Yes – The Quest – Album Review

Yes – The Quest
Herkunft:
UK
Release:
01.10.2021
Label: InsideOut Music 
/ Sony Music
Dauer:
61:22
Genre:
Progressive Rock


Foto Credit: Gottlieb Bros

Müssen die britischen Progressive Rocker Yes noch ernsthaft vorgestellt werden? Das fünfte Jahrzehnt ihres Bestehens haben die Musiker seit einiger Zeit schon hinter sich. Und obwohl das Gründungsmitglied und Kopf der Gruppe Chris Squire vor einigen Jahren verstarb, besinnen sich die Herren auf ihre Kernkompetenzen und versorgen ihre Fans weiterhin mit guter Musik.

Mit dem Wechsel zum renommierten Label InsideOut Music stand am 01.10.21 die Veröffentlichung ihres neuen Werkes The Quest an, welches in verschiedenen physischen Varianten auf CD, Bluray sowie Vinyl erschien. Wie schlagen sich Yes nun auf ihrem neuen Werk? Ausgesprochen gut, muss an dieser Stelle konstatiert werden. Thematisch beschäftigt sich das Album mit den großen Themen des Lebens, wie sie im Wandel begriffen sind und wie der einzelne darauf reagiert.

Große Veränderungen für das neue Album

Schon das vertraute Coverartwork von Roger Dean knüpft an alte Zeiten und bereitet thematisch den Grund für den Opener The Ice Bridge, der HIER mit Video angehört werden kann. Er beschäftigt sich beispielsweise mit dem Klimawandel und den Veränderungen in der Umwelt. Er ist damit thematisch aktueller als so manche auf dem Album vertretenden Sounds. Gerade die Keyboards von Geoff Downes versprühen oft den Geist vergangener Tage. Das von Steve Howe geschriebene Dare To Know, auch HIER mit Video zu sehen, trägt deutlich seine Handschrift. Zusätzliche Unterstützung erfolgt hier wie auch an anderer Stelle durch eine Orchestrierung.

Vertonte positive Energie und Optimismus

The Quest wurde von Steve Howe produziert, und das im positiven Sinne zu vernehmen. Sein komplexes Gitarrenspiel steht erfreulicherweise oft im Vordergrund, und werden durch den Falsett Gesang von Jon Davison hervorragend ergänzt. Auch durch ihn strotzen die Songs nur so vor positiver Energie und Spielfreude.

Auch wenn sie den Klassikerstatus vergangener Großtaten nicht erreichen werden. Billy Sherwood und Alan White agieren erfreulich songdienlich, nur Geoff Downes fällt mit so manchen aus der Zeit gefallenen Keyboard Fanfaren etwas zurück. Die Fans bekommen mit The Quest ein schönes. verhalten modernes Konzeptwerk geboten, das vor allem Fans von Steve Howe gefallen dürfte.


Fazit
Das erste Album ohne Chris Squire gelingt den Prog Rock Heroen Yes bravurös. Sie stellen sich gekonnt in den Dienst ihrer eigenen Tradition und liefern mit The Quest eine feine Progressive Rock Scheibe, an dessen positiver Energie der Hörer Kraft für die dunkle Jahreszeit tanken kann. 8 / 10

Line Up
Jon Davison – Gesang, akustische Gitarre
Steve Howe – Gitarren, Hintergrundgesang
Geoff Downes – Keyboards
Billy Sherwood – Bass, Hintergrundgesang
Alan White – Schlagzeug, Hintergrundgesang

Tracklist
01. The Ice Bridge
02. Dare To Know
03. Minus The Man
04. Leave Well Alone
05. The Western Edge
06. Future Memories
07. Music To My Ears
08. A Living Island
09. Sister Sleeping Soul
10. Mystery Tour
11. Damaged World

Links
Facebook Yes
Webseite Yes


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