Jasmeno – Elixir – EP Review

Jasmeno – Elixir
Herkunft:
Danzig / Polen
Release:
25.06.2021
Label: Lynx Music
Dauer:
41:55
Genre:
Progressive / Electronic Rock


Foto Credit: Paweł Witkowski & Anna Dębska

Das Projekt Jasmeno wurde vor vier Jahren vom Mastermind Slavomir Maria Nietupski gegründet und kann durchaus einiges an Prominenz in der Liste der mitwirkenden Personen aufweisen. Karolina Andrzejewska wird der ein oder andere sicherlich als Sängerin der polnischen Rocker Batalion d’Amour kennen. Andrea Boccarusso hat mit Live Auftritten auf Empfehlung von Rammstein das Publikum beeindruckt

Auch auf dem zweiten, neuen Werk Elixir stehen im Zentrum des Geschehen herrlich düstere Synthie-Sounds, die mit edlen Gitarrensoli sowie elektronischen Beats und gesprochenen Passagen verfeinert werden. Diese kann der interessierte Hörer neben der obligaten Möglichkeit in digitaler Form auch in sehr edel gestalteten CD-Boxen und Vinylausgaben genießen.

Die Klasse des gebotenenen Dark Wave mit progressive Anleihen zeigt Sonet, das du HIER anspielen kannst. Der progressive Anteil zeigt sich vor allem in der abwechslungsreichen Keyboardarbeit mit vielen guten Ideen und interessanten Melodien.

Der Titeltrack Elixir bietet, wie auch schon der Opener Alchemy, ein mit dunklen Synthiewolken unterlegtes Gitarrensolo, das an sich sehr gut gemacht ist. Eben jene Gitarreneinsätze verleihen dem stark elektronischen gefärbtem Geschehen letztendlich einen gewissen Rockanstrich. Enigma und Pink Floyd lassen nicht nur grüßen, sie standen ganz klar Vorbild.

Wobei hier sehr gediegen gerockt wird. Elixir darf man sich auf keiner Rockbühne vorstellen, sondern eher in einem dunklen Farbtönen getränkten Club. Die Beats wären sicherlich entspannt tanzbar.

Entspannte Elektronik und elegische Gitarren

Neben den sechs neuen Songs ist Elixir mit vier neu eingespielten Songs ihres selbstbetiteltem Erstlings aus 2017 versehen. Diese sind neu gemixt worden und weiterhin mit neuen Basslinien, Gitarrensoli und anderen Schlagzeugsounds versehen worden. Für mich werten diese Songs die gesamte EP sehr auf.

Vor allem das sieben minütige Sunk In Emotion ist großartig! Die Tracks vom ersten Album sind mehrdimensionaler und progressiver in ihren Ideen und Sounds, was die gefühlte Tiefe der Songs ganz klar positiv beeinflusst und mich in die Richtung einer klaren Kaufempfehlung schubst.


Fazit
Jasmeno überzeugen auf ihrem zweiten Werk Elixir durch entspannten und eingängigen Electronic Rock, der glücklicherweise nicht so seicht wie Soft Rock herüberkommt. Vor allem die Neueinspielungen überzeugen mich, daher vergebe ich reinen Herzens 7.5 / 10

Line Up
Andrea Boccarusso – Gesang, Chor, Gitarren
Lecia Louise – Gesang, Chor, Gitarre
Piotr Chomicz – Gitarre
Kacper Wołk – Bass
Anna Heron – Chor
Robert Jakubiec – Trompete
Gabriela Gutierrez – Harfe
Karolina Andrzejewska – Gesang
Marek Depa – Gitarren
Beata Szewczyk – Gesprochene Passagen
Slavomir Maria Nietupski – Synthesizer, Programmierung, gesprochene Passagen

Tracklist
01. Alchemy
02. Sonet
03. Indefinite Antecedents
04. Nokturn
05. Amber Skyline
06. Elixir
07. Plankton 2021
08. Nothing But Illusion 2021
09. Sunk In Emotion 2021
10. Temptation In Vain 2021

Links
Facebook Jasmeno
Bandcamp Jasmeno


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