Alt und Neu aus meinem Plattenschrank – Meine Empfehlung für Sonntag – Kolumne

Alt und Neu aus meinem Plattenschrank ist eine wiederkehrende Kolumne, in der unsere Redakteure jeweils ein Album zur näheren Besprechung und Vorstellung auswählen. Die perfekte Sonntagslektüre mit dem bestimmt ein oder anderen bisher unbekannten Musiktipp.


Der Weg einer Freiheit, Unstille, CD im Jewelcase

2009 wurde ich zum ersten Mal auf die Jungs aus Würzburg aufmerksam. Ihr selbstbetiteltes Debüt hinterließ bei mir beeindruckend tiefe Spuren. Der Black Metal, den Der Weg einer Freiheit kreiert hat, steht für infernalische Hochgeschwindigkeit gepaart mit traumhaft-schönen Melodiebögen voller Anmut. Somit war 2012 die Vorfreude groß, als Ihr Zweitwerk Unstille angekündigt wurde.

Nach dem Mastermind, Gitarrist und Bandgründer Nikita Kamprad auch den Gesang von Tobias Jaschinsky übernommen hatte, stellte sich die Frage, ob dies gut gehen könne. Die Zweifel waren komplett unbegründet.

Unstille ist der Beginn des rasenden Aufstiegs eines der talentiertesten Black Metal in Deutschlands, sogar Europas. Dieses magische Album entfachte mich so richtig für diese fränkische Band. Die ersten berührenden Klänge vom Opener Zeichen werde ich so schnell nicht mehr vergessen. Es stellen sich die Nackenhaare auf, wenn die präzisen, wuchtigen Drums von Tobias Schuler meine Hirnlappen durchfräsen und die traumhaften Gitarrenmelodien mich regelrecht wegbeamen. Darüber hinaus haben sie für mich mit dem Song Vergängnis ein atmosphärisch-musikalisches Denkmal erschaffen. Ab diesem Moment wusste ich, diese Band hat Großes vor und ich werde sie auf ihrem Weg immer begleitet.

Unstille ist ein Album, welches man in jeder Lebenslage hören kann. Es lässt dich auferstehen, wenn du am Boden liegst. Ist zugleich wie eine Droge, für die es kein Gegenmittel gibt. Alle sechs Songs sind für mich Klassiker des modernen Black Metals und stecken spieltechnisch auch alteingesessene Hardliner der Szene locker in die Tasche. Nikita & Co. benötigen keine Revoluzzer Attitüde, sie lassen ihre Musik für sich sprechen.  

Am 19. November diesen Jahres folgt nun ihr fünfter Streich, namens Noktvrn. Die Vorabsingle Morgen HIER lässt schon viel versprechen und hat mir den vor Erwartung trockenen Mund wässrig gemacht. Der Weg einer Freiheit wird mich überzeugen und wer sie noch nicht kennt, sollte ab jetzt in die Diskographie reinhören.


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