Asphyx – Necroceros – Album Review

Asphyx – Necroceros
Herkunft:
Niederlande
Release:
22.01.21
Label: Century Media Records
Dauer:
50:21
Genre:
Death Metal / Death Doom Metal


Endlich sind die sympatischen Holland-Legenden zurück! In der Death Metal Gemeinde hat man kaum ein Album sehnlichster erwartet und es lohnt sich. In Rekordzeit haben Martin Drunen & Co. die konzertlose Zeit genutzt und innerhalb von ein paar Monaten die Songs geschrieben, aufgenommen und durch den Mixer gejagt.

Martin berichtet, dass Asphyx noch nie so groß und mächtig gewesen ist und macht keinen Hehl daraus, wie stolz er ist, dass die Band seit den Aufnahmen zu Incoming Death das Line-Up nicht gewechselt hat.

Wollen wir also hören, wie der Zusammenhalt die Band noch stärker macht

Fulminanter kann ein Album nicht starten! The Sole Cure is Death haut mich erstmal komplett aus den Socken. Pauls messerscharfes Riff, welches sich wie ein Messer in die Eingeweide bohrt und die fetten pulsierenden Drums von Husky zerlegen alles was nicht still sitzen kann. The Sole Cure is Death ist der halsbrecherischste Song der Band, den ich kenne. Anhand der Intensität des Songs, spürt man welch hartes Jahr 2020 es für alle war.

Klassische Trademark Songs a la Asphyx

Wie eine maßgeschneiderte Rüstung passen die nächsten beiden Death Doom Brecher, die mit enormer Wucht aus den Boxen knallen. Molten Black Earth und Mount Skull sind typische Trademark Asphyx Songs. Schleppende Riffs gepaart mit der einzigartigen Stimme Martin von Drunens. Besonders letztgenannter Track strotzt nur so vor majestätischer Erhabenheit.

Das ganze Album besticht durch einen rohen knallharten Sound. Hier ist zu erkennen, dass die Jungs einen neuen Weg eingeschlagen haben und mit Sebastian „Seeb“ Levermann einen fähigen Mann an den Knöpfen gefunden haben, der wirklich eine mächtige Wand gezaubert hat. Dies wird auch im epischen Three Years of Famine zu Tage gebracht. Im Mittelteil zeigen die Deather eine ganz neue Seite. Akustische Klänge und feines melodisches Gitarrenspiel, laden zur Erholungspause ein und das endlose sphärische Finale, erinnert ein wenig an ältere Amon Amarth Songs. Grandiose Nummer!

Die grobe Kelle vom bunten Teller wird rausgeholt

Die grobe Kelle vom buntem Teller holen die Holländer bei Botox Implosion raus, das Video könnt Ihr euch HIER reinziehen. Dieser Song lässt einen reinschwitzen und von einer geilen Festivalsaison träumen. Ein ebenso für die Band ungewöhnlicher Song ist In Blazing Oceans. Ein melodisch treibendes Nebenriff durchzieht den Song, wird durch knüppelhartem Death Doom begleitet und verschmilzt zu einer wahren Hymne.

The Nameless Elite und Yield or Die sind perfekte Sparring Partner für den folgenden Endgegner mit dem der Hörer in den Ring steigt. Das Sci-Fi Death Doom Meisterwerk Necroceros überfährt dich mit seiner Wucht und strebt hoheitsvoll das Albumhighlight an. Wie unglaublich machtvoll dieser Song ist, kann man kaum in Worte fassen.


Fazit
Was Asphyx hier in kürzester Zeit gezaubert haben ist wirklich bewundernswert. Die Band hat sich für mich ein wenig neu erfunden. Dem Death Doom ist man treu geblieben, nur überzeugt Necroceros auch mit seiner kompromisslosen Härte und melodischen Auswüchsen, die den Jungs sehr gut zur Gesicht stehen. Darüber hinaus bläst dir der Sound die Falten aus dem Gesicht. Dieses rohe Album hinterlässt Staub und Asche und regt mich dazu an, fast die Höchstpunktzahl von 9,5 / 10 zu geben.
9,5

Line Up
Martin van Drunen – Gesang
Alwin Zuur – Bass
Paul Baayens – Gitarre
Stefan “Husky“ Hüskens – Schlagzeug

Tracklist
01. The Sole Cure Is Death
02. Molten Black Earth
03. Mount Skull
04. Knights Templar Stand
05. Three Years Of Famine
06. Botox Implosion
07. In Blazing Oceans
08. The Nameless Elite
09. Yield Or Die
10. Necroceros

Links
Facebook Asphyx
Webseite Asphyx


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