hier die Atmosphäre etwas mehr im Vordergrund.

Der zweite Teil Silver setzt noch vollkommen auf sphärische Sounds. Irrlichte Pianosounds, Synthwolken und gezupfte Gitarrenklänge bieten dem Hörer eine Ruhepause für den nun einrollenden dritten Teil Reflection, für den wieder einmal Periphery und auch Meshuggah Pate standen. Und zwar sowohl, was die brettharte Metal Rhythmus Wand angeht, aber auch ausdrücklich in den immer wieder harten, aber meditativ gestalten Gitarrenlinien.

Der komplexeste und abwechslungsreichste Track ist das abschließende The Nightmare Weaver mit seinen mächtigen Riffs und seinen tonalen Spielereien. Die finalen Akkorde nehmen Bezug auf die des bereits erwähnten Childen of Prometheus.


Fazit
Unglaublich, dass Moonrise das Debüt eines musikalischen Senkrechtstarters ist. Manuel 
Barbará veröffentlicht eine unglaublich reife Meisterleistung, die seinen Vorbildern Dream Theater, Keith Marrow oder Periphery nicht nur huldigt, sondern auf Augenhöhe einen knackigen progressiven Djent Metal darbietet, der trotz seiner Perfektion und Präzision noch Luft nach oben bietet. Meine Empfehlung mit 8.5 / 10


Line Up
Manuel Barbará – Gitarren, Programmierung
Nick Thorpe – Bass
Joey Ferretti – Schlagzeug

Tracklist
01. Moonrise
02. The God Complex
03. Children of Prometheus
04. Mirrors I – Image
05. Mirrors II – Silver
06. Mirrors III – Reflection
07. The Nightmare Weaver

Links
Facebook Manuel Barbara
Bandcamp Manuel Barbará


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