Biersbreaker – Reshout For War – EP Review

Biersbreaker – Reshout For War
Herkunft:
Donostia / Spain
Release:
20.12.2022
Label:
Independent
Dauer:
19:22 
Genre:
Viking Metal / Melodic Death / Folk Metal


Metal und schäumender Gerstensaft gehören ja irgendwie zusammen. Ihre ungebremste Liebe zu beidem leben Biersbreaker nun schon seit 2010 aus. Der Bandname setzt sich aus dem dänischen Biers und dem englischen Breaker zusammen, was auch schon den Großteil der Lyrics erschöpfend erläutert. Der Fünfer aus dem Baskenland singt feucht fröhliche Schlachtenlieder oder feiert einfach nur die Existenz des Bieres.

Das Debüt, sozusagen der erste musikalische Schluck, wurde 2012 auf den Tisch gestellt. Es folgte eine EP namens Drunken Bards, aber auch einige Änderungen der Besetzung. Der Wechsel hin zu Mikka am Gesang war 2017 wohl der akustisch bedeutendste Einschnitt. Mit den neuen Mannen an Board wurde der zweite Longplayer The Power Of The Hammer 2021 veröffentlicht.

Schlachtschrei der Wikinger

Die aktuelle EP Reshout For War ist eigentlich kein neues Werk, denn alle vier Songs standen bereits auf dem ersten Album von 2012. Bedingt durch die Besetzungswechsel und die fließenden musikalischen Entwicklungen, klingen diese vier Songs jedoch heute doch ganz anders als in der ursprünglichen Version.

Neben einer verbesserten Produktion, hat sich der Gesang wohl am Meisten gewandelt. Die neuen Versionen tendieren alle mehr in Richtung Folk und werden mit kräftiger Bruststimme präsentiert. Die ehemals krächzenden und fast schon schwarz-metallischen Gesänge wurden durch melodiöse Death Vocals abgelöst.

Die EP startet perfekt mit der Wikinger Hymne Crossing The Abyss. Hier tönen epische Melodien auf einer böllernden Rhythmusbasis. Der Opener ist gespickt mit Melodien und unterstützenden Folkelementen. Schon wesentlich heftiger kommt das folgende Shout For War daher. Mikka dominiert die schnelle Nummer mit seinem Organ, dass im Wechsel mal episch brüllt, dann wieder krächzt.

Raises The Glasses

Die Schlacht scheint geschlagen und der Sieg ist gewiss. Nur so lassen sich die folgenden Trinklieder bei Song drei und vier erklären. Nach kräftigen Anfang enthält Biersbreaker einen perfekten Folkteil und geht in einen metallischen Schunkel- und Feierpart über. Keine weiteren Worte sind nötig, nur die Gitarren haben noch ihre Soloarbeit zu leisten.

Schwer angeschlagen macht sich The Sons Of Beer auf den Weg. Mikka singt für zwei, weil er mal kehlig singt, dann wieder kräftig brüllt. Trotzdem ist dieser Song wohl der am Wenigsten dramatische und abwechslungsreichste im direkten Vergleich mit den bereits gehörten Nummern. The Sons Of Beer ist ein direkter Schädelspalter und gleich einem weiteren Bier nach einer durchgesoffenen Nacht.

Wer in Feierlaune ist und das Trinkhorn zu lautem Gesang leeren möchte, kann sich die Reshout For War komplett am Stück HIER als Untermalung anhören. Wohl bekommt’s!


Fazit
Die Biersbreaker haben auf Reshout For War einen kurzen und kräftigen Schluck auf den Tisch gestellt. Am Besten gefallen die epischen, folkigen Bestandteile, welche Feierlaune und gute Stimmung aufbringen. 7 / 10

Line Up
Mikka – Gesang
Unai – Bass
Xabi – Gitarre, Folkinstrumente
Gonzalo – Gitarre
Iosu – Schlagzeug

Tracklist
01. Crossing the Abyss
02. Shout for War
03. Biersbreaker
04. The Sons of Beer

Links
Webseite Biersbreaker
Facebook Biersbreaker
Bandcamp Biersbreaker


Außerdem auf Soundmagnet.eu
EP Review – VOLTAGE ARC – Rebels
Statement Review – Amon Amarth – The Great Heathen Army
Interview – 
Svartsot, Nachgefragt bei Cris J.S. Frederiksen

Cooler Artikel? Diskutiere mit auf Facebook!
[Total: 2 Average: 5]