Dream Theater – A View From The Top Of The World – Album Review

Dream Theater – A View From The Top Of The World
Herkunft:
USA
Release:
22.10.2021
Label:
InsideOut Music / Sony Music
Dauer:
70:24
Genre:
Progressive Metal 


Foto Credit: Rayon Richards

Das Traumtheater, namentlich Dream Theater, beehrt seine zahlreichen Fans wieder einmal mit einem neuen Album. Die Promotiontour für den 2019er Studio Vorgänger Distance Over Time musste pandemiebedingt recht kurz ausfallen. Umso mehr dürfte nun das prall gefüllte Studiowerk A View From The Top Of The World auf offene Ohren stossen. In Vollzeit auf dem Programm und dank InsideOut Music wieder einmal in zahlreichen schicken Vinylfassungen sowie auf CD und auch in einem schicken 5.1 Mix auf Bluray, die durstende Fans beglücken dürfte. 

Der Titel des Albums klingt ja schon recht selbstbewusst. Haben wir es mit einem luftigen Überwerk zu tun oder ist hier Bestandswahrung angesagt? Obwohl der Vorgänger sehr erfreulich war, so haben sich die fünf Herren so manches Mal in ihrer fast 35 Jahre währenden Geschichte eher wacker schlagen als Akzente setzen können.

Anknüpfung an bisherige Glanztaten

Bei A View From The Top Of The World kann in dieser Hinsicht Entwarnung gegeben werden. Das neue Werk kann und darf in einer Reihe mit Octavarium genannt werden. Auf ihrem neuen Album erfinden die Prog Metal Ikonen ihr Handwerk nicht neu. Auch wenn die Melodienführung und die Gitarrenläufe bekannt vorkommen, so gibt man sich sehr songdienlich und verliert sich nicht in übermäßigem Instrumentalgemuskel. Wer sich davon selbst überzeugen mag, der sei herzlich dazu eingeladen sich HIER den Opener The Alien zu Gemüte zu führen.

Bodenständige Weltenflucht

Thematisch knüpfen Dream Theater mit ihrem neuen Werk in Sachen Weltenflucht und seinen Blicken jenseits des großen Horizontes in eine ungewisse, aber spannende Zukunft ganz grob und lose an das The Astonishing Konzept an. Nicht zuletzt ist das Konzept auch ein Produkt des Pandemie Interrupts und einer Gedenksekunde darüber, wie wir unser künftiges Leben gestalten wollen.

Musikalisch gibt es bei all den Virtuosen in ihrem Bereich nichts zu mäkeln. John Petrucci agiert angenehm songorientiert, ebenso Jordan Rudess und auch James LaBrie. Mit dem Titeltrack A View From Top Of The World haben Dream Theater endlich wieder einen neuen, gescheiten Longtrack von 20 Minuten Länge im Programm. Alleine der rechtfertigt schon den Erwerb der Platte.


Fazit
Grenzen sprengen Dream Theater mit A View From Top Of The World nicht, sondern bringen mal eben ihre beste Platte seit Octavarium raus. Aber was rede ich, der Fan hat die Platte eh schon gekauft. Mich eingeschlossen. 10 / 10

9,5

Line Up
James LaBrie – Gesang
John Petrucci – Gitarren
Jordan Rudess – Keyboards
John Myung – Bass
Mike Mangini – Schlagzeug

Tracklist
01. The Alien
02. Answering The Call
03. Invisible Monster
04. Sleeping Giant
05. Transcending Time
06. Awaken The Master
07. A View From The Top Of The World

Links
Facebook Dream Theater
Webseite Dream Theater


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