Tim Bowness – Butterfly Mind – Album Review

Tim Bowness – Butterfly Mind
Herkunft:
UK
Release:
05.08.2022
Label:
InsideOut Music
Dauer:
43:23
Genre:
Art Rock / Progressive Rock


Foto Credit: Mark Wood

Endlich habe ich die Gelegenheit, ein Album von Tim Bowness auf unseren Seiten zu besprechen. Schließlich ist der zeitweilige musikalische Weggefährte von Steven Wilson in den letzten Jahren hochaktiv gewesen.

Sei es mit dem letzten No-Man Album, seinen eigenen Soloalben oder mit dem The Album Years Podcast, in dem er regelmäßig mit Steven Wilson zusammen musikalische Jahre beleuchtet und mit seinem eigenen Schaffen in Verbindung bringt. Nun bringt er, mit einer kleinen Verzögerung, sein neues Soloalbum Butterfly Mind heraus. Wie von InsideOut Music gewohnt, hat der Hörer die Wahl zwischen einer Doppel CD und einer Vinyl und natürlich auch komplett digital.

Das unverwechselbare, ruhige, ja sogar beruhigende Timbre hat die No-Man Alben sowie seine bisher sieben Soloalben, zuletzt Late Night Laments aus 2020, emotional zugänglich gemacht. Und wie auch auf diesem hat Tim Bowness einige illustre Gäste um sich versammelt, um seine Songideen umzusetzen.

Da wäre natürlich Sir Nicolas Beggs am den dicken Saiten, aber auch Jethro Tulls Ian Anderson, der einige Querflötenfragmente auf We Feel beisteuert, wie auch Peter Hammill einige Gitarrenparts. Steven Wilson sorgt wie schon bei den vorherigen Alben für den Mix und das Mastering. Natürlich ist die Produktion wie immer exzellent, die Songs lassen wirklich jedes Detail sprechen und bieten allen Instrumenten inklusive dem wie immer tollen Gesang entsprechenden Raum.

Auf Butterfly Mind sind Tim Bowness eine stattliche Anzahl von qualitativ hochwertigen Songs gelungen, die wie so oft von Vergänglichkeit und Alltäglichkeiten handeln. Wie beispielsweise das tolle Always The Stranger, das ihr HIER in einem Lyrikvideo hören könnt.

Eine berührende Art Rock Platte mit Anspruch

Oder auch Dark Nevada Dream, das mit schönen Soundscapes aufwarten kann und mit seiner schönen Harmonik dem mit seinen acht Minuten relativ langem Song ein ruhige, fließende Atmosphäre verleiht wie ihr HIER in dem Video zum Song nachvollziehen könnt. Auf diesem Song arbeitet Tim Bowness nach drei Jahrzehnten wieder mit Ben Coleman, seines Zeichens ehemaliges No-Man Mitglied und Violinist, zusammen, wie auch schon auf About The Light That Hits The Floor.

Große Überraschungen sind auf Butterfly Mind nicht zu erwarten. Fans von Tim Bowness wie mir genügt es, dass er ein qualitativ hochwertiges Art Rock Werk kreiert hat, bei dem es eine besondere Freude ist, den ruhigen, filigranen und instrumental erstklassig dargebotenen Songs zu lauschen.


Fazit
Was kann sich die geschundene Alltagsseele schöneres vorstellen, als von dem ruhigen und sanftem Gesangsorgan eines Tim Bowness umgarnt zu werden. Mit Butterfly Mind hat er erneut ein Art Rock Album mit hoher emotionaler Tiefe veröffentlicht. 9 / 10

Line Up
Tim Bowness – Gesang, Samples, Synthesizer, Gitarre, Mellotron
Brian Hulse – Gitarren, Keyboards, Synthesizer, Programmierung
Nick Beggs – Bassgitarren, Chapman Stick
Richard Jupp – Schlagzeug, Perkussion

Tracklist
01. Say Your Goodbyes, Pt. 1
02. Always The Stranger
03. It’s Easier To Love
04. We Feel
05. Lost Player
06. Only A Fool
07. After The Stranger
08. Glitter Fades
09. About The Light That Hits The Forest Floor
10. Dark Nevada Dream
11. Say Your Goodbyes, Pt. 2

Links
Facebook Tim Bowness
Webseite Tim Bowness


Außerdem auf Soundmagnet.eu
Album Review – Kanaan – Earthbound
Interview – Toundra, Nachgefragt bei Esteban Girón
Empfehlung der Redaktion – Dunbarrow – Proto Doom aus Norwegen

Cooler Artikel? Diskutiere mit auf Facebook!
[Total: 3 Average: 5]
Teile diesen Inhalt mit anderen
fb-share-icon