Daeth Daemon – Span of Æons – Album Review

Daeth Daemon – Span of Æons
Herkunft:
Salzburg / Österreich
Release:
18.03.2022
Label: Van Records
Dauer:
32:39
Genre:
Death Metal


Wenn sich eine Death Metal Band mit Dantes göttlichen Komödie thematisch auseinandersetzt ist der musikalische Bogen bis zum äußersten gespannt. Vor allem wenn es eine vielversprechende Band aus Salzburg ist, die aus erfahrenen Musikern des Extrem Metal Sektors besteht.

Als Frontgrunzer lässt hier unter anderem Steve Marbs, ex-Negator und ex-Dark Funeral, die Wände erzittern. Fiel die EP The Skeleton Spectres noch komplett durch meinen Rost, bin ich nach dem ersten Durchlauf von ihrem ersten Long Player hellauf begeistert und muss euch das Ding voller Vorfreude unter diese Nase reiben. 

Salzburg goes Florida

Die Österreicher hauen hier wirklich einen raus. Span of Aeons macht einfach von vorne bis hinten richtig Spaß und der Band merkt man die Spielfreude an. Alles klingt nach, schon einmal in den 1980ern und 1990ern gehört und trotzdem kommt es mit der notwendigen Frische um die Ecke. Im Album sind viele musikalische Querverweise auf den alten amerikanischen Death Metal in Form von Morbid Angel, Death, Massacre und die melodischen Strukturen schwedischer Bands wie, Entombed, Nirvana 2002 oder Carbonized. 

Death Metal pur

Songs wie Feasting the swines und Twisted Pariah, welche eine tiefe Verbeugung der genannten amerikanischen Bands ist, stehen für den Spirit hinter diesem Album. Den Song Feasting the swines könnt ihr euch hier HIER reinziehen. Trotz aller bekannten Merkmale, haben die Alpenländer es geschafft den Songs eine Eigenständigkeit zu geben.

Eigentlich jeder Song kommt auf den Punkt und schreit danach live gezockt zu werden. Diesbezüglich können die Jungs schon stolz auf ihr Songwriting sein. Insbesondere der majestätische Song Walls of Enslavement, mit Gesangsgastbeitrag von Pungent Stench Legende Martin Schirenc, sorgt für ein Highlight.  

Gediegene Herren mit ihren sägenden Gitarren

Darüber hinaus muss man Sänger Steve Marbs ein großes Kompliment für seine Gesangsperformance machen. Fiese Growls und schrille Screams lässt er wie ein leichtes aussehen und seine Skills harmonisieren perfekt mit den Instrumenten. Trotz der spielerischen Leichtigkeit und ihrem vertrackten Gitarrenspiel, ertönen die Songs sehr eingängig und geben somit dem Hörer einen leichten Zugang.

Die Horror-Thematik rund um das Jenseits wird ideal umgesetzt. Hier sorgt das gespenstische Intro Daethspell Glacier für einen unheimlichen Einstieg, der dich unruhig schlafen lässt. Eine raue, aber fette Produktion sorgt für das richtige Old School Todesblei Feeling. 


Fazit
Span of Aeons
ist ein Death Metal Long Player Debüt der ersten Güte. Daeth Daemon huldigen mit diesem Album den alten Göttern der Death Metal Szene und beleben deren Geist wieder auf. Dennoch besitzt es eine eigene rohe Identität, welche einfach nur guten Death Metal der alten Schule zelebriert. Fantastisches Album für Fans der ersten Stunde. Brutale 9 / 10

Line Up
C.K – Schlagzeug
A.P. – Gitarre
T.K. – Gitarre, Bass
S.M. – Gesang

Tracklist
01. Deathspell Glacier

02. Extermination Ghost
03. Feasting The Swines
04. Fall Of The Sulphur Angel
05. Twisted Pariah
06. Abyss Of Alienation
07. Anticipation Of Evil
08. Walls Of Enslavement
09. Nocturnal Crossroads

Links
Bandcamp Daeth Daemon
Facebook Daeth Daemon

 


Außerdem auf Soundmagnet.eu
Album Review – Vio-lence – Let the World burn
Album Review – Oh Hiroshima – Myriad
Album Review – Allegaeon – Damnum

Cooler Artikel? Diskutiere mit auf Facebook!
[Total: 1 Average: 5]
Teile diesen Inhalt mit anderen
fb-share-icon