Allegaeon – Damnum – Album Review

Allegaeon – Damnum
Herkunft:
USA
Release:
25.02.2022
Label: Metal Blade Records
Dauer:
01:00:08
Genre:
Extreme Progressive Metal / Progressive Death Metal


Foto Credit: Caleb Dane Young

Aufstrebende Bands aus den Vereinigten Staaten sind keine Seltenheit. Vor allem im Bereich des technischen Death Metals sprießen die talentierten jungen Musiker wie die Pilze aus dem Boden.

Wenn wir den Blick gen Colorado richten, sehen wir die aktuelle Speerspitze dieser jüngeren Generationen. Die Rede ist von Allegaeon.

Die Jungs aus Fort Collins haben sich in 15 Jahren Bandkarriere von Jahr zu Jahr weiterentwickelt und können schon fünf fantastische Longplayer ihr Eigen nennen. Jedes Ihrer Alben ist ein Wahrzeichen Ihres Könnens und zeigt, wie vielseitig Death Metal in seinen Variationen sein kann. Laut Mastermind und Gitarrenhexer Greg Burgess haben sich alle Musiker in der Band am Songwriting beteiligt und somit soll Damnum so klingen, wie nie zuvor. 

Mehr Progressivität, mehr Empfindung

Nach den ersten Durchläufen, kann ich seine Sicht auf das Album nur bestätigen. Der Colorado-Fünfer hat die Zündung zum nächsten Entwicklungschritt gefunden und bewegt sich auf dem gleichen Level, wie Ihre Label Kollegen von Rivers of Nihil. Nur verstehen es Allegaeon mehr, flüssige Melodien mit einem Härtegrad zu verbinden und lassen somit einen schweren K.O. wie eine Pirouette eines schönen Tanzes aussehen.

Dieses Bild malt der Song Of Beasts and Worms. In dieser Nummer treffen waschechter progressiver Metal und alte Death Metal Trademarks aufeinander und bilden eine perfekte Symbiose. 

Fürs Leben gezeichnet

Hervorragende Melodienbögen mit tiefem Growl und der wunderschönen Klarstimme von Sänger Riley zeigt der Track Into Embers. Damit offenbaren sie eine neue Stärke, fünf bis sechs Minuten lange komplexe Songs, kurzweilig und eingängig klingen zu lassen. So etwas ist für mich die Königsdisziplin, die sich einer Band aus diesem Genre stellen kann. Als Anspieltipp möchte ich euch HIER Vermin empfehlen.

Lyrisch lässt das Album tief in die Seele der Musiker blicken. Auf Grund dessen wirken auch Songs wie Called Home sehr emotional und melancholisch. Hier wird musikalisch sehr viel Schmerz verarbeitet, besonders der neue Schlagzeuger Jeff Salzmann zeigt sein ganzes Können und hebt die Qualität der Truppe nochmal auf eine neue Stufe. 

Ausfälle sind ein Fremdwort

Im Album wechseln sich progressive Elemente ab, in Versatzstücken verlaufen sich sogar orchestrale Momente bei The Dopamine Void Pt.1, um nicht zwei Minuten später in Pt.2 mit brachialem Soundgewitter und einem regelgerechte Tech-Death Inferno auseinandergenommen zu werden.

Technisch hochwertig und trotzdem wird der Hörer nicht überfordert. Ich liebe diesen Augenblick! 
Großer Pluspunkt des Albums ist, dass es lauter Höhepunkte sind und diese auch zum Schluss halten.

Saturnine, welches sogar durch seine Power-Symphonic Metal Riffs, die Vielseitigkeit der Band nochmal bestärkt und der abschließende Prog-Brecher Only Loss mit leichten Melodic Black Metal Anleihen, zeugen von unerschöpflicher Kreativiät. Zum Ende bleibt nur viel Applaus meinerseits.  


Fazit
Damnum
 hat bei mir das Potential eines Top 5 Album des Jahres zu werden. Die Tech-Deather haben nochmal eine Schippe Eingängigkeit in den Melodien drauf gelegt und damit den Prog-Faktor erhöht. Dem Album merkt man an, wie wichtig dieser für die Band ist. Authentizität, Emotionalität und die Bewahrung Ihrer musikalischen Wurzeln sind die Stärken von diesem Stück guter Musik. Daher gibt es von mir beeindruckte 9,5 / 10

9,5

Line Up
Greg Burgess – Gitarre
Michael Stancel – Gitarre
Riley McShane – Gesang
Brandon Michael – Bass

Jeff Saltzman – Schlagzeug

Tracklist
01. Bastards of the Earth

02. Of Beasts and Worms
03. Into Embers
04. To Carry My Grief Through Torpor and Silence
05. Vermin
06. Called Home
07. Blight
08. The Dopamine Void Pt. 1
09. The Dopamine Void Pt. 2
10. Saturnine
11. In Mourning
12. Only Loss

Links
Facebook Allegaeon
Instagram Allegaeon

 


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