Magnum – The Monster Roars – Album Review

Magnum – The Monster Roars
Herkunft:
UK
Release:
14.01.2022
Label: Steamhammer
/ SPV
Dauer:
58:47
Genre:
Classic Rock / Hard Rock


Foto Credit: Rob Barrow

Es gibt Bands, die begleiten einen schon ein Leben lang. Solch eine Band ist Magnum, die mit mir zusammen grau wurden und es mittlerweile schon auf fünfzig Jahre Bandgeschichte bringen.

Im Gegensatz zu meinem Spiegelbild haben Magnum mich aber noch nie enttäuscht. Zwar erwartet man keine genreweisenden Alben der Ur-Titanen um Gitarristen Tony Clarkin und Sänger Bob Catley, aber mit großer Sicherheit ein hochwertiges Classic Rockalbum.
Diese beiden Herren ziehen sich als roter Qualitätsfaden durch die Bandgeschichte, wobei besonders Tony Clarkin als Hauptsongwriter und Produzent seine Hände federführend im Spiel hat.

Das wohlige Gefühl gut aufgehoben zu sein

So ziemlich genau zwei Jahre ist es her, dass Magnum mit The Serpent Rings ihr letztes Studioalbum veröffentlichten. Vor einem Jahr gab es dann noch eine lohnenswerte Best-Of namens Dance Of The Black Tattoo. Es war also genug Zeit um uns ein weiters hochklassiges Album zu schenken.

Nach der ersten Anhörung der zwölf Nummern hatte ich sofort das wohlige Gefühl gut aufgehoben zu sein. Der unaufgeregte und hoch professionelle Sound von Magnum ist losgelöst von Trends und führt mich zurück in die Zeiten als Rockmusik noch täglich von allen Radiostationen ausgestrahlt wurde.

Startet der Titelsong The Monster Roars noch verhalten solide, so nimmt das Album bei Remember schon rockige Fahrt auf. Gefühlvoll und beschwingt geht es mit All You Believe In weiter, bevor ich bei I Won`t Let You Down das erste Mal Gänsehaut bekomme. Startet der Song langsam und beschwingt, so marschieren die Melodien ab dem Refrain direkt unter die Haut. Der Takt fällt in der Strophe wieder auf beschwingte 3/4 zurück, aber nur um mit süßer Melodien beim nächsten Refrain wieder über uns zu kommen. Das Lied kann süchtig machen und HIER angehört werden.

Die Freude am gehobenen Midtempo

Die Reise auf The Monster Roars geht mit soliden Rocknummern wie The Present Not The Past und dem hin und her pendelndem That Freedom Word weiter.

Deutlich sticht als nächstes das durch Bläser aufgepeppte No Steppin‘ Stones hervor. Der Sound wird durch deren Einsatz unheimlich verdichtet und reißt einen mit seinem stampfenden Rhythmus mit. Anhören könnt ihr den Song HIER.

Zurück in den Sessel lassen wir uns bei Your Blood Is Violence fallen. Der Song ist eine gute, aber für Kenner erwartbare Nummer. Noch bedächtiger wird es bei der sanften, balladesken Nummer namens Walk The Silent Hours. Einer angenehmen aber irgendwie schon ähnlich gehörten Komposition.

Doch ab jetzt nimmt die Rockomotive wieder Fahrt auf und weckt uns mit The Day After The Night Before. Die Gitarren klingen und der Schellenring peppt den Rhythmus auf. Genauso wohlklingend und kräftig fällt Come Holy Men aus.

Danach fehlt nur noch das von akustischen Gitarren dominierte Can’t Buy Yourself Heaven. Mit viel Gefühl und einer wunderbaren Gesangsleistung bringt uns diese Fast-Ballade zur Tür. Doch kurz vor dem Abschied haut Tony Clarkin noch ein Solo raus und gibt uns, wie es sich für eine Rockband gehört, die E-Gitarre mit auf den Weg.


Fazit
Magnum
überzeugen auf The Monster Roars mit qualitativ hochwertiger Rockmusik und gewohnt gefühlvollen Klängen. Mit I Won’t Let You Down und No Steppin’ Stones hat man zwei echte Zugpferde am Start, welche das Album zusätzlich deutlich aufwerten. Rockige 8,5 / 10

Line Up
Bob Catley – Gesang
Tony Clarkin – Gitarre
Rick Benton – Keyboards
Dennis Ward – Bass
Lee Morris – Schlagzeug

Tracklist
01. The Monster Roars
02. Remember
03. All You Believe In
04. I Won’t Let You Down
05. The Present Not The Past
06. No Steppin’ Stones
07. That Freedom Word
08. Your Blood Is Violence
09. Walk The Silent Hours
10. The Day After The Night Before
11. Come Holy Men
12. Can’t Buy Yourself Heaven

Links
Facebook Magnum
Webseite Magnum

 


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