Vittra – Wardens – EP Review

Vittra – Wardens
Herkunft:
Schweden
Release:
23.04.2021
Label:
Erinc Records
Dauer:
15:28
Genre:
Melodic Death Metal


Melodischer Death Metal aus Schweden gibt es wie Sand am Meer. Bei diesem Überangebot an patenten Bands in dem Genre, ist es wirklich nicht einfach aus der Menge heraus zu stechen. Zur Aufgabe gemacht hat sich jedoch genau jenes die 2017 gegründete Combo um den ehemaligen Helvegen Sänger David Döragrip.

Inspiriert von Dissection und alten In  Flames,  sollte also bei Ihrer Debüt EP Wardens nicht viel schief gehen.

Brachiale englische Einflüsse

Schon beim Erklingen der ersten Tonfolgen des Openers Necrotic Apocalypse wird mir klar, die Jungs haben spielerisch einiges im Köcher. Der Track hat einen gewissen Carcass-Touch, sowohl die Songstruktur, also auch die Stimme von David tragen dazu bei. Ein sehr kreatives Songwriting, macht den knapp vier Minuten langen Song auch nicht vorhersehbar und für mich zu einem absoluten Höhepunkt. HIER im Video könnt Ihr euch von der Qualität überzeugen.

Altes Land neu beackert

Sehr viel In Flames Riff Harmonien lassen in Modest Charade die Ohren verzücken. Ein klassischer Melodic Death Metal Song, wie man ihn aus den 1990ern kennt. Auch wenn hier musikalisch nicht viel Neuland gewonnen wird, spielen die Jungs den Song sehr tight aus der Hüfte. Beim folgenden Cloudbreaker sorgen rockige Solis und groovige Riffs für mehr Eigenständigkeit. Der intensive Refrain lässt den Gürtel des geneigten Genre-Fans um ein bis zwei Löcher enger schnallen, damit vor lauter Enthusiasmus das Fanshirt aus der Hose platzt.

Wardens of the grove beheimatet gar Death/Black Metal Elemente und überragt mit seinen wuchtigen Blastbeats. Dieser Track hebt sich nochmal von den anderen drei Songs ab und zeigt wie vielfältig die Jungs zocken können. Am Sound gibt es nichts zu bemängeln, der Gesang ist sehr harmonisch zu den Instrumenten abgemischt und satter Druck in der Magengegend zeugt von einer ordentlichen Produktion.


Fazit
Wardens
macht definitiv Hunger auf einen Longplayer der Schweden. Auf Songs wie Necrotic Apocalypse und Wardens of grove lässt sich mehr als aufbauen, weil es richtig guter melodischer Death Metal mit aggressiven Growls ist. Ein Debüt, das viel Hoffnung für die Zukunft macht und bei mir eine anständige 8 / 10 erhält.


Line Up
Alex Smith – Schlagzeug
David Döragrip – Gesang
Gustav Svensson – Bass
Johan Murmester – Gitarre

Tracklist
01. Necrotic Apocalypse
02. Modest Charade
03. Cloudbreaker
04. Wardens of the Grove

Links
Webseite Vittra
Facebook Vittra


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