Horns Of Domination – Where Voices Leave No Echo – Album Review

Horns Of Domination – Where Voices Leave No Echo
Herkunft:
Nürnberg / Deutschland
Release:
22.10.2021
Label: Sepulchral Voice Records
Dauer:
35:38
Genre:
Black Metal / Doom Metal / Death Metal


Horns of Domination-Band
Foto Credit: Mike Wiener

Horns Of Domination haben sich ganz schön Zeit gelassen, denn erst sechs Jahre nach der ersten Demo legen die Nürnberger mit Where Voices Leave No Echo nun ihr Debütalbum vor.

Darauf lässt sich die Combo nicht in eine Schublade einordnen. Ihr Mix aus Doom, Death und Black Metal zielt vor allem auf die Herstellung einer düsteren und hypnotischen Atmosphäre ab, wobei aber auch auf die nötige Härte nicht vergessen wird.

Komplex und dennoch eingängig

Die Musik von Horns Of Domination bewegt sich zwischen akustischen Passagen, straighten Stakkato-Riffs, treibenden Doom-Walzen und Black Metal Raserei hin und her. Die Stimme von Sänger C.G. fügt sich in das Gesamtbild ein wie ein weiteres Instrument, insgesamt harmonieren die Musiker perfekt miteinander. Vorsicht, Plattitüde: Diese Band agiert wirklich wie eine Einheit, was sich im starken und teils vertrackten Songwriting niederschlägt.

Die Nummer Oscillating ist ein gutes Beispiel dafür. Trotz der Tempo- und Rhythmenwechsel wirkt das Lied wie aus einem Guss und weckt wegen seiner einprägsamen Gitarrenlinien und der  komplexen Struktur dezente Erinnerungen an Dissection und Behemoth. Starke Leistung!

You’ll die here, in solitude!

Insgesamt befindet sich auf Where Voices Leave No Echo kein einziger Durchhänger, aber auch nicht jeder Song hat Hit-Potenzial. Soundtechnisch ist das Schlagzeug beim Mix vielleicht etwas zu sehr in den Hintergrund geraten – solche Dinge sind aber letztendlich immer Geschmackssache.

Wer einen Eindruck vom Sound der Nürnberger haben will, der sollte sich HIER den Song Die Here, In Solitude anhören. Die Nummer überzeugt durch eine spannende Kombination aus zähen Passagen, die sich langsam und heftig wie Lava über den Hörer ergießen, sowie melodischen Gitarrenlinien und einer Prise nordisch-kalter Raserei.


Fazit
Horns Of Domination beweisen auf ihrem Debüt Where Voices Leave No Echo, das schwarz angehauchter Extreme Metal made in Germany sich nicht vor der internationalen Konkurrenz zu verstecken braucht. Hier wird auf hohem Niveau eine düstere und aggressive Welt erschaffen, wobei jeder Song wie ein Puzzlestück eines größeren Gesamtbildes wirkt. 7,5 / 10 für dieses starke Debüt!

Line Up
C.G. – Gesang, Gitarre
D.P. – Gitarre, Bass, Effekte
S.E. – Schlagzeug, Percussion, Effekte

Tracklist
01. No Beyond (For No One)
02. Vanish
03. Untamed
04. Oscillating
05. Cold Breath
06. Where Voices Leave No Echo
07. Die Here, In Solitude
08. Throne of Ecstasy

Links
Bandcamp Horns Of Domination
Facebook Horns Of Domination


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