Dark Rites – The Dark Hymns – Album Review

Dark Rites – The Dark Hymns
Herkunft:
Vereinigtes Königreich / USA / Kanada
Release:
11.09.20
Label:
Brutal Records
Dauer:
37:16
Genre:
Melodic Death Metal


Dark Rites BandfotoDie Mitglieder des 2016 gegründeten Bandprojekts Dark Rites leben in unterschiedlichen Ländern. Trotzdem haben sie es geschafft, uns mit The Dark Hymns ihr bereits drittes Studioalbum vorzulegen.

Die Songs sind zwischen Death Metal und klassischem Heavy Metal angesiedelt. Dabei wird viel Wert auf die Melodien gelegt. Zu den Einflüssen der Band zählen ganz große Namen wie Arch Enemy, Amon Amarth oder Iron Maiden. Und das hört man auch.

Divine Duplicity eröffnet das Album mit klassischen Death Metal Riffs und Blastbeats. Sehr schnell wird klar, dass die Band auf Tempowechsel und Midtempo-Parts steht, die perfekt zum Headbangen sind. Sänger Kole Cook growlt mit tiefer Stimme und baut gelegentlich ein paar Screams ein, was sich das gesamte Album über nicht ändert. Das nächste Lied, Goliath the Coward, klingt wie das uneheliche Kind von Arch Enemy und alten Kataklysm. Mein Anspieltipp, den du HIER finden kannst.

Lied Nummer Drei, In Stasis, malmt in Oldschool-Manier dahin. Der melodische Anteil rückt in den Hintergrund und das Solo geht in einen treibenden Rhythmus über, der wie geschaffen ist für einen Moshpit. Beim nächsten Song, Moira, werden anfangs etwas ruhigere Töne angeschlagen. Die Gesangslinien und der Midtempo-Beat erinnern an Amon Amarth um die Jahrtausendwende.

Weiter geht’s mit Scars. Das Lied wird mit einer sägenden Hookline eingeläutet. Zudem zeigt Schlagzeuger Randy Kaciak, dass er sein Handwerk wirklich versteht. Auch hier kommt die Vorliebe für eine gewisse Viking Metal Band klar zum Vorschein. Bei Serena kann Gitarrist Wojtek Widuch wieder seinem Faible für epische Melodien fröhnen, ehe der Song zu einem Midtempo-Kracher mit kurzen Solis und gelegentlichen Blastbeats mutiert.

Nummer Sieben des Albums, Shadow God, präsentiert uns kaltes und präzises Riffing mit leichten Black Metal-Anleihen. Andere Bands bauen kurze Breakdowns ein, Dark Rites hingegen liefern uns einen rund vier Minuten langen Breakdown mit knackigen Hooklines. Die nächste Nummer, The Devils Heroes, orientiert sich wieder stärker an schwedischem Death Metal. Coole Nummer, die dann aber doch etwas zu stark wie eine Kopie klingt.

Das abschließende The Great Halycon Wars startet wie ein Song aus der Feder eines gewissen Peter Tägtgren. In weiterer Folge werden nochmal alle Zutaten der vorhergehenden Songs in den Topf geworfen. Ein toller Rausschmeißer mit abruptem Ende.


Fazit
Im Review wurden viele große Bands genannt. Dark Rites vermischen das Beste dieser Bands zu etwas Neuem. Das klingt manchmal etwas uneigenständig, aber es macht beim Hören einfach wahnsinnig viel Spaß. Und es ist ja nicht so, als ob die Combo plump woanders klauen würde. Vielmehr bedient sie sich etablierten Elementen und stückelt diese zu ihrem eigenen Klangbild zusammen. In Kombination mit der Tatsache, dass die Bandmitglieder nicht einmal im selben Land leben und trotzdem so einen Brocken von Album raushauen können, ist mir The Dark Hymns stolze 9 / 1o wert.

Line Up
Kole Cook “Blooded” – Gesang
Wojtek Widuch – Gitarre, Bass
Randy Kaciak – Schlagzeug

Tracklist
01.Divine Duplicity
02.Goliath the Coward
03.In Stasis
04.Moira
05.Scars
06.Serena
07.Shadow God
08.The Devils Heroes
09.The Great Halcyon War

Links:
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Youtube Dark Rites

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Album Review – Battlesword – And Death Cometh Upon Us
Kolumne – Rettet ausgerechnet eine App die Beziehung zwischen Bands und Fans?

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