U.D.O. – Game Over – Album Review

U.D.O. – Game Over
Herkunft:
Deutschland
Release:
22.10.2021 / auf Vinyl 14.01.2022
Label: AFM Records
Dauer:
01:08:50
Genre:
Heavy Metal


Foto Credit: Tim Tronckoe

Udo Dirkschneider ist eine sichere Bank und das in Hinsicht auf Qualität und Quantität. Nur ein Jahr nach We Are One steht er mit Game Over bereits wieder in den Startlöchern.

Wenn andere Künstler sich mit acht oder neun Tracks pro Album begnügen, haut er mit U.D.O. gleich sechzehn Hämmer auf den Plattenteller. Damit es nicht langatmig wird, sind die meisten Songs angenehm kompakt in der Länge um die vier Minuten gehalten.

So lautet die Devise auf Game Over: Kurz, knackig und klasse! Sicher erwartet jetzt niemand beim Album Nummer achtzehn unter der Flagge von U.D.O., dass sich musikalisch beim Altmeister Udo Dirkschneider viel geändert hat. Nein, er bleibt sich treu und gibt uns das, was er lebt und verkörpert: besten teutonischen Heavy Metal.

Kurz – knackig – klasse

Die Stimme kommt vertraut rau, wie immer, mal knurrend, dann wieder drückend daher. Sie wird gerahmt von klassischen Gitarrenriffs und unterstützt vom Background der Bandkollegen in den Refrains. Dazu gibt es die so typischen Gitarrensolos satt.

Schon ab dem schnellen Albumstart mit Fear Detector stellt sich gute Laune ein und die hält sich dauerhaft beim folgenden Heavy Metal Gewitter, wie dem stampfenden Holy Invaders oder dem gelungenen melodiösen Prophecy, das ihr HIER hören könnt.

Alte Parolen und kleine Experimente

Es gibt wenig auf Game Over zu beanstanden. Vielleicht das manche Nummer im hinteren Albumbereich nicht mehr so zwingend ist und wir Durchhalteparolen wie Metal Never Dies schon oft vertont wurden. Dafür gibt es aber auch kleine und durch und durch gelungene Experimente. Der Track Kids And Guns ist ein Tribute an AC/DC geworden. Klingt klasse, kann HIER gehört werden und lockert das teutonische Stahlgewitter auf.

Auch das böse beginnende Like A Beast überzeugt und geht dann gehörig galoppierend ab. Ein bisschen zu ausgelutscht kommt mir dagegen Marching Tank daher. Der Grund sind die berechnend eingebauten Hoy, Hoy, Hoy Rufe, die das Publikum bei Livekonzerten animieren sollen und die Lyriks, die wir alle schon oft genug gehört haben.

Gänsehaut pur bei Don’t Wanna Say Goodbye

Dafür enthält das Album einen Track der komplett aus dem Rahmen fällt und deshalb besonders reizvoll wirkt. Don’t Wanna Say Goodbye ist ein akustisches Stück, dass Udos Stimme gefühlvoll herausstellt. Wer am Ende erwartet, dass sich dieses Stück doch noch zu einer schnulzigen Metalballade entwickelt, wird positiv überrascht. Gänsehaut stellt sich ein und ich hatte ein kleines Bedauern, als der Metaltross anschließend wieder gewohnt anruckt und laut weiterstampft.


Fazit
Wo U.D.O. draufsteht ist auch hundert Prozent Udo Dirkschneider drin. Keine unnötigen Experimente und trotzdem gibt es kleine Überraschungen. Mit Game Over wird uns ein weiteres Stück bester Heavy Metal geschenkt. Dafür von mir 8 / 10

Line Up
Udo Dirkschneider – Gesang
Andrey Smirnov – Gitarre
Fabian Dee Dammers – Gitarre
Tilen Hudrap – Bass
Sven Dirkschneider – Schlagzeug

Tracklist
01. Fear Detector

02. Holy Invaders
03. Prophecy
04. Empty Eyes
05. I See Red
06. Metal Never Dies
07. Kids And Guns
08. Like A Beast
09. Don’t Wanna Say Goodbye
10. Unbroken
11. Marching Tank
12. Thunder Road
13. Midnight Stranger
14. Speed Seeker
15. Time Control
16. Metal Damnation

Links
Webseite U.D.O.
Facebook U.D.O.
Instagram U.D.O.


Außerdem auf Soundmagnet.eu
Album Review Kryptos – Force Of Danger
EP Review – Feanor – Boundless I Am Free
Buchreview – Ronnie James Dio – Rainbow In The Dark: Die Autobiografie

Cooler Artikel? Diskutiere mit auf Facebook!
[Total: 8 Average: 5]
Teile diesen Inhalt mit anderen
fb-share-icon